Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L
- Автор: Риордан Рик
- Серия: Percy Jackson #4
- Язык: немецкий
- Жанр: Прочая древняя литература
Электронная книга - «Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L». Краткое содержание книги:
Annabeth schüttelte den Kopf, wie um mich zum Verstummen zu bringen.
»Durch die Hand des Geisterkönigs falle oder lebe«, ich ließ mich nicht beirren. »Das war nicht Minos, wie ich gedacht hatte. Sondern Nico. Als er sich für unsere Seite entschieden hat, hat er uns gerettet. Im letzten Gefecht des Kinds der Athene … – das war Dädalus.«
»Percy …«
»Der sterbende Heros Zerstörung gebot. Das ergibt jetzt auch einen Sinn. Dädalus ist gestorben, um das Labyrinth zu zerstören. Aber was war die letzte …«
»Und deine Liebe erwartet Schlimmeres als der Tod.« Annabeth hatte Tränen in den Augen. »Das war die letzte Zeile, Percy. Bist du jetzt zufrieden?«
Die Sonne schien mir kälter als noch eine Sekunde zuvor. »Oh«, sagte ich. »Also ist Luke …«
»Percy, ich wusste nicht, wen die Weissagung meinte. Ich – ich wusste nicht, ob …« Sie stammelte hilflos. »Luke und ich … jahrelang war er der Einzige, dem ich wirklich wichtig war. Ich dachte …«
Ehe sie weitersprechen konnte, tauchte neben uns ein Lichtfunken auf, als ob jemand in der Luft einen goldenen Vorhang geöffnet hätte.
»Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, meine Liebe.« Auf dem Hügel stand eine hochgewachsene Frau in einem weißen Kleid, ein Zopf hing über ihre Schulter.
»Hera«, sagte Annabeth.
Die Göttin lächelte. »Du hast die Antworten gefunden, ich habe es ja gewusst. Dein Einsatz war ein Erfolg.«
»Ein Erfolg?«, fragte Annabeth. »Luke ist tot. Dädalus ist tot. Pan ist tot. Wie kann das …«
»Unsere Familie ist in Sicherheit«, sagte Hera. »Es ist gut, dass diese anderen nicht mehr da sind, meine Liebe. Ich bin stolz auf dich.«
Ich ballte die Fäuste. Ich konnte nicht glauben, dass sie das wirklich sagte.
»Sie haben Geryon dafür bezahlt, dass er uns auf die Ranch gelassen hat, stimmt’s?«
Hera zuckte mit den Schultern. Ihr Kleid schimmerte in allen Farben des Regenbogens. »Ich wollte euch eben helfen.«
»Aber Nico war Ihnen egal. Es hat Ihnen nichts ausgemacht, dass er den Titanen ausgeliefert wurde.«
»Ach, bitte.« Hera winkte ab. »Der Sohn des Hades hat es selbst gesagt. Niemand will ihn haben. Er gehört nicht hierher.«
»Hephaistos hatte Recht«, knurrte ich. »Sie interessieren sich nur für Ihre eigene perfekte Familie, alle anderen sind Ihnen egal.«
Ihre Augen wurden bedrohlich hell. »Hüte deine Zunge, Sohn des Poseidon. Ich habe dich im Labyrinth mehr geführt, als dir klar ist. Ich war an deiner Seite, als du Geryon gegenübergetreten bist. Ich habe deinen Pfeil geradeaus fliegen lassen. Ich habe dich auf Kalypsos Insel geschickt. Ich habe den Weg zum Berg des Titanen frei gemacht. Annabeth, meine Liebe, du hast doch sicher gesehen, wie sehr ich geholfen habe. Ich würde mich über ein Opfer zum Dank für meine Mühe freuen.«
Annabeth stand da wie eine Statue. Sie hätte einfach Danke sagen können. Sie hätte versprechen können, ein wenig Barbecue für Hera ins Kohlenbecken zu werfen, und dann hätte sie die Sache vergessen können. Aber sie biss wütend die Zähne zusammen. Sie sah so aus, wie sie ausgesehen hatte, als sie der Sphinx gegenüberstand – als ob sie keine leichte Antwort akzeptieren würde, auch wenn ihr das ernste Schwierigkeiten einbrächte. Mir wurde klar, dass das zu den Dingen gehörte, die mir an Annabeth am besten gefielen.
»Percy hat Recht.« Sie kehrte der Göttin den Rücken zu. »Sie sind diejenige, die nicht hierhergehört, Königin Hera. Falls es also ein nächstes Mal gibt: nein danke.«
Heras Grimasse war noch gehässiger als die einer Empusa. Ihre Gestalt begann zu glühen. »Diese Beleidigung wirst du bereuen, Annabeth. Du wirst sie sehr bereuen.«
Ich wandte meine Augen ab, als die Göttin ihre wahre göttliche Gestalt annahm und in einem Lichtblitz verschwand.
