Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Остросюжетные любовные романы » Spiel des Schicksals (Hounds and Jackals)
Spiel des Schicksals (Hounds and Jackals) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Spiel des Schicksals (Hounds and Jackals)

Электронная книга - «Spiel des Schicksals (Hounds and Jackals)». Краткое содержание книги:

Während einer komplizierten Operation erhält Lydia Harris, eine hochqualifizierte OP-Schwester in einem Krankenhaus im kalifornischen Malibu, einen mysteriösen Anruf von ihrer Schwester Adele, von der sie seit Jahren nichts gehört hat. Adele bittet sie ebenso dringlich wie verworren, sofort zu ihr nach Rom zu kommen.
Wenig später trifft ein Päckchen von Adele ein. Es enthält eine Figur aus Elfenbein mit einem kunstvoll geschnitzten Schakalskopf. Lydia zieht den mit ihr befreundeten Chirurgen Dr. Kellerman zu Rate, der sich privat als Kunstsammler betätigt. Dr. Kellerman findet schnell heraus, daß es sich bei dem Schakal um eine Figur aus einem uralten ägyptischen Brettspiel handeln und daß diese Figur äußerst wertvoll sein muß. Lydia macht sich indessen große Sorgen um ihre Schwester. Gegen den Rat von Dr. Kellerman fliegt Lydia kurzentschlossen nach Rom. Aber das ist erst der Anfang einer gefährlichen Odyssee, die Lydia schließlich bis in das ägyptische Tal der Könige führt.
Barbara Wood, 1947 in England geboren, wuchs in Kalifornien auf. Sie arbeitete nach ihrem Studium zehn Jahre als OP-Schwester in einer neurochirurgischen Klinik, bevor sie ihr Hobby zum Beruf machte und Schriftstellerin wurde. Inzwischen hat sie mehrere sehr erfolgreiche Romane geschrieben. Barbara Wood bereist alle Länder, in denen ihre Romane spielen, um die geschichtlichen und sonstigen Details zu recherchieren. Sie lebt in Kalifornien.
1 ... 38 39 40 41 42 43 44 45 46 ... 65
Перейти на страницу:

Raschids Lächeln veränderte sich zu einem verwirrten Gesichtsausdruck. »Verlobte?«

»Ja. So etwas wie Ihre Freundin, verstehen Sie? Ihre Braut. Oder wie immer man es auf englisch noch bezeichnen kann. Asmahan!«

»Ja, ich kenne das Wort, Miss Harris. Aber Asmahan ist nicht meine Verlobte.«

»Nicht?«

»Nein«, erwiderte er lachend, »sie ist meine Schwester!«

Kapitel 11.

Ich lag wie eine Mumie in meinem Bett und starrte an die dunkle Decke hinauf, als ob sie der Nachthimmel wäre und ich in den Sternen lesen könnte. In meiner Phantasie stellte ich mir vor, ich hätte dort schon jahrhundertelang in Erwartung meiner Auferstehung gelegen. Aber in Wirklichkeit wartete ich nur auf die Morgendämmerung. In der Stille der Nacht und in der Einsamkeit des Dunkels war mein Geist hellwach, und ich wurde von tausend Gedanken geplagt. Immer wieder tauchten dieselben Gesichter vor mir auf: Arnold Rossiter, Achmed Raschid, John Treadwell, Asmahan, Dr. Kellerman. Sie alle brachten mich um den Schlaf. Und obgleich ich versuchte, sie zu verdrängen und Ruhe vor ihnen zu finden, durchlebte ich jetzt zum hundertsten Mal die Ereignisse des gerade vergangenen Tages. Und als ich zum Ende kam, zu Achmed Raschids Worten »sie ist meine Schwester«, da spürte ich wieder diese seltsame Reaktion in meinem Innern: wie mein Herz einen Schlag auszusetzen schien, dieses eigenartige, jähe Glücksgefühl. Tatsächlich war es dieser letzte Augenblick des Tages - nicht die Verwirrung in der Telefonzentrale oder meine Panik im Muski-Viertel und auch nicht meine Auseinandersetzung mit Rossiter -, der sich in meiner Erinnerung am häufigsten vordrängte und mich von einem friedvollen Schlaf abhielt. Warum hatte ich mich durch seine Worte eigentlich so beeindrucken lassen? Ein Gefühl der Erleichterung und Freude war in mir hochgekommen, und es hatte sich so unerwartet, so reflexartig eingestellt, daß es mich überraschte. Es hatte mich etwas verblüfft, mich selbst bei einer solchen Reaktion zu ertappen. Eigentlich wunderte es mich, daß ich überhaupt reagierte. Was sollte mir daran gelegen sein, ob Asmahan nun seine Verlobte oder seine Schwester war? Und warum, fragte ich mich nun, als der junge Tag langsam durch die Fensterritzen drang, warum dachte ich eigentlich darüber nach? Ich sah den Mann vor mir, der sich für meinen Beschützer hielt. Daß er ganz anders war als irgendein Mann, den ich bisher gekannt hatte, lag klar auf der Hand. Aber da war noch etwas anderes. Es entsprach nicht meiner Gewohnheit, mich von etwas Fremdartigem oder Ungewöhnlichem so leicht faszinieren zu lassen. Eigentlich neigte ich eher dazu, solchen Dingen zurückhaltend und mißtrauisch zu begegnen. Nein, es gab da eine Eigenschaft an dem Mann, der im Zimmer nebenan schlief, die mir gefiel. Und am Ende mußte ich mir eingestehen, daß ich mich zu ihm hingezogen fühlte.

