Elfenkönigin
- Автор: Хеннен Бернхард
- Серия: Die Elfen #4
- Год: 2009
- Язык: немецкий
- Жанр: Фэнтези
Электронная книга - «Elfenkönigin». Краткое содержание книги:
Vom Thron vertrieben und von Meuchelmördern verfolgt, flüchtet Elfenkönigin Emerelle in die Wildnis des Verbrannten Landes, einer Region Albenmarks, die während der Drachenkriege verwüstet wurde und nie wieder erblühte. Dort begibt sie sich in den Jadegarten, um ein Orakel zu befragen - eine mächtige Schamanin, die der Drachenatem beschützt. Doch der Spruch der Alten ist rätselhaft. Emerelle sieht in den Worten einen Hoffnungsschimmer - sie glaubt, einen Hinweis darauf erhalten zu haben, dass nicht alle Alben ihre Welt verlassen haben. So beschließt sie, sich trotz aller Gefahren auf die Suche nach den letzten Angehörigen des alten Schöpfervolkes zu machen, um mit ihrer Hilfe den Schwertmeister Ollowain zu retten, ihre große Liebe.
Unterdessen regiert der junge Gilmarak, König der Trolle, Albenmark und versucht sich dem Einfluss der unheimlichen Schamanin Skanga zu entwinden, die die Geschicke ihres Volkes im Geheimen lenkt. Denn Gilmarak hat andere Vorstellungen von der Zukunft - er will nicht länger, dass die Trolle im eisigen Norden ausharren.
Also schmiedet er einen Bund mit den Kobolden, hortet Silber und Gold und baut eine Flotte von Steppenschiffen, um in die Welt hinaus zu ziehen und sie zu verändern. Er ahnt jedoch nicht, dass sich längst Widerstand in den Reihen seiner Neider regt und abermals Tod und Vernichtung das Herzland zu überziehen drohen.
Kadlin hielt noch immer ihren Arm ausgestreckt. Er packte ihre Hand.
Melvyn riss unwillkürlich die Krallenfäuste hoch.
Der Troll schnitt der Königin in die Handfläche. Dunkles Blut troff in den zerwühlten Schnee. Dann schnitt er sich selbst in die Hand und hob sie hoch über den Kopf, wie um sie all seinen Kriegern zu zeigen. Blut rann ihm den Arm hinab.
»Ich schließe Frieden mit dir, Menschentochter. Ich tue es gegen den Rat meiner Ältesten. Sie haben mir gesagt, dass du mich hintergehen wirst. Ich tue es, weil mich dein Mut beeindruckt hat. Du hättest deinen Arm gegeben für dein Volk. Du hast es gewagt, mir ins Gesicht zu sagen, dass du wiederkommen würdest. Davon waren auch meine Berater überzeugt. Hättest du etwas anderes gesagt, dann wärst du jetzt tot.
Vielleicht überlegst du schon jetzt, ob du mich hintergehen willst. Aber ich bin ein Mann, der seine Zukunft selbst formt. Alles ist möglich, wenn wir es wollen.« Wieder winkte er den Kriegern auf dem Hügel zu. »Ich habe entschieden, dir die Leiche deines Vaters zu überlassen. Dann hast du keinen Grund mehr, wortbrüchig zu werden. In meinem Volk ist ein Eid, den man mit seinem Blute schwört, so fest wie das Gebein der Erde. Ich kenne mein Rudel, Menschentochter. Es wird wilde Welpen geben, die über die Grenze gehen werden, um Vieh zu stehlen. Ich werde das nicht verhindern können. Und du wirst deine Rudelführer nicht daran hindern können, dass sie sich hin und wieder daran versuchen, einen Troll zu töten. Doch wir beide wollen uns versprechen, dass wir nicht mehr die Waffen gegeneinander erheben. Und dass nie mehr ein feindliches Heer das Land des anderen betritt.« Er machte eine abrupte Bewegung mit der Hand, so dass Kadlin sein Blut ins Gesicht spritzte. Dann sah er sie erwartungsvoll an.
Seine Schwester blickte fragend zu ihm, doch auch Melvyn wusste nicht, was der Troll erwartete. Er war ernüchtert, fühlte sich vorgeführt und beschämt. Klackend ließ er die Krallen aus Silberstahl in seine Armschienen zurückfahren.
Orgrim kniete vor Kadlin nieder und nahm vorsichtig ihre blutende Hand. Er berührte damit sein Gesicht. Ja, er leckte nach dem Blut!
»Nun ist es mit Blut beeidet«, sagte er so laut, dass es auch die Krieger auf dem Hügel hören konnten. »Bringt ihren Vater.« Leise fügte er hinzu: »Eine letzte Bedingung stelle ich noch. Ich will, dass man mir dein Herz bringt, wenn du eines Tages stirbst, Menschentochter.« Er drehte sich zu Melvyn um. »Du wirst das tun!«
Er war sprachlos. Ihr Herz! Er wusste, dass Trolle besonders tapfere Gegner ehrten, indem sie ihr Herz verspeisten. Sie glaubten, deren Mut in sich aufzunehmen, wenn sie es taten. Aber die Vorstellung, eines Tages das Herz seiner Schwester aus deren Leib zu schneiden ... Das war zu viel!
»Ich denke nicht...«
» ... dass dies ein Hindernis für unseren Frieden sein wird«, sagte Kadlin entschieden, und ihr Blick gebot ihm erneut zu schweigen. Sie hatte ihre letzte Kraft in diesen Blick gelegt. Nun sank sie am Felsen in sich zusammen.
»Bringt ein Fell für sie«, rief Orgrim.
»Wer sich des Wuchers mit Essbarem schuldig gemacht und seiner Herde auf diese Weise Schaden zugefügt hat, der ist einem Rudelführer auszuliefern. Der Rudelführer wird den Straftäter auf einem öffentlichen Platz vor den Augen der Geschädigten bei lebendigem Leib verspeisen.
Ein Händler, der mit falschen Gewichten auf seiner Waage betrogen hat, der ist einem Rudelführer auszuliefern. Auf einem öf entlichen Platze wird ihm das Hundertfache des Gewichtes, um das er betrogen hat, vor aller Augen aus seinem lebendigen Fleisch geschnitten.
Wer einen Viehdieb stellt, bevor jener sein eigenes Land erreicht, der darf den Dieb erschlagen und wird dafür nicht verfolgt werden.
Ein Viehdieb, der es schafft, das gestohlene Vieh auf sein eigenes Land zu treiben, gilt nicht weiterhin als Dieb und darf nicht mehr belangt werden. Wer gegen ihn die Hand erhebt, wird vom Gesetz verfolgt werden.
Ein Händler, der mehr als die Hälfte des Preises, um den er eine Ware eingekauft hat, auf den Weiterverkaufspreis aufschlägt, ist wie ein Dieb zu behandeln. Für den ersten Diebstahl wird er mit einem glühenden Eisen im Gesicht gebrandmarkt. Für den zweiten Diebstahl sol ihm eine Hand abgehackt werden. Wird er ein drittes Mal überführt, so ist sein Leben verwirkt.
Wer zum Schaden der Herde Geschäfte mit dem Geld und Gut anderer macht, der muss den Schaden mit seinem eigenen Geld und Gut begleichen. Sollte dies nicht ausreichen, so wird auch al er Besitz seiner Blutsverwandten eingezogen. Ist auch das nicht genug, dürfen der Betrüger und al seine Verwandten in die Sklaverei verkauft werden. Dies Geld wird ebenfal s an die Geschädigten weitergegeben ... «