Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Menschen wie Götter - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Menschen wie Götter

Электронная книга - «Menschen wie Götter». Краткое содержание книги:

Die Menschen der fernen Zukunft greifen nach den Sternen. Mit Hilfe gewaltiger Raumschiffe durchpflügen sie das Weltall, erforschen fremde Planeten und schließen Freundschaft mit außerirdischen Zivilisationen. Sie erschaffen neue Welten aus dem Nichts und verwandeln ungastliche Steinwüsten in blühende Paradiese.
1 ... 69 70 71 72 73 74 75 76 77 ... 180
Перейти на страницу:

Ich begriff nichts. »Infiziert? Vielleicht erklärst du mir, Mary, was hier geschieht!«

Es stellte sich heraus, daß Aster auf Marys Bitte eine Ladung lebensfähiger Bakterien auf dem Planeten ausgesetzt hatte, die sich von Nickel und seinen Salzen ernährten. Der Prozeß würde sich zunächst unmerklich vollziehen, sich dann beschleunigen, bis die Lebensformen auf der Oberfläche und in den Nickeltiefen zum Ausbruch kämen. Und dann ließe sich die stürmische Ausbreitung des Lebens nur durch eine vollständige Vernichtung des Planeten unterbinden.

»Weißt du, was ich bin?« fragte Aster stolz. »Ein Lebensspender, Vater!«

»Du bist ein prächtiger Junge!«

Im Observationssaal entfaltete sich auf den Bildschirmen die Sternensphäre. Wir befanden uns im Zentrum der Gruppe, die nördliche Halbsphäre war am Rande ärmer an hellen Gestirnen als die südliche.

Ich richtete den Vervielfacher auf den Orangefarbenen. Er war ein Übergigant von so rasender Leuchtkraft, daß er eher einem winzigen Mond als einem verhältnismäßig weit entfernten Stern glich.

»Erstaunliches hat sich ereignet, wir müssen Klarheit gewinnen«, sagte ich. »Ich wüßte gern Ihre Meinung, Pawel!«

Romero hatte das erste Wort noch nicht gesprochen, als Aster, Lussin und André das Zimmer betraten. André trug einen neuen Mantel, er war rasiert und gekämmt. All das hatten Lussin und Aster in Lussins Wohnung vollbracht. André war gealtert und abgemagert, doch er hatte jetzt mehr Ähnlichkeit mit sich selbst. Nur das abwesende Gesicht, mal zuckte ein listiges Lächeln darüber hin, mal verzerrte es sich erschrocken, und die stumpfen, ausdruckslosen Augen verrieten, daß André die Vernunft noch nicht wiedererlangt hatte.

»Dürfen wir hierbleiben?« fragte Aster.

Gegen Aster konnte ich, obwohl er ein kleiner Junge war, nichts einwenden, doch André verwirrte mich.

»Haben Sie denn nicht bemerkt, daß André in seiner geistigen Umnachtung nicht schwatzhaft ist?« beseitigte Romero meine Zweifel. »Einst behauptete man, jeder werde nach seinem System verrückt. Das Wahnsinnssystem unseres unglücklichen Freundes ist die Verschlossenheit. Andrés Anwesenheit schadet nichts. Sprechen wir über Ihre Träume, Eli.

Die Träume des Admirals gehören, gebraucht man die alte Terminologie, zu den prophetischen; selbst unser Skeptiker Kamagin wird das nicht mehr bestreiten«, sagte er weiter. »Elis Traumgesichte sind eine eigentümliche Form der Information, deren sich unsere geheimen Freunde unter den Zerstörern bedienen.«

»Da ich darauf abzielte, Freunde unter den von den Verderbern unterjochten Völkern und unter den gewöhnlichen Zerstörern zu gewinnen, forderte ich den obersten Klotz zum offenen Streit heraus. Es hat den Anschein, als hätte ich Erfolg gehabt«, sagte ich.

Romero pflichtete mir nicht bei. Es handle sich nicht um Freunde unter den gewöhnlichen treuen Untertanen. Wir hätten geheime Verbündete in der unmittelbaren Umgebung des Großen Zerstörers gewonnen. Woher hätte ich sonst erfahren können, was sich im Kriegsrat der Verderber abspielte? Und wenn auch die Form der Mitteilungen phantasmagorisch sei er bezweifle ebenfalls, daß sich die Strategen der Zerstörer zu Kronen auswüchsen, herausexplodierten und sich in Bächen ergössen , so sei der Inhalt doch durch die Tatsache der Evakuierung erhärtet. Er vermute, zu unseren Gunsten wirkten nicht einzelne Zerstörer, sondern eine Organisation von Freunden. Verberge sich hinter den Störungen auf dem Dritten Planeten nicht vielleicht eine bewußte Diversion?

Romero schloß so: »Die einzige zuverlässige Informationsquelle sind heute die Traumgesichte des Admirals. Ich bin mir darüber im klaren, daß es unsinnig wäre, Eli aufzufordern, möglichst viel zu träumen.

