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Gezeitensturm [Summertide - de]

Электронная книга - «Gezeitensturm [Summertide - de]». Краткое содержание книги:

Der Gezeitensturm rückt näher: die Zeit, wenn die Zwillingsplaneten Opal und Erdstoß ihrer Sonne am nächsten kommen. Unglaubliche Gezeitenkräfte wirken auf die beiden Welten ein. Diesmal soll es besonders schlimm werden, denn die Große Konjunktion der Sterne und Planeten steht bevor. Über Erdstoß wurde ein absolutes Einreiseverbot verhängt. Doch einige Leichtsinnige lassen sich davon nicht abschrecken. Manche von ihnen sind einer untergegangenen Zivilisation auf der Spur. Andere sind auf Verbrecherjagd. Die Planetenverwalter Hans Rebka und May Perry haben keine Wahl: Sie müssen selbst nach Erdstoß reisen, um die Besucher von der Welt zu schaffen. Sie begeben sich auf eine lebensgefährliche Mission, die ungeahnte Geheimnisse bereithält?
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Erforschungsgeschichte: Es ist nicht bekannt, wie oft ›Paradox‹ entdeckt wurde und anschließend jegliches Wissen darüber verloren ging. Bekannt hingegen ist, dass im Jahr 1.379 E. Ruttledge, Kaminski, Parzen und Lu-Ian zu einer Zweischiff-Expedition aufbrachen, um die Lichtbrechungsanomalie zu untersuchen, die inzwischen als ›Paradox‹ bekannt ist.

Ruttledge und Kaminski, die als Erste eintrafen, verzeichneten in ihrem Bordcomputer die Absicht, mit Hilfe ihrer Erkundungspinasse die ›Paradox‹-Sphäre zu betreten, während das Mutterschiff in sicherer Distanz bliebe. Fünf Tage später trafen Parzen und Lu-Ian ein und entdeckten das andere Schiff und die Pinasse, beide voll betriebsbereit. Ruttledge und Kaminski befanden sich an Bord der Pinasse, sie lebten zwar, waren aber dehydriert und mangelernähert. Sie waren weder in der Lage zu sprechen noch die einfachste Motorik einzusetzen, und nachfolgende Untersuchungen zeigten, dass sie über ebenso wenig Erinnerungen verfügten wie Neugeborene. Die Datenbanken und die Speicher der Pinasse waren vollständig gelöscht.

Nach einer Untersuchung der Datensätze des anderen Schiffes losten Parzen und Lu-Ian aus, wer als Nächster die ›Paradox‹-Sphäre betreten sollte. Diese Aufgabe fiel Lu-Ian zu, und er führte sie auch aus. Parzen empfing keinerlei Signale mehr von ihm, auch wenn zuvor ausgemacht worden war, im Abstand von vier Stunden solle Lu-Ian sich melden. Nach drei Tagen kehrte Lu-Ian, körperlich unversehrt, zurück. In seinen Erinnerungen befand sich keine Spur sämtlichen erlernten Wissens mehr, sein somatisches (instinktives) Wissen hingegen war vollständig unverändert.

Im Jahr 1557E. wurde ›Paradox‹ anschließend zur Sperrzone erklärt, die nur von speziell ausgebildeten Forschern betreten werden durfte.

Physisch-technische Eckdaten: ›Paradox‹ stellt ein sphärisches Objekt mit einem Durchmesser von fünfzig Kilometern dar. Die Oberfläche zeigt permanente Farbverschiebungen, wie dies von Seifenblasen bekannt ist; anscheinend werden verschiedene Wellenlängen nach reinem Zufallsprinzip reflektiert oder hindurchgelassen.

Für bestimmte Ausschnitte des Spektrums (Wellenlängen 1,2-223 Meter) ist die Sphäre opak, für andere (5,6-366 Mikrometer) vollständig transparent. Über das Erscheinungsbild des Inneren von ›Paradox‹ ist nichts bekannt.

Größe und Erscheinungsbild des Äußeren von ›Paradox‹ ist nicht invariant. Über Farb- und Größenveränderungen wurde bisher neun Mal berichtet.

Physikalische Eigenschaften: Ausgehend von einzelnen Transmissionen, scheint ›Paradox‹ über eine komplexe innere Struktur zu verfügen. Allerdings wurden bisher aus erster Hand keinerlei Beobachtungsdaten gesammelt, eine Folge der sämtliche Informationen zerstörenden Natur von ›Paradox‹. Die meisten Experten sind der Ansicht, bei ›Paradox‹ handle es sich um die vierdimensionale Extrusion eines sehr viel höher dimensionalen Objektes, vielleicht der Zwanzig/Drei/Sieben-geknotete Mannigfaltigkeit von Ikro und H’miran.

Mutmaßlicher Zweck: Unbekannt. Allerdings hat Scorpesi die Vermutung angestellt, dass ›Paradox‹ eine Art ›Reinigungsbad‹ für große Artefakte der Baumeister darstellt wie etwa Elefant (vgl. Eintrag 859), um sie wiederverwenden zu können. Dabei ist jedoch zu beachten, dass dieser Vorschlag im Widerspruch zur physischen Dimension von Elefant selbst steht (4.000x900 Kilometer), es sei denn, derartige Objekte würden mehrmals durch die Sphäre von ›Paradox‹ befördert.

— Aus Langs Universal-Katalog der Artefakte, Vierte Auflage.
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