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Ganz Deutschland lacht!. 50 deutsche Jahre im Spiegel ihrer Witze

Электронная книга - «Ganz Deutschland lacht!. 50 deutsche Jahre im Spiegel ihrer Witze». Краткое содержание книги:

Wann haben Sie zuletzt gelacht? Über was können wir in Deutschland überhaupt noch lachen? Und worüber wurde einmal in Deutschland gelacht? Welche Witze wurden weitergegeben und wie reagiert der deutsche Witz auf Zeitströmungen?
Fragen über Fragen - Antworten und viele Beispiele finden sich in diesem Doppelband der erfolgreichen Witzebücher >Ganz Deutschland lacht< und >Kennen Sie den ...?<.
Peter Jamin, geboren 1951, arbeitet als Schriftsteller, Journalist und Filmemacher in Düsseldorf.
Michael Lentz (1926-2001) war Professor an der Kunsthochschule für Medien in Köln.
Chris Howland, geboren 1928 in London, kam als Soldat nach Deutschland und startete seine Karriere beim BFN in Hamburg. Bekannt wurde er als Humorist, Sänger und Schauspieler. Dieter Thoma, geboren 1927, Journalist, Kabarettist und freier Schriftsteller, war lange Jahre Chefredakteur und Moderator verschiedener Sendungen beim WDR.
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Wir haben uns gefragt: Warum gibt es so viele Golfwitze, aber keine über Tennis? Nur über das Idol Boris Becker wurde gelegentlich gewitzelt, aber die Angebote kamen über die Imitation seiner Mundart kaum hinaus. Kann es sein, dass der Golfsport vor allem in angloamerikanischen Ländern trotz seiner Popularität mehr mit Angabe und Snobismus verbunden wird als andere Sportarten?

Ein Chirurg kommt in den Operationssaal, der Patient liegt schon auf dem Tisch. »Was hat der Mann?«, fragt er.

»Der hat einen Golf ball verschluckt«, erklärt der Assistenzarzt.

Der Chirurg zeigt auf einen anderen Mann, der an der Wand steht. »Und was will der hier?«

»Der wartet auf seinen Golfball.«

Jesus spielt mit Moses zusammen Golf. Am siebten Loch ist ein See zu überwinden, bevor der Ball auf das Grün fallen kann. Jesus schätzt die Entfernung ab.

»Ich würde für diesen Schlag nicht Eisen sieben nehmen«, rät Moses.

»Jack Niklas, lange Zeit Nummer eins der Weltrangliste, hat an dieser Stelle auch mit Eisen sieben geschlagen«, erwidert Jesus. Er holt aus, trifft, aber der Ball fällt in den See. »Lässt du mich einen zweiten Versuch machen?«, fragt er Moses. »Natürlich«, sagt Moses, »aber ich würde wirklich nicht Eisen sieben nehmen.«

»Jack Niklas hat auch Eisen sieben gewählt«, beharrt Jesus und schlägt auch den zweiten Ball in den See.

Danach wandelt er über das Wasser und sammelt die beiden Golfbälle wieder ein. Das beobachten andere Golfspieler. Einer ruft Moses zu: »Meint der, er wäre Jesus?«

»Schlimmer«, antwortet Moses, »er hält sich für Jack Niklas.«

Ein Ehepaar beim Golf. Während sie vor dem sechsten Grün über den Rasen gehen, fragt er: »Sag, wenn ich plötzlich tot umfiele, würdest du dann wieder heiraten?«

»Wie kommst du darauf?«, protestiert sie. »Es geht uns gut, wir spielen Golf, haben Spaß daran ...«

»Es kann doch jeden Tag passieren«, sagt der Ehemann, »du solltest mal darüber nachdenken.« »Dazu habe ich nicht die geringste Lust.« »Nun stell dich doch nicht so an!«

»Also gut«, gibt die Frau schließlich nach, »so alt bin ich ja noch nicht, und so schwer es mir auch fiele, aber vielleicht würde ich irgendwann doch wieder heiraten.«

Während sie vor dem achten Grün über den Rasen gehen, fragt er: »Würdest du mit dem neuen Mann denn auch in unser Haus ziehen?«

»Also, nun mach mal halblang«, wehrt sie ab, »was soll ich darauf schon antworten?« »Was du tun würdest.« »Ich weiß es nicht.«

»Sei doch nicht so schwerfällig«, beharrt er. »Also, wenn du mich so drängst«, sagt sie, »das Haus haben wir nach unseren Vorstellungen gebaut, das kriegt man ja beim Verkauf nie wieder zurück. Also vielleicht würde ich auch in unserem Haus bleiben.«

Vor dem zehnten Grün fragt der Mann: »Würdest du mit dem neuen Mann denn auch Golf spielen gehen?« »Also Liebling ...«, protestiert sie.

