Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Ужасы » 18 Geisterstories
18 Geisterstories - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

18 Geisterstories

Электронная книга - «18 Geisterstories». Краткое содержание книги:

Schaurige Geschichten von klassischen und modernen Gespenstern.
Ausgewählt und herausgegeben von Manfred Kluge.
Inhalt:
Laertes
Karl Hans Strobl
Vier Geister in ›Hamlet‹
Fritz Leiber
Das arme alte Gespenst
Heinrich Seidel
Die Klausenburg
Ludwig Tieck
Der Geisterberg
Gustav Adolf Becquer
Gäste zur Nacht
Alexander Puschkin
Der schwarze Schleier
Charles Dickens
Das weiße Tier
Ein Nachtstück
Georg von der Gabelentz
Das geheimnisvolle Telegramm
Anonymus
Der geraubte Arm
Vilhelm Bergsöe
Die Nacht von Pentonville
Jean Ray
Das Gespenst
Knut Hamsun
Der Geist
Frederic Boutet
Die Kleinodien des Tormento
Paul Busson
Altersstarrsinn
Robert Bloch
Der Spuk von Rammin
Hanns Heinz Ewers
Reitet, Colonel!
Mary-Carter Roberts
Die Stimme aus dem Jenseits
Werner Gronwald
1 ... 66 67 68 69 70 71 72 73 74 ... 83
Перейти на страницу:

Schon zum zweiten Male war er aufgefahren. Etwas Nasses oder Kaltes hatte sein Gesicht berührt, und es war ihm, als schwinde ein zarter Schatten von seinem Bett, in das Dunkel der Ecken sich auflösend. – Er rieb sich die Augen und betrachtete blinzelnd die ruhig brennende Flamme des Nachtlichtes.

– Dann schlief er wieder ein.

Nach wenigen Minuten erschrak er so heftig, daß er noch im Halbschlaf aus dem Bett sprang. Etwas huschte vor ihm her – eine fast durchsichtige Mädchengestalt – und war auch schon verschwunden. – Auf dem Läufer vor dem Bett waren zwei nasse, längliche Flecken – – – auf dem Parkett die feuchten Spuren kleiner, schmale Füße. – – –

– – – Dr. Klaar schrie auf, wie ein erschrecktes Tier – – –. Das Wasser verdunstete schnell – – – der Boden sah aus wie vorher. Und der Arzt stand noch immer an seinem Bett und lallte vor sich hin – – –.

Und dann schrie er wieder auf: »Undine –! – Das ist ja Wahnsinn –! Ich werde wahnsinnig –!«

Bebend riß er das Fenster auf. Eisige Herbstluft wehte ihm entgegen –. Er schauerte zusammen –. Jäh griff er sich mit beiden Händen an den Kopf –. Dann sprang er aus seiner kauernden Stellung auf, riß wie ein Rasender das Kästchen an sich und warf die Steine heraus; einen nach dem andern schleuderte er in die Finsternis – tief unten auf dem Pflaster zersplitterten die spröden Plättchen –. Pergament und Maske hielt er über das flackernde Licht, – er fühlte es nicht, als die Flamme bis zu seinen Fingern loderte.

Und fröstelnd saß er auf einem harten Holzstuhl inmitten des Zimmers, in Todesangst den Morgen erwartend, der mit seinem klargrauen Licht langsam, langsam über die Dächer heraufkroch.

Altersstarrsinn von Robert Bloch

Der 1917 geborene amerikanische Schriftsteller und Drehbuchautor Robert Bloch braucht nicht extra vorgestellt zu werden. Mit seinem Skript zu Alfred Hitchcocks Horrorfilm ›Psycho‹ ist er weltberühmt geworden. Bloch hat auch die Drehbücher zu einigen anderen großen Horrorproduktionen geschrieben – seine eigentliche Stärke aber liegt, wie seine bravouröse Story ›Altersstarrsinn‹ aufs eindringlichste demonstriert, auf dem Gebiet der makabren Erzählung.

——————————

Am Morgen nach seinem Tod kam Opa zum Frühstück runter.

Irgendwie komisch fanden wir das schon.

Ma guckte Pa an, Pa guckte Klein-Susie an, und Susie guckte mich an. Dann guckten wir alle Opa an.

»Was is’n los?«fragte er. »Warum gafft ihr so?«

Keiner sagte was, aber ich kannte den Grund ganz genau. War ja immerhin erst in dieser Nacht passiert, daß er seinen Herzanfall kriegte und direkt vor unseren Augen starb. Aber da stand er nun, fertig angezogen, putzmunter und streitbar wie eh und je.

»Was gibt’s denn zum Frühstück?« wollte er wissen.

Ma schluckte. »Sag bloß nicht, daß du essen willst?«

»Was ‘n sonst? Ich bin am Verhungern.«

Ma schaute zu Pa rüber, doch der rollte bloß mit den Augen. So ging sie zum Herd, nahm die Pfanne und klatschte ein paar Eier auf einen Teller.

»Na also, warum nicht gleich«, meinte Opa. »Aber sagt mal, hat’s da vorhin nicht nach Bratwurst gerochen?« Ma brachte Opa ein Stück Wurst. So wie er reinhieb, hatte sein Appetit jedenfalls nicht gelitten.

