Fußfall
- Автор: Нивен Ларриё, Пурнель Джерри
- Год: 1997
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne Verlag
- ISBN: 3-453-04293X
- Переводчик: Alfred Hans
- Жанр: Научная фантастика
Электронная книга - «Fußfall». Краткое содержание книги:
Es SIND Turbulenzen von Antrieben eines Sternenschiffs, das sich im SaturnSystem verborgen hält und eine Invasion der Erde vorbereitet.
Jahre später ist es soweit: ein Objekt nähert sich der Erde. Die Großmächte schließen sich zusammen und bereiten sich auf einen friedlichen Erstkontakt mit einer raumfahrenden außerirdischen Rasse vor. Doch die Aliens reagieren nicht auf die begrüßenden Funksprüche, sondern schlagen brutal zu und vernichten die international bemannte Raumstation KOSMOGRAD.
Die Erde schlägt mit Atomraketen zurück und provoziert so den »Fußfall«, den vernichtenden Abwurf von Planetoiden auf die Erdoberfläche und gleichzeitig die Geste, die absolute Unterwerfung fordert. Die Aliens sind Herdenkrieger, das bedeutet absoluten Gehorsam und die Achtung vor Gesten. Die Menschen sind Einzelkämpfer, unberechenbar, todesmutig und verschlagen.
Ein verzweifelter Kampf auf beiden Seiten mit einem Gegner beginnt, dessen Motive man nicht begreift.
»Aber das ist doch verrückt«, sagte der Präsident. »Ein paar tausend Elefanten – wie viele sind es überhaupt?«
»Wir wissen es nicht genau«, gestand Jenny. »Mit Sicherheit weniger als fünfzigtausend.«
»Auch das muß schon ein bedeutender Teil ihrer Bodentruppe sein«, sagte General Toland. »Mehr, als sie sich zu verlieren leisten können. Wenn wir sie alle vernichten, müssen sie uns in Zukunft möglicherweise zufrieden lassen.«
»Sie beherrschen nach wie vor den Weltraum«, gab Admiral Carrell zu bedenken. »Major Crichton, mir scheint, Sie wollen etwas sagen.«
»Ja, Sir«, gab Jenny zur Antwort. »Sie hatten mich aufgefordert, die Science FictionLeute an die Arbeit zu setzen. Es war nicht schwer. Sie haben eine ganze Reihe von Vorschlägen in puncto Kampfführung.«
»Nun?« ermunterte sie der Präsident.
»Sir, ich glaube, es wäre besser, wenn Sie es selbst hörten.«
David Coffey runzelte die Stirn, doch dann stahl sich ein Lächeln auf seine Lippen. »Klar, warum nicht? Wie Sie schon gesagt haben, es sind die einzigen Fachleute, die wir haben.«
Bei Einbruch der Dunkelheit war David Morgan noch immer nicht zurück. Also kein Gin, dachte Carlotta. Nur noch drei Finger hoch in der Flasche. Im Keller hatte sie Brombeerwein gefunden. Der würde genügen müssen.
Sie saßen bei Kerzenlicht im Wohnzimmer. Aus der Ferne hörte man Donnergrollen, und weit im Osten und Süden sah man Lichtblitze aufzucken.
Der Himmel war klar. Juana las beim Schein einer Kerosinlampe.
»Machst du dir keine Sorgen?« erkundigte sich Carlotta.
»Doch, natürlich, aber was hilft es? David hat einen guten Wagen mit Allradantrieb und ein Gewehr. Das Telefon funktioniert nicht. Was also sollte ich tun? Sollten wir etwa weglaufen? Wohin? Die nächsten Häuser liegen kilometerweit von hier entfernt, und Lucy kann so weit ohnehin nicht gehen.«
»Habt ihr keinen zweiten Wagen?«
»Er ist kaputt. Aber selbst wenn er funktioniert, wo wärst du denn lieber als hier?«
»Ich weiß nicht. Willst du ein Glas Wein?«
»Nein.«
Wenn es nach dir ginge, dürfte auch ich nichts trinken. Der Teufel soll dich holen! Carlotta trank einen Schluck Brombeerwein. Er war viel zu süß.