Aber ich möchte Sie bitten, mein Freund, sich alles zu merken, was Sie im Traum erfahren, absolut alles, bis aufs leiseste Geräusch, bis auf die blasseste Silhouette! Und nun ruhen Sie sich aus. Mögen Ihnen neue Träume kommen, die noch wunderbarer sind als die früheren.«

Zunächst wollte ich tatsächlich ein bißchen schlafen, doch es gelang mir nicht. Ich hatte die Empfindung, als vollziehe sich etwas Wichtiges in der äußeren Welt. Ich rief mir das Bild von Allans angreifenden Schiffen ins Gedächtnis zurück, doch bald war mir klar, daß ich in Gedanken nur den Inhalt meines Traumes vom Vortag nacherzählte.

Ich betrachtete André. Verzagt hockte er in der Ecke, mechanisch schaukelte er hin und her, den Kopf hielt er gesenkt. Schon oft hatte ich André in diesem Zustand völliger Entrückung beobachtet, nur sang er heute nicht mit brüchiger Stimme vom grauen Böckchen.

»Warum rätst du mir nicht, verrückt zu werden?« fragte ich. »Und hat die dumme Oma das verlorene Böckchen schon gefunden?«

Er hob den Kopf und lauschte so angestrengt, daß ihm der Unterkiefer herunterklappte. Fremde Stimmen erreichten ihn schon. Doch der Sinn der Worte blieb ihm dunkel.

»André, komm zurück!« sagte ich erregt. »Ich bitte dich, komm zurück, André!«

Noch weiter zog er sich in die Ecke zurück und verharrte dort furchtsam. Es bestand ein schauriger Widerspruch zwischen seinem Gesicht, das vom Abglanz fernen Verstehens erhellt war, und den nichts sehenden Augen eines Verwirrten.

Ich sank in tiefen Schlaf. Im Traum sah ich Orlan, der sich gebeugt hatte. Neben ihm grinste und kicherte André, und er zwinkerte, als spiele er auf ein Geheimnis an, das nur ihnen beiden bekannt sei.

Als ich Romero den Traum erzählte, stellte er seufzend fest, daß er herzlich wenig Informationen enthalte.

2

Mitunter hatten wir den Eindruck, als gebe es keine Kerkermeister auf dem Schiffungehindert konnten wir uns bewegen. Aber wir brauchten uns nur einem Dienstraum zu nähern, da tauchte, wie aus dem Boden gestampft, ein augenköpfiger Wächter auf. Der Observationssaal war Tag und Nacht von unseren Leuten gefüllt.

Ich zerbrach mir oft den Kopf darüber, warum die Zerstörer uns hierher ließen, da sie doch dadurch die Geheimnisse der Perseusbefestigungen preisgaben.

Petri meinte, die Enthüllung dieser Geheimnisse gehöre zum Plan, die Menschen zu unterwerfen.

»Sie demonstrieren ihre Macht. Denn sie kalkulieren so: Wir kriegen es mit der Angst zu tun und bitten um Frieden zu ihren Bedingungen…«

Ob das nun ihr Plan war oder nicht Grund zum Prahlen hatten sie. Wir jagten dahin, von den Schiffen des feindlichen Geschwaders umringt, und jenseits der grünen Lichter bot sich ein imposantes Panorama. Ein Stern schwamm näher, der zweite, der dritte und der vierte drängten heran, und bei allen fixierten die Vervielfacher Planeten, Hunderte von Planeten, bewohnt und industrialisiert, Tausende von Schiffen kreisten über ihnen. Ich wurde mutlos, wenn ich den Vervielfacher zur Hand nahm der Feind war mächtig und tatkräftig.

Kamagin skizzierte ein Schema des zurückgelegten Weges; es war nicht so detailliert wie eins, das die Schiffsmaschine angefertigt hätte, doch es genügte, um festzustellen, wie die Sterne im Raum angeordnet waren, wieviel Planeten jeder besaß und was auf den Planeten entdeckt worden war…

Oshima war der einzige, den die Demonstration der Verderbermacht nicht beeindruckte. Er meinte, diese teuflisch ausgerüsteten Planeten mit den künstlichen Monden und den Kreuzerarmadas wären zu Dreivierteln eine Mystifikation. Betrügerisch kreise man in ein und demselben Bezirk, um ihn uns aus verschiedenen Richtungen zu zeigen. »Schauen Sie sich das hier aufmerksam an«, sagte er und fuhr mit dem Finger über Kamagins Karte. »Die gleichen Bilder. Warum? Und beachten Sie den Orangefarbenen! Wenn wir Kurs auf ihn hielten, brauchten wir nicht kreuz und quer um ihn herumzuirren!«

Oshima überzeugte mich nicht. Wir näherten uns dem Orangefarbenen, kurvten nicht um ihn herum.

Die Stunde kam, da er auf unsere Flugachse rückte und wir genau auf ihn zustrebten.

1 ... 69 70 71 72 73 74 75 76 77 ... 180
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)