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Электронная книга - «Cäsar Cascabel». Краткое содержание книги:

Dieser Roman ist den meisten Jules-VerneFreunden unbekannt, weil er in allen alten Gesamtausgaben fehlt. Der Artistenfamilie Cascabel wird nach einer Tournee durch die Vereinigten Satten das gesamte Vermögen gestohlen. Trotzdem wollen sie nach Frankreich zurückkehren und beschließen, den Weg über Alaska und das Packeis der Beringstraße zu nehmen. Unendlich viele Abenteuer müssen mit Indianern und Verbrechern bestanden werden, ehe es ein glückliches Ende gibt.
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»Allerdings, Jean,« antwortete Herr Sergius, »und sowie wir in die Belle-Roulotte zurückkehren, werden wir die Lage desselben auf der Karte zu finden suchen. Das wird uns ermöglichen, unsere eigene Position zu ermitteln.«

»Jean. es sieht so aus, als ob von diesem Berge Rauch aufstiege,« sagte Kayette.

»Also sollte er ein Vulkan sein?« versetzte Herr Sergius.

»Ja!. ja!.« fügte Jean hinzu, der das Fernrohr wieder ans Auge gesetzt hatte. »Man sieht deutlich Rauch.«

Aber schon begann der Tag zu erlöschen und trotz der Hilfe des Vergrößerungsglases entschwanden die Umrisse des Berges langsam dem Blick.

Hingegen erschien eine Stunde später, als es fast völlig dunkel geworden, ein heller Lichtschein in der Richtung, die man sich vermittelst einer in den Schnee gezogenen Linie gemerkt hatte.

Und alle drei kehrten ins Lager zurück.

»Gehen wir die Karte studieren,« sagte Herr Sergius.

Jean schlug in seinem Atlas die Karte auf, welche die jenseits der Beringstraße gelegenen nördlichen Regionen zur Anschauung brachte, und man stellte folgendes fest.

Da Herr Sergius bereits erkannt hatte, daß einerseits die Strömung, die anfangs nach Norden geflossen war, cirka fünfzig Meilen außerhalb der Meerenge nach Nordwesten abbog, und daß andererseits die Eistafel diese neue Richtung bereits seit Tagen verfolgte, mußte man nachsehen, ob sich im Nordwesten Land befände. In der That zeigte die Karte, etwa zwanzig Meilen vom Festlande entfernt, das Vorhandensein einer großen Insel an, welcher die Geographen den Namen Wrangel-Land beigelegt haben und deren Umrisse auf der Nordseite noch kaum ermittelt sind. Übrigens war es sehr wahrscheinlich, daß die Eistafel nicht daran landen, sondern daß die Strömung sie noch weiter durch den breiten Meerarm tragen werde, der die genannte Insel von der sibirischen Küste trennte.

Herr Sergius hegte keinerlei Zweifel über die Identität des Wrangel-Landes. Dasselbe wird wirklich zwischen dem Hawan- und dem Thomas-Kap von einem thätigen Vulkan beherrscht, der auf den neuesten Karten angegeben ist. Das konnte nur der von Kayette bemerkte Vulkan sein, dessen Schein bei sinkender Nacht sichtbar geworden war.

Daraufhin war es leicht, den von der Eistafel seit ihrem Austritt aus der Beringstraße verfolgten Weg zu erkennen. Die Küste links von sich liegen lassend, hatte sie das Serdtse-Kamen-Kap, die Kolioutchni-Bai, das Vorgebirge Wank-Rem, das Nordkap umschifft; dann war sie in den Long-Kanal geraten, der das Wrangel-Land vom Küstengebiete der Tschuktschenprovinz trennt.

In welche Seestriche würde die Tafel gerissen werden, wenn die Strömung sie durch den Long-Kanal getragen hätte? Unmöglich, das vorauszusehen. Was Herrn Sergius besonders beunruhigen mußte, das war, daß die Karte im Norden kein anderes Land verzeichnet. Die Eisbarriere dehnt sich über jenen ungeheuren Raum aus, dessen Mittelpunkt der Pol selber bildet.

