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Ein todsicherer Job

Электронная книга - «Ein todsicherer Job». Краткое содержание книги:

Zum Brüllen komisch und absolut hinreißend – eine liebenswerte Komödie der besonderen Art.

Charlie Ashers Welt ist perfekt, bis seine Frau Rachel bei der Geburt ihres ersten Kindes stirbt. Über Nacht ist Charlie nicht nur Vater, sondern auch Witwer. Und darüber scheint er den Verstand zu verlieren – anders kann er sich das Wesen in Minzgrün nicht erklären, das ihm immer wieder erscheint. Dann fallen auch noch wildfremde Menschen tot vor ihm um, und es stellt sich heraus, dass Charlie von ganz oben eine neue Aufgabe zugewiesen bekommen hat: Seelen einzufangen und sicher ins Jenseits zu befördern. Ein todsicherer Job, aber trotzdem nichts für Charlie …
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»Nein! Das ist meiner!«

»Schätzchen, sag Mohammed, dass er mich reinlassen soll! Wenn wir Matty nicht waschen, darf er bestimmt nie wieder kommen.«

»Er kann in meinem Zimmer schlafen«, sagte Sophie. »Ich pass auch auf ihn auf.«

»Nein, mein Fräulein, du wirst Mohammed sagen, dass er…«

»Ich muss mal«, sagte Matthew. Er stand auf und schob sich an Alvin vorbei, der ihm folgte, kroch dann unter Mohammed hindurch und lief an Charlie und Cassandra vorbei ins Badezimmer. »Hi«, sagte er, als er an ihnen vorüberkam. Er machte die Tür hinter sich zu, und sie hörten ihn pinkeln. Alvin und Mohammed drängten durch die Tür und warteten vor dem Badezimmer.

Sophie fiel auf ihren Hintern und schob die Unterlippe vor wie ein Bullenfänger an einer Dampflokomotive. Ihre Schultern bebten bereits, bevor er sie schluchzen hörte, als sparte sie sich ihre Atemluft – dann fing sie an zu heulen. Charlie ging zu ihr und hob sie hoch.

»Ich-ich-ich-ich, er-er-er-er…«

»Ist ja gut, Süße. Ist alles gut.«

»Aber ich hab ihn lieb.«

»Das weiß ich doch, Süße. Es wird alles wieder gut. Er geht nach Hause, aber du kannst ihn trotzdem lieb haben.«

»Neeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiinnn…«

Sie vergrub ihr Gesicht in seiner Jacke, und so sehr er auch mit seiner Tochter leiden mochte, dachte er doch auch an die Vorhaltungen, die Drei Finger Wu ihm machen würde, wenn er diesen Schokoladenfleck aus seinem Jackett entfernen sollte.

»Sie lassen ihn einfach pinkeln gehen«, sagte Cassandra und starrte die Höllenhunde an. »Einfach so. Ich dachte, sie fressen ihn auf. Mich wollten sie nicht mal in seine Nähe lassen.«

»Ist schon okay«, sagte Charlie. »Du wusstest es ja nicht.«

»Wusste was nicht?«

»Die beiden lieben Käseknusperbällchen.«

»Soll das ein Scherz sein?«

»Tut mir leid. Hör zu, Cassie, könntest du Sophie und Matty sauber machen? Da steht was in meinem Kalender, um das ich mich sofort kümmern muss.«

»Klar, aber…«

»Sophie kommt schon zurecht. Oder, Süße?«

Sophie nickte traurig und wischte ihre Augen an seinem Jackett ab. »Du hast mir gefehlt, Daddy.«

»Du hast mir auch gefehlt, mein Schatz. Heute Abend bin ich wieder da.«

Er gab ihr einen Kuss, holte seinen Kalender aus dem Schlafzimmer und lief in der Wohnung herum, holte Schlüssel, Spazierstock, Hut und Herrenhandtäschchen. »Danke, Cassie. Du weißt gar nicht, wie dankbar ich dir bin.«

»Das mit deiner Mutter tut mir leid, Charlie«, sagte Cassandra, als er an ihr vorbeikam.

»Ja, danke«, erwiderte Charlie und warf einen kurzen Blick auf die Klinge seines Degens.

»Charlie, dein Leben ist völlig aus der Bahn geraten«, sagte Cassandra und wurde wieder die unerschütterliche Persönlichkeit, an die sie alle gewöhnt waren.

»Okay, und ich möchte deine schwarzen Riemchenpumps leihen«, sagte Charlie auf dem Weg zur Tür hinaus.

»Ich denke, mehr muss ich dazu nicht sagen«, rief ihm Cassie nach.

