Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Das Erbe der Phaetonen [Illustrationen: L. Rubinstein]
Das Erbe der Phaetonen [Illustrationen: L. Rubinstein] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das Erbe der Phaetonen [Illustrationen: L. Rubinstein]

Электронная книга - «Das Erbe der Phaetonen [Illustrationen: L. Rubinstein]». Краткое содержание книги:

Menschlicher Forschergeist sind keine Grenzen gesetzt. Kurz vor dem Jahre 2000 sind Mond und Mars bereits bezwungen. Die Venus dagegen, der Schwesterplanet der Erde, hütet hinter einer dichten Wolkenhülle auch vor den stärksten irdischen Teleskopen ihre Geheimnisse. Deshalb startet die „SSSR-KS 3“, ein sowjetisches Raumschiff, mit zwölf Wissenschaftlern an Bord in Richtung Venus. Die Landung gelingt, doch heftige Gewitter und sintflutartige Regen erschweren die Erkundung des Planeten. Alle bewegt die Frage: Gibt es hier vernunftbegabte Wesen? Sollen es die aufrecht gehenden schildkrötenartigen Geschöpfe sein, die dreien der Kosmonauten zum Verhängnis werden? Phantasiereich und glaubhaft gestaltet der Autor die Begegnung des Erdenmenschen mit Bewohnern einer anderen Welt und mit der ans Wunderbare grenzende Technik eines fremden Raumschiffs, das vor Jahrtausenden auf der Venus niedergegangen ist.
1 ... 45 46 47 48 49 50 51 52 53 ... 138
Перейти на страницу:

„Wo können sie sich versteckt haben?“ überlegte Balandin verständnislos. „Und warum sind sie geflüchtet? Da sie auf zwei Beinen laufen können, heißt das…“

„Woher wollen Sie wissen, daß sie gehen können?“ unterbrach ihn Saizew. „Wir haben sie stehen sehen, das stimmt, aber daraus kann man doch nicht…“

„Sie haben überhaupt keine Phantasie!“ Balandin ärgerte sich.

Saizew lachte. „Dafür haben Sie zuviel. Sogar erstaunlich viel für einen Wissenschaftler.“

„Diese Schildkröten müssen wir nach allen Regeln studieren“, sagte Melnikow. „Ich hatte auch den Eindruck, daß die eine auf das Boot sozusagen gezeigt hat.“

„Studieren! Aber wie sollen wir sie studieren, wenn sie nicht da sind?“

„Wir werden noch einmal hierher zurückkehren.“

„Wenn wir die Stelle wiederfinden“, bemerkte Balandin niedergeschlagen.

„Ich werde Sie jederzeit wieder hierherbringen. Was mir an Phantasie fehlt“ — Saizew schmunzelte —, „ersetzen die Navigationsinstrumente.“

„Nehmen Sie Kurs auf die Insel!“ warf Melnikow ein, als er merkte, daß der Professor ernstlich böse wurde. „Fürs erste genügt es. Konstantin Jewgenjewitsch ist sehr unzufrieden.“ Belopolski hatte tatsächlich schon mehrmals gefunkt, das Boot solle sich nicht länger unterwegs aufhalten. Es wurde im Raumschiff mit Ungeduld erwartet.

Saizew schaltete die Motoren auf äußerste Kraft voraus.

Nach anderthalb Stunden lief das Boot durch die Fahrrinne, die man nun schon kannte, in den Fjord ein und machte am Raumschiff fest. Belopolski, Paitschadse und Toporkow empfingen die Expedition an der Tür der Luftschleuse.

„Was ist denn mit Ihnen geschehen?“ fragte der Kommandant, als er sah, daß Melnikow und Wtorow den Kopf verbunden hatten. „Warum ist mir nicht gemeldet worden, daß die beiden verletzt sind?“

„Wir haben ja gar keine Wunden, sondern nur Schrammen“, antwortete Melnikow.

„Sofort ins Lazarett!“

„Es ist doch nichts Ernstes.“

„Das wird Stepan Arkadjewitsch entscheiden. Sinowi Serapionowitsch, ich muß mich sehr wundern! Wie konnten Sie das zulassen? Sie hatten die beiden sofort zum Schiff bringen müssen!“ Balandin wies mit dem Blick auf Melnikow und hob vielsagend die Schultern.

„Das Unterseeboot muß in den Hangar gebracht werden. Für den Fall, daß ein Gewitter aufzieht“, sagte Saizew.

„Das machen wir schon. Jetzt — ab ins Lazarett! Und dann wird geschlafen!“ Aber der Professor weigerte sich hartnäckig, seine Kajüte aufzusuchen. Er wollte vorher das Stück Holz und die Zweige untersuchen, die er von dem Stapel an den Stromschnellen mitgebracht hatte. Er wollte mit Andrejews und Korzewskis Hilfe feststellen, wann der Baum gefällt worden war und wie lange er im Fluß gelegen hatte. Die Errungenschaften der Botanik und der organischen Chemie sowie das Vorhandensein eines Elektronenmikroskops im Labor berechtigten zu der Hoffnung, daß man auf all diese Fragen eine Antwort finden würde.