Die einzige Rettung, auf die man noch hoffen durfte, war, daß das Meer unter der Einwirkung intensiverer Kälte in seiner ganzen Ausdehnung zufröre - was nicht mehr lange anstehen konnte, was schon vor mehreren Wochen geschehen sein sollte! Dann würde das Treibeis sich am Rande des Eisfeldes stauen, und indem sie gen Süden hinab zogen, konnten die Schiffbrüchigen das sibirische Festland zu erreichen suchen. Aber was sollten sie auf der langen Reise anfangen, wenn sie sich in Ermanglung von Zugtieren gezwungen sahen, die Belle-Roulotte im Stiche zu lassen?

Der Wind blies noch immer, wenn auch nicht ganz so heftig wie zuvor, aus Osten. In diesen abscheulichen Seestrichen rollten lange Wogen mit großem Geräusch heran und prallten von den Kanten des schwimmenden Blockes ab, um sich dann emporschlagend darüber zu ergießen, wie über das Verdeck eines beilegenden Schiffes, und solche Erschütterungen hervorzurufen, daß die Eistafel über und über schwankte und die Befürchtung wachrief, sie werde sich plötzlich spalten.

Dabei drohten große Wassermassen, bis zur Belle-Roulotte hinschlagend, alle draußen Befindlichen hinwegzuschwemmen.

Auf den Rat des Herrn Sergius hin wurden denn auch einige Vorsichtsmaßregeln getroffen. Da während der ersten Novemberwoche reichlich Schnee gefallen war, fiel es nicht schwer, nach der dem Wellenschlage am meisten ausgesetzten Seite hin eine Art Damm auf der Eistafel herzustellen. Alle gingen ans Werk, und als der gehörig gepreßte und hartgestampfte Schnee in einer Höhe und Breite von vier bis fünf Fuß aufgeschichtet worden, bildete er einen Schutzwall, über dessen Kamm höchstens der Gischt herüberspritzte.

Während der Arbeit geschah es hin und wieder, daß Xander und Napoleone einander mit Schneeballen bewarfen und auch Clou-de-Girofles Rücken nicht verschonten. Aber wiewohl die Umstände nicht gerade zur Belustigung angethan waren, schalt Herr Cascabel nicht mit allzu strenger Stimme, bis eines schönen Tages ein Ball sein Ziel verfehlte und Herrn Sergius an den Hut flog.

»Wer war so erbärmlich ungeschickt?.« rief Herr Cascabel.

»Ich, Vater!« antwortete die kleine Napoleone ganz erschrocken.

»Schäme dich!« sagte Herr Cascabel. »Herr Sergius, entschuldigen Sie das schlimme Kind.«

»Lassen Sie doch, Freund Cascabel!« antwortete Herr Sergius. »Sie soll mir einen Kuß geben und damit ist die Sache erledigt!«

Und so geschah es.

Man hatte nicht nur auf einer Seite der Eistafel einen Damm errichtet; bald war die Belle-Roulotte allenthalben von einer Art Eiswall umgeben, welcher sie noch wirksamer zu schützen vermochte, während ihre bis an die Nabe eingegrabenen Räder ihr absolute Unbeweglichkeit sicherten. Der Wall reichte zur oberen Galerie hinan, aber ein schmaler Gang war an seiner

Innenseite, rings um den Wagen, belassen worden. Das Gefährt glich einem inmitten von Eisbergen überwinternden Schiffe, dessen Rumpf durch einen Schneepanzer gegen Frost und Sturmwind geschützt ist. Wenn die Eistafel nicht zerschellte, so hatten die Schiffbrüchigen nichts mehr vom Wellenschlage zu befürchten, und so würde man vielleicht den Augenblick abwarten können, wo der arktische Winter endgültigen Besitz von diesen hyperboreischen Regionen ergriff.

Aber sobald dieser Augenblick kam, würde man nach dem Festlande aufbrechen, würde dem rollenden Hause, das seine Inwohner durch die ganze neue Welt geführt hatte, dem festen und sicheren Obdach der Familie den Rücken kehren müssen! Inmitten des Polarkreises verlassen, würde die Belle-Roulotte im Eistreiben der heißen Jahreszeit zu Grunde gehen!

Wenn Herr Cascabel, der doch sonst so philosophisch, so optimistisch veranlagt war, daran dachte, so hob er die Hände zum Himmel empor und verfluchte sein Mißgeschick; er maß sich die Schuld von all diesem Unglück bei und vergaß, daß es jenen Schurken zuzuschreiben sei, die ihn in den Schluchten der Sierra Nevada bestohlen hatten und also eigentlich für die ganze Situation verantwortlich waren!

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