Der Morgen zog hell, klar und wolkenlos herauf, ein herrlicher Tag in Kansas, mit Ausnahme einiger unheilschwangerer schwarzer Wolken, die sich fern im Osten erhoben. Immer noch keine Nachricht von Professor Morgan. Carlotta und Juana tranken Kaffee auf der Terrasse. Die Geräusche der Nacht hatten aufgehört. Eine Stunde verging, eine weitere brach an, dann erhoben sich Staubwolken im Westen, Lärm näherte sich.
»Autos, Lastwagen«, sagte Juana. Sie lauschte erneut. Dann lief sie nach vorn und spähte die Straße entlang. »Es sind Soldaten, unsere!« rief sie. »Unsere Leute!«
Fast war Carlotta enttäuscht.
Sie zählte ein Dutzend Panzer und fünf Lastwagen voller Soldaten. Sie kamen die Auffahrt entlang und parkten vor dem jetzt leeren Stall. Ein Fahrzeug, das wie ein Panzer aussah, aber Räder hatte, fuhr direkt bis vor die Haustür und blieb stehen. Ein älterer Offizier mit einem ergrauenden Schnurrbart stieg aus.
»Joe!« rief Juana.
Er salutierte. »Colonel Halverson von der Miliz des Staates Kansas.« Er grinste angestrengt. »Wir sind hergekommen, um zu sehen, ob hier Hilfe gebraucht wird.«
»Hast du David gesehen?« wollte Juana wissen.
»Ja. Major Morgan wird gleich hier sein. Er hat uns geholfen, die Leute zusammenzurufen. Eigentlich wollte er gestern abend nach Hause fahren und Bescheid sagen, aber dann hat er gemeint, ihr würdet schon verstehen, und wir haben ihn auch wirklich gebraucht, mitsamt seinem Allradfahrzeug.«
»Was haben Sie vor?« wollte Carlotta wissen. Sie genierte sich wegen ihres zerknitterten Morgenrocks.
»Meine Schwester«, stellte Juana vor.
»Mrs. Dawson?« fragte Halverson. »Sehr erfreut.« Er stieg von seinem Fahrzeug. »Als erstes warte ich auf meine Hubschrauber. Es dauert, bis die soweit sind. Sobald sie hier sind, fahren wir nach Süden und nach Osten, bis wir sehen, was uns da eigentlich heimgesucht hat.«
Carlotta nickte. Ein Dutzend Panzer, zwei von diesen gepanzerten Lastwagen. Und Hubschrauber. Freizeitsoldaten. Die meisten schon ziemlich alt. »Eindrucksvoll. Rasche Arbeit.«
»Am Abend, wie die Schießerei begonnen hat, hab ich gleich Leute zusammengetrommelt«, sagte Halverson mit Stolz in der Stimme, »im ganzen Land. Ich hätte Major Morgan angerufen, aber die Telefone waren schon tot. Zum Glück sind wir ihm in der Stadt begegnet.«
»Was ist denn überhaupt los?«
Halverson zuckte die Achseln. »Juana, wir haben keinen Kontakt mehr mit Regierungsstellen oberhalb der Kreisebene gehabt, seit die Außerirdischen angefangen haben zu schießen. Kein Telefon funktioniert, im Radio und über Funkgeräte hört man nichts als Rauschen. Die meisten unserer Nachrichtensysteme sind auf Satelliten angewiesen, und von denen haben wir gar keine mehr. Trotzdem…« Er straffte sich. »Die Regierung dürfte kaum damit einverstanden sein, daß ich mich hinsetze und auf Befehle warte – nicht, solange diese Dinger scharenweise vom Himmel fallen! Sobald meine Hubschrauber hier sind, zeigen wir denen, was es heißt, sich mit Amerikanern einzulassen. Vor allem mit uns Freischärlern hier aus Kansas!«
18. Der Krieg der Freischärler
Ein Feldherr weiß nie etwas mit Sicherheit, nie sieht er seinen Feind deutlich vor sich und weiß auch nie genau, wo sich dieser befindet. Auch das erfahrenste Auge kann nicht sicher sein, ob es die gesamte Armee des Feindes sieht oder nur Dreiviertel davon. So sieht der Feldherr mit dem inneren Auge, befehligt, indem er alle Verstandeskräfte zusammenfaßt, und urteilt nach einer Art Eingebung.