„Voraussetzung ist allerdings, daß die Bäume der Venus in ihrem Bau denen der Erde verwandt sind“, sagte Balandin zu Belopolski. „Und ich glaube, daß dies der Fall ist.“

„Versprechen Sie mir, daß Sie mich wecken, sobald die Analyse fertig ist“, bat Melnikow. „Sonst bleibe ich hier und warte.“

„Geh schon, geh!“ Paitschadse drängte ihn zur Tür. „Wir wecken dich natürlich.“ Die Laboruntersuchung dauerte mehrere Stunden. Sobald sie beendet war, lud Belopolski alle in die Rote Ecke ein. Verständlicherweise ließ niemand auf sich warten.

„Das Holz, aus dem der Stamm besteht“, begann Balandin, „weist einige Besonderheiten auf, ist aber im allgemeinen dem der Bäume auf der Erde verwandt. Wir nehmen an, daß man mit großer Wahrscheinlichkeit sagen kann, der Baum ist vor über achthundert Stunden von der Wurzel getrennt worden. Der Zustand der Holzfasern an der Bruchstelle und im Innern führt zu einem derartigen Schluß.“

„Wieviel mehr Stunden als achthundert schätzen Sie?“ fragte Paitschadse.

„Stanislaw Kasimirowitsch nimmt an, es werden etwa achthundert bis achthundertfünfzig Stunden seit dem Fällen vergangen sein.“ Paitschadse wechselte einen Blick mit Belopolski.

„Warten Sie“, sagte er. „Ich werde gleich einmal rechnen.

Achthundertfünfzig. So! Das entspricht fünfunddreißig unserer Tage. Es müßte also, anders ausgedrückt, am 12. Juni geschehen sein.“

„Um Mitternacht“, sagte Belopolski.

„Wissen Sie etwa schon, wie lang ein Kalendertag auf der Venus ist?“ Balandin staunte.

„Ja. Gestern genau vierzehn Uhr einunddreißig war Mittag.“

„Wie haben Sie das ohne Sonne festgestellt?“

„Mit Hilfe von Fotografien. Arsen Georgijewitsch hat jeden Tag Infrarotaufnahmen des Himmels gemacht. Auf ihnen kann man deutlich die Stellung der Sonne erkennen und die Dauer eines Tages ablesen. Ein Venustag entspricht dreiundzwanzig Erdentagen. Auf diese Weise läßt sich ermitteln, daß der Baum ungefähr vor anderthalb Venustagen gegen Mitternacht umgebrochen worden ist.“

„Haben Sie auch feststellen können, wann er aus dem Wasser gezogen wurde?“ fragte Saizew nach längerem Schweigen.

„Das läßt sich nicht so genau bestimmen. Die Bäume, die am Ufer liegen, werden oft naß durch den Regen. Zum Glück ist das untersuchte Stück von einem Stamm geschnitten worden, der unten lag. Wir nehmen an, daß er mindestens acht, neun’Erdentage auf dem Trockenen gelegen hat.“

„Und der Fluß hat ihn einen ganzen Venustag auf seinem Rücken getragen?“

„Das leuchtet mir nicht ganz ein“, sagte Balandin. „Die Strömung fließt so schnell, daß ein Stamm nicht so lange brauchen kann, um das Wehr zu erreichen.“

„Meiner Meinung nach ist alles ziemlich klar“, erklärte Belopolski. „Boris Nikolajewitsch hat recht. Die Venusbewohner verlassen ihre Zufluchtsstätten selten und arbeiten nur nachts.

Die Bäume sind in der vorhergehenden Nacht gefällt und ins Wasser geworfen worden. Sie sind bei Tage stromabwärts getrieben und von dem eigens dazu bestimmten Wehr aufgehalten worden. In der nächsten Nacht hat man sie herausgeholt und gestapelt. Das ist vor Sonnenaufgang geschehen. Heute. Man darf annehmen, daß in der nächsten Nacht, die in fünf Erdentagen anbricht, das gestapelte Holz abtransportiert und an seiner Stelle anderes gestapelt werden wird.“

„Wenn sich alles tatsächlich so verhält“, sagte Korzewski, „dann müssen wir nachts hierherkommen, um die Venusbewohner zu sehen.“

„Das werden wir auch tun“, antwortete ihm Belopolski. „Unser Arbeitsprogramm verlangt, daß wir uns auf der Nachtseite des Planeten aufhalten. Sobald es Abend wird, fliegen wir zum Kontinent und landen in der Nähe der Stromschnellen.“

„Werden wir innerhalb von fünf Tagen eine Startbahn geschaffen haben?“ fragte Saizew. „Damit unser Raumschiff starten kann, müßten wir einen Teil der Korallenbäume an der Westküste vernichten und die Steilküste selbst erheblich abtragen.“

„Das erübrigt sich. Heute sind die ersten Anzeichen der nahenden Flut beobachtet worden. Gegen Abend wird der Wasserstand um achtzig Meter gestiegen, werden die Korallenbäume mehr als bis zur Hälfte überspült sein. Übrigens, Boris Nikolajewitsch, wird die Flut bis zu den Stromschnellen reichen?“

„Ich glaube kaum.“ Melnikow schüttelte den Kopf. „Sinowi Serapionowitsch und ich haben auf der Rückfahrt die Strömungsgeschwindigkeit und die Entfernung von der Seeküste gemessen.

Das Ergebnis beweist, daß das Wehr zweihundert Meter über dem Meeresspiegel liegt.“

„Und“ — wir werden am Flußufer landen können?“

„Auf dem südlichen Ufer bestimmt. Der Wiesen streifen zwischen Wald und Fluß genügt völlig.“

1 ... 45 46 47 48 49 50 51 52 53 ... 138
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)