»Nun weich nicht wieder aus, das ist doch eine harmlose Frage.« »Na gut«, seufzt sie, »ich spiele gerne Golf, und falls er gerne Golf spielt, werde ich auch mit ihm auf den Golfplatz gehen.« Am elften Grün angekommen, fragt der Mann: »Würdest du meinen Nachfolger denn auch mit meinen Schlägern spielen lassen?«

»Nein«, sagt sie, »das nicht. Er ist Linkshänder!«

Ein Rabbi in Jerusalem ist ein fanatischer Golfspieler und bewohnt deshalb auch ein Haus gleich neben dem Platz. Drei Wochen hat es geregnet und gestürmt, und an Golfspielen war gar nicht zu denken. Aber eines Morgens scheint endlich die Sonne, die Wiesen dampfen und leuchten grün. Um zwölf müsste man spielen können, denkt der Rabbi. Doch dann fällt ihm ein: Es ist ja Sabbat. Kein Gedanke an Golf! Der Rabbi schaut auf die Wiesen, Jerusalem liegt wie tot, dann, um ein Uhr, hält er es nicht mehr aus. Er nimmt seine Schläger und beginnt zu spielen.

Oben im Himmel gibt es eine riesige Aufregung, alle kommen gelaufen zu Gott dem Herrn und rufen: »Gott der Gerechte, hast du gesehen? Der Rabbi, er spielt Golf am Sabbat!« »Ich weiß«, sagt Gott der Herr.

Der Rabbi geht bereits auf das dritte Loch zu, und im Himmel fragen die aufgeregten Zuschauer Gott den Herrn: »Er spielt einfach weiter, was wirst du tun? Wirst du ihn nicht strafen?« »Natürlich werde ich ihn strafen«, sagt Gott der Herr. Der Rabbi kommt an Loch 7, eines der schwierigsten auf dem Gelände, nur mit mindestens fünf Schlägen zu bewältigen. Der Rabbi schlägt ab, der Ball kommt in eine Windböe, nimmt eine elegante Kurve und rollt direkt ins Loch. Mit einem Schlag. Ein As.

Im Himmel ringen alle die Hände und rufen: »Was für ein Schlag! Hast du nicht gesagt, du willst ihn bestrafen?« Da sagt Gott der Herr: »Habe ich ihn nicht bestraft? Wem soll er's erzählen?«

Um beim Sport zu bleiben: Im Fußball wurde Deutschland 1990 in Italien erneut Weltmeister. Mit viel Glück gewann unsere Mannschaft das Endspiel gegen Argentinien. Borussia Dortmund holte 1997 die Meisterschaft der Champions-League, wurde beste Vereinsmannschaft Europas. Daran musste der Witz kratzen:

Zur Belohnung für treue Fans will der Dortmunder Verein eine Reise nach Mallorca verlosen. Die Nummer der Eintrittskarte, deren Besitzer gewonnen hat, wird durch den Stadionsprecher bekanntgegeben. Es meldet sich eine üppige Blondine mit einem schwarz-gelben Fan-Schal. Die Fans sind begeistert. »Sie müssen aber zusätzlich ein paar Fragen beantworten«, sagt der Sprecher und bittet die Gewinnerin zu sich. »Nichts Schweres«, beruhigt er sie, »sagen Sie mir nur, wo Mallorca liegt. In welchem Meer?« Die Frau hat keine Ahnung.

»Schade«, sagt der Stadionsprecher, »aber das hätten Sie eigentlich wissen müssen.«

Da rufen die Fans auf den Zuschauertribünen im Chor: »Gib ihr noch 'ne Chance!«

»Gut«, sagt der Sprecher, »dann sagen Sie mir, wie die spanische Währung heißt. Es fängt mit P an.« Die Gewinnerin weiß es nicht.

Da rufen die Fans wieder: »Gib ihr noch 'ne Chance!«

»Nun gut«, sagt der Stadionsprecher, »dann frage ich: Wie viel ist drei mal drei?«

»Neun«, antwortet die Gewinnerin nach längerem Uberlegen. Bevor der Sprecher »richtig« sagen kann, rufen die Fans erneut: »Gib ihr noch 'ne Chance!«

Ein Vereinsvorsitzender sagt nach dem Match zum Schiedsrichter: »Es war ein schönes Spiel — schade, dass Sie es nicht gesehen haben!«

Der Trainer beauftragt einen Spieler: »Du spielst morgen gegen den Meier.«

»Der tritt doch nach allem, was sich bewegt.«

Sagt der Trainer: »Dann hast du ja nichts zu befürchten.«

Zum Ende eines Scheidungsprozesses verkündet der Richter: »Die Ehe wird geschieden, das Kind der Mutter zugesprochen.« Da fängt der kleine Junge fürchterlich an zu weinen und schreit: »Ich will nicht zu meiner Mutter!«

»Warum willst du denn nicht zu deiner Mutter?«, fragt der Richter.

»Die schlägt mich immer!«

Das Gericht berät erneut und verkündet, das Kind werde dem Vater zugesprochen.

Wieder weint und schreit der Junge: »Ich will auch nicht zu meinem Vater!«

»Und warum willst du nicht zu deinem Vater?«, fragt der Richter. »Der schlägt mich auch immer!«

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