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Der Kriegsherr des Mars

Электронная книга - «Der Kriegsherr des Mars». Краткое содержание книги:

Seit sechshundertachtzig Marstagen schmachtet John Carters Prinzessin, die schöne Dejah Thoris, in einer Kerkerzelle im geheimen Sonnentempel der grausamen Hohenpriesterin Issus. Und auf sie wartet der Tod in Gestalt Thurids, des Schwarzen Prinzen der Erstgeborenen.
Unter unsäglichen Mühen kämpft sich John Carter allein, begleitet von seinem martianischen Kampfhund Wula, in die Kristallzentrale des Sonnentempels vor – durch Schlangengruben, vorbei an Radiumkanonen und den Käfigen der menschenfressenden weißen Riesenaffen.
Doch kurz vor dem Ziel scheinen alle seine Anstrengungen vergeblich: Dejah Thoris wird entführt. Thurid und der verräterische Vater der Thern verschleppen sie in das Land des Tyrannen von Okar, der an John Carter Rache nehmen und die Marsprinzessin mit Gewalt zu seinem Weibe machen will.
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Als der Schreiber geendet hatte, stand Tardos Mors auf.

»Edle und gerechte Richter!« rief er. »Ihr habt alles gehört, was von John Carter, Prinz von Helium, bekannt ist – das Gute wie das Schlechte. Wie lautet euer Urteil?«

Langsam erhob sich Tars Tarkas. Er entfaltete sich geradezu zu seiner imponierenden Höhe, bis er, eine grün-bronzene Statur, wie ein Turm über uns stand. Dann wandte er mir ein finsteres Auge zu – er, Tars Tarkas, mit dem ich zahllose Kämpfe gewonnen hatte, den ich wie einen Bruder liebte.

Ich hätte weinen mögen, wäre ich nicht so unbeschreiblich wütend gewesen, daß ich am liebsten mein Schwert gezogen und einen nach dem anderen erschlagen hätte.

»Richter«, sagte er, »hier kann es nur ein Urteil geben. Nicht länger mehr soll John Carter Prinz von Helium bleiben, sondern...« – und hier legte er eine Pause ein – »er soll der Jeddak der Jeddaks werden, der Kriegsherr von Barsoom!«

Einunddreißig Richter sprangen auf die Füße und zogen ihre Schwerter, um darzutun, daß sie dem Urteil alle ohne Ausnahme zustimmten. Ein Jubelsturm brach aus, der das ganze riesige Gebäude zu erschüttern drohte, und ich hatte wirklich Angst, das Dach könnte von diesem Geschrei vielleicht doch einstürzen.

Erst jetzt ging mir der grimmige Humor auf, der in ihrer Methode lag, mich auf so außerordentliche Weise zu ehren. Ich wußte aber, daß in dem Spaß, den sie sich mit mir gemacht hatten, nicht die kleinste Spur einer bösen Absicht war, denn erst die Richter und dann die Edlen gratulierten mir mit solcher Herzlichkeit, wie ich sie auf dem kriegerischen Mars nie für möglich gehalten hätte.

Dann marschierten fünfzig der mächtigsten Edlen des größten Königshofes auf dem Mars den breiten Mittelgang entlang, den Gang der Hoffnung. Auf ihren Schultern trugen sie einen prächtigen Wagen, und als die Leute sahen, wer in diesem Wagen saß, donnerte neuer Jubel durch das riesige Gebäude, denn es war Dejah Thoris, meine und des ganzen Volkes geliebte Prinzessin von Helium. Zum Thron der Gerechtigkeit wurde sie getragen, und dort half ihr Tardos Mors aus dem Wagen, um sie an meine Seite zu führen.

»Die schönste Frau unserer Welt möge die Ehre ihres Gatten teilen«, sagte er.

Vor allen Menschen zog ich meine geliebte Frau an mich und küßte sie auf die Lippen.

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