Bei der zweiten Portion merkte Opa, daß wir ihn immer noch anstarrten. »Warum ißt denn hier keiner?« fragte er.

»Wir haben keinen Hunger«, erklärte Pa, und das stimmte, als wär’s ein Satz aus der Bibel.

»Essen hält Leib und Seele zusammen«, belehrte ihn Opa. »Aber hör mal, müßtest du nicht längst in der Säge sein?«

»Mir ist heut’ nicht nach Arbeit zumute«, sagte Pa.

Opa betrachtete ihn mit zusammengekniffenen Augen. »Du hast dich ja richtig fein gemacht. Rasiert und ‘n Hemd wie am Sonntag. Kriegt ihr etwa Besuch?«

Ma warf einen Blick aus dem Küchenfenster und nickte Opa zu. »Du hast es erfaßt. Da kommt er schon.«

Und tatsächlich kam der alte Bixbee die Straße entlang gewetzt.

Ma lief durchs Wohnzimmer zur Vordertür – um ihn abzufangen, schätze ich – aber er wischte ihr eins aus und kam von hinten an. Pa schaltete nicht schnell genug, und so riß Bixbee erst die Küchentür und dann seinen Mund auf. Er bekam beides nicht mehr zu.

»Morgen, Jethro«, begann er mit seiner öligen Stimme. »Ein trauriger Morgen, tja! Ich wollte euch in eurem Schmerz auch nicht stören, aber bei der Hitze, die wir seit zwei Tagen haben …« Er zog ein Bandmaß aus der Tasche. »Ich schreib mir schon mal alles auf, damit wir gleich anfangen können. Je eher wir es hinter uns bringen, desto besser, wenn du verstehst, was ich meine …«

»Tut mir leid«, sagte Pa und stellte sich so in die Tür, daß der alte Bixbee keinen Blick ins Zimmer werfen konnte, »aber du mußt später wiederkommen.«

»Wieviel später?«

»Kann ich nicht genau sagen. Wir sind noch ein wenig unschlüssig.«

»Schön, aber wartet nicht zu lange«, meinte Bixbee. »Mir geht das Eis aus.«

Er trollte sich erst, als Pa ihm die Tür vor der Nase zuknallte. Ma kam aus dem Wohnzimmer, und Pa legte warnend den Finger auf die Lippen, aber er hätte Opa besser kennen müssen.

»Was wollte er denn?«

»Ach, bloß ‘n kleiner Freundschaftsbesuch.«

»Von Bixbee?« Opa wirkte mißtrauisch. »Der hat doch keinen einzigen Freund hier. Spielt den vornehmen Pflanzer aus dem Süden. Dabei is’ er ‘n ganz ordinärer Leichenbestatter.«

»Klar, Opa«, warf Klein-Susie ein. »Der wollte dir auch ‘n Sarg anmessen.«

»Sarg!« Opa fuhr von seinem Stuhl hoch wie unser Eber, wenn er mal an den elektrischen Weidezaun stößt. »Wozu in Dreideibelsnamen brauch ich einen Sarg

»Weil du doch tot bist!«

Das sagte sie einfach so raus. Ma und Pa wollten beide über sie herfallen, aber Opa lachte sich halb kaputt.

»Du meine Güte, Kind, wie kommst du denn auf so was?«

Pa hatte den Gürtel aus der Hose geholt und ging damit drohend auf Susie zu, aber Ma schüttelte den Kopf. Sie baute sich vor Opa auf.

»Das stimmt schon. Du bist heute nacht gestorben: Weißt du das etwa nicht mehr?«

»Mein Gedächtnis ist tadellos«, erklärte Opa. »Ich hatte einen meiner Anfälle, mehr nicht.«

Ma seufzte tief. »Diesmal war es eben kein Anfall.«

»Etwa ‘n kleiner Schlag?«

»Noch schlimmer. Dir ging’s so elend, daß Pa zu Doc Snodgrass rüberlief und ihn aus seiner Praxis klingelte. Vermasselte ihm ein sauberes Pokerblatt. Hat aber alles nichts genützt. Als die beiden ankamen, warst du schon hinüber.«

»Ich bin aber nicht hinüber. Ich bin hier.«

An dieser Stelle mischte sich Pa ein. »Nun mach mal ‘n Punkt, Opa. Wir haben dich gesehn. Wir sind Zeugen.«

»Zeugen?« Opa zerrte an den Hosenträgern, ein sicheres Zeichen dafür, daß er in Wut geriet. »Was soll der Quatsch? Habt ihr vielleicht die Absicht, vor Gericht auszufechten, ob ich lebendig oder tot bin?«

»Aber, Opa …«

»Halt die Luft an, Sonny!« Opa erhob sich. »Keiner hat ‘n Recht nicht, mich untern Rasen zu buddeln, solang’ ich dagegen bin!«

»Wohin gehst du?« fragte Ma.

»Wohin schon?« entgegnete Opa. »Auf die Vorderveranda wie jeden Morgen. Gucken, was so los ist.«

Und damit ließ er uns in der Küche sitzen.

»Der bringt einen zur Weißglut!« Ma deutete zum Herd. »All das schöne Gemüse, das ich aus dem Garten geholt hab’, um nach der Beerdigung ein Opposum-Stew zu richten! Was sollen bloß die Nachbarn denken?«

1 ... 66 67 68 69 70 71 72 73 74 ... 83
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)