Der Hügel war wieder friedlich. Drüben bei der Fichte döste Peleus der Drache unter dem Goldenen Vlies, als ob nichts passiert sei.
»Tut mir leid«, sagte Annabeth zu mir. »Und jetzt … jetzt muss ich wohl zurück. Ich melde mich bei dir.«
»Hör mal, Annabeth.« Ich dachte an den Mount St. Helens, an Kalypsos Insel, an Luke und Rachel Elizabeth Dare und daran, wie alles plötzlich so kompliziert geworden war. Ich wollte Annabeth sagen, dass ich diese Distanz zwischen uns nicht wollte.
Dann hupte Argus unten auf der Straße und die Gelegenheit war vorbei.
»Geh jetzt lieber«, sagte Annabeth. »Pass auf dich auf, Algenhirn.«
Sie lief den Hügel hinab. Ich sah ihr hinterher, bis sie die Hütten erreicht hatte. Sie drehte sich kein einziges Mal um.
Zwei Tage darauf hatte ich Geburtstag. Ich behielt das Datum für mich, weil es immer gleich nach dem Campende war, deshalb konnten meine Campfreunde normalerweise nicht kommen und viele sterbliche Freunde hatte ich ja nicht. Außerdem fand ich, es war kein Grund zum Feiern, dass ich älter wurde, wo mir doch prophezeit worden war, dass ich mit sechzehn die Welt zerstören oder retten würde. Dieses Jahr wurde ich fünfzehn. Mir lief die Zeit davon.
Meine Mom gab in unserer Wohnung eine kleine Party. Paul Blofis kam, aber das war für ihn in Ordnung, denn Chiron hatte den Nebel so manipuliert, dass alle an der Goode High School jetzt davon überzeugt waren, dass ich nichts mit der Explosion im Musiksaal zu tun gehabt hatte. Paul und die anderen Zeugen glaubten jetzt, dass Kelli eine verrückte brandbombenwerfende Cheerleaderin war, ich dagegen ein unschuldiger Zuschauer, der in Panik geraten und davongestürzt war. Ich würde also im nächsten Monat doch an der Goode anfangen können. Wenn ich weiterhin jedes Jahr von der Schule fliegen wollte, würde ich mir größere Mühe geben müssen.
Tyson kam auch zu meiner Party und meine Mutter backte zwei besonders blaue Kuchen für ihn. Während Tyson meiner Mutter half, Luftballons aufzublasen, bat Paul Blofis mich, ihm in der Küche zur Hand zu gehen.
Als wir Bowle einschenkten, sagte er: »Ich hab gehört, deine Mom hat dich für den Herbst zur Fahrstunde angemeldet.«
»Ja … super. Ich kann es kaum erwarten!«
Ich hatte mich mein Leben lang wie wild auf den Führerschein gefreut, aber inzwischen war es mir nicht mehr so wichtig, und das merkte Paul. Auf eine seltsame Weise erinnerte er mich manchmal an Chiron, in seiner Art, mich anzusehen und meine Gedanken zu erraten. Vielleicht war das typisch für Lehrer.
»Du hast einen harten Sommer hinter dir«, sagte er. »Ich vermute, du hast eine wichtige Person verloren. Und … Mädchenprobleme?«
Ich starrte ihn an. »Woher wissen Sie das? Hat meine Mom …«
Er hob die Hände. »Deine Mom hat kein Wort gesagt. Und ich will mich nicht einmischen. Ich weiß nur, dass irgendetwas an dir ungewöhnlich ist, Percy. Bei dir gibt es ganz schön viel, das ich nicht durchschaue. Aber ich war auch einmal fünfzehn und ich gehe nur von deinem Gesichtsausdruck aus … und ich glaube, du hast eine harte Zeit hinter dir.«
Ich nickte. Ich hatte meiner Mom versprochen, Paul die Wahrheit über mich zu erzählen, aber es kam mir nicht wie der richtige Zeitpunkt vor. Noch nicht. »Ich habe in diesem Camp, in dem ich immer den Sommer verbringe, einige Freunde verloren«, sagte ich. »Nicht sehr enge Freunde, aber trotzdem …«
»Das tut mir leid.«
»Ja. Und äh, ja, das mit den Mädchenproblemen …«
»Hier.« Paul gab mir ein Glas Bowle. »Auf deinen fünfzehnten Geburtstag. Und auf ein besseres Jahr.«
Wir stießen mit unseren Pappbechern an und tranken.
»Percy, ich hab ein wenig ein schlechtes Gewissen, weil ich noch etwas habe, worüber du dir den Kopf zerbrechen musst«, sagte Paul. »Aber ich möchte dich etwas fragen.«
»Ja?«
»Mädchenkram.«
Ich runzelte die Stirn. »Was soll das heißen?«