Ray hielt Charlie unten an der Treppe auf. »Hast du mal einen

Moment, Chef?«

»Eigentlich nicht, Ray. Ich bin in Eile.«

»Also, ich wollte mich entschuldigen.«

»Wofür?«

»Na ja, im Nachhinein klingt es albern, aber ich hatte dich irgendwie im Verdacht, ein Serienkiller zu sein.«

Charlie nickte, als überdachte er die ernsten Konsequenzen, die Rays Geständnis nach sich zog, während er sich in Wahrheit zu erinnern versuchte, ob noch genug Benzin im Wagen war. »Okay, Ray, ich nehme deine Entschuldigung an, und es tut mir leid, dass ich diesen Eindruck vermittelt habe.«

»Ich glaube, die vielen Jahre bei der Polizei haben mich misstrauisch gemacht, aber Inspector Rivera war hier und hat mich aufgeklärt.«

»Hat er, ja? Was hat er gesagt?«

»Er hat gesagt, du hast ein paar Sachen für ihn erledigt, warst in Gebäuden, die er ohne Durchsuchungsbefehl und so was nicht betreten durfte, wofür ihr beide reichlich Ärger kriegen würdet, falls es jemand rausfindet, was aber dazu beigetragen hat, ein paar ganz schlimme Finger hinter Schloss und Riegel zu bringen. Er hat gesagt, deshalb tust du so geheimnisvoll.«

»Ja«, sagte Charlie feierlich, »ich habe in meiner Freizeit das Verbrechen bekämpft, Ray. Tut mir leid, ich durfte es dir nicht erzählen.«

»Verstehe«, sagte Ray und wich von der Treppe zurück. »Also noch maclass="underline" Es tut mir ehrlich leid. Ich fühl mich wie ein Verräter.«

»Ist schon okay, Ray. Jetzt muss ich aber wirklich los. Du weißt schon: die Mächte des Bösen bekämpfen und so weiter.« Charlie hielt seinen Stock wie ein Schwert und stürmte in die Schlacht- so bizarr es auch erscheinen mochte.

Charlie blieben sechs Tage, um drei Seelenschiffchen abzuholen, wenn er rechtzeitig fertig werden wollte, um pünktlich zur Beisetzung seiner Mutter wieder in Arizona zu sein. Zwei der Namen hatten am selben Tag wie Madison McKerny auf seinem Kalender gestanden und waren überfällig. Der dritte Name war erst vor ein paar Tagen aufgetaucht, als er in Arizona gewesen war – dennoch in seiner Handschrift. Bisher hatte er immer geglaubt, er hätte die Namen im Schlaf geschrieben, doch das jetzt war eine gänzlich neue Wendung. Er nahm sich vor, deswegen auszuflippen, sobald er Zeit dafür hatte.

Allerdings hatte er wegen der todesnahen Sexerfahrung und der Sache mit seiner Mom noch nicht mal vorbereitende Recherchen zu den ersten beiden Namen angestellt – Esther Johnson und Irena Posokowanowich, deren Abholdatum mittlerweile überschritten war, eines sogar um drei Tage. Was wäre, wenn die Gullyhexen schon dort waren? Nachdem sie inzwischen so stark geworden waren, wagte er sich gar nicht vorzustellen, wozu sie in der Lage wären, wenn sie eine weitere Seele bekamen. Er überlegte, ob er bei Rivera anrufen sollte, damit der ihm Deckung gab, wenn er ins Haus ging, aber wie sollte er ihm erklären, was er da trieb? Der gewiefte Cop wusste, dass etwas Übernatürliches vor sich ging, und hatte Charlie geglaubt, als der ihm sein Wort gab, dass er zu den Guten gehörte (was nicht schwierig war, nachdem er gesehen hatte, wie ihm die Gullyhexe ihre zehn Zentimeter lange Klaue ins Nasenloch trieb, dann neun Schüsse aus einer .9mm in die Brust überlebte und dennoch wegflog).

Ziellos fuhr Charlie herum, nach Pacific Heights, einfach weil in dieser Richtung weniger Verkehr war. Er hielt am Straßenrand und rief die Auskunft an.

»Ich brauche Telefonnummer und Adresse einer gewissen Esther Johnson.«

»Es gibt keine Esther Johnson, Sir, aber ich habe drei E. Johnson.«

»Wären Sie so nett, mir die Adressen zu sagen?«

Sie gab ihm die beiden, die Adressen hatten. Eine Bandaufnahme bot an, die Nummer für eine zusätzliche Gebühr von fünfzig Cents zu wählen.

»Genau, und wie viel kostet es mich, hinzufahren?«, fragteCharlie die Computerstimme. Dann legte er auf und wählte E. Johnson ohne Adresse. »Hi, könnte ich bitte Esther Johnson sprechen?«, sagte Charlie gut gelaunt. »Hier gibt es keine Esther Johnson«, erwiderte eine Männerstimme. »Ich fürchte, Sie haben die falsche Nummer.«

»Warten Sie! Gab es bis vor ungefähr drei Tagen bei Ihnen eine Esther Johnson?«, fragte Charlie. »Ich habe E. Johnson im Telefonbuch gefunden.«

»Das bin ich«, sagte der Mann, »Ed Johnson.«

»Entschuldigen Sie die Störung, Mr. Johnson.« Charlie legte auf und wählte den nächsten E. Johnson.

»Hallo«, sagte eine weibliche Stimme.

»Hi, könnte ich bitte Esther Johnson sprechen?«

Tiefes Luftholen. »Wer spricht da?«

Charlie wendete eine List an, die schon dutzendmal funktioniert hatte. »Hier ist Charlie Asher von Ashers Secondhand. Wir haben einige Waren hereinbekommen, auf denen Esther Johnsons Name steht, und wir möchten sicherstellen, dass sie nicht gestohlen sind.«

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