Die Stunde vor Tagesanbruch eignet sich am besten zum Nachdenken, denn es ist die kühlste, beschaulichste und ruhigste Tageszeit. Ich lag bequem und gemütlich da und blickte auf einen Tag zurück, den überstanden zu haben ich dankbar war. Vor mir lag ein Tag, der neue Hoffnungen und Möglichkeiten bergen konnte. Es war eine volle Woche her, daß Adele mich aus Rom angerufen hatte, daß ich beschlossen hatte, zu ihr zu fahren, bloß eine Woche, und es kam mir vor wie eine Ewigkeit. So viel war mir in dieser kurzen Zeit passiert, und ich wußte, daß noch eine Menge auf mich zukommen würde. Irgendwie ahnte ich, daß diese Odyssee nicht so schnell und auch nicht hier enden würde. Es war eher wahrscheinlich, so überlegte ich in dem fahlen Morgenlicht, daß es noch einige Überraschungen geben würde.

Wieder dachte ich an Achmed Raschid. Und ich dachte an Dr. Kellerman. Und ich dachte an den Wandel, der sich mit mir vollzog.

Ich wartete, bis ich das Geräusch der sich schließenden Wohnungstür vernahm, bevor ich beschloß aufzustehen. Das erste, was ich tat, war, die Wohnungstür zu verriegeln. Danach stellte ich mich lange unter die Dusche, durchstöberte die Küche nach etwas Eßbarem, kochte mir selbst Tee (allmählich entwickelte ich ein Bedürfnis danach) und machte es mir dann gemütlich, um auf Asmahan zu warten. Doch ich wartete vergebens, denn Asmahan kam nicht. Ich konnte ihr keinen Vorwurf daraus machen, daß sie nicht kam, und nahm es auch Achmed nicht übel, falls er sie von mir fernhielt. Dieses Spiel wurde immer gefährlicher, und sie war beinahe mit hineingezogen worden. Niemand wußte, wie lange das noch so weitergehen sollte, und es war wirklich nicht nötig, noch eine weitere Person darin zu verwickeln. Der Tag schleppte sich endlos dahin. Gelegentlich, wenn ich auf der Treppe Schritte hörte, erwartete ich hoffnungsvoll, daß Achmed Raschid heimkäme. Aber jedesmal verschwanden die Schritte in einem anderen Eingang. Dreimal hörte ich den Ruf des Muezzins und fragte mich, ob Achmed, wo immer er sich gerade aufhielt, seine Tätigkeit unterbrach, um niederzuknien und gen Mekka zu beten. Ich versuchte sogar, einen Brief an Dr. Kellerman zu schreiben. Ich konnte mir gut vorstellen, daß er ihn erhielt, bevor es mir irgendwann gelang, eine Telefonverbindung herzustellen, aber dann. Was konnte ich ihm schon berichten? Lieber Dr. Kellerman: Sie werden es nicht glauben, aber im Augenblick wohne ich bei einem ägyptischen Geheimagenten, der mich vor einem Mörder versteckt hält, und die Kairoer Polizei war vorgestern hinter mir her, weil sie dachte, ich hätte einen Bekannten getötet, mit dem ich von Rom hierher gereist war. Erinnern Sie sich an den Schakal, den ich Ihnen gezeigt habe? Es scheint, daß sehr viele Leute darauf erpicht sind, ihn mir abzujagen. Dieser Geheimagent, sein Name ist Achmed Raschid, meint, ich könnte seinetwegen umgebracht werden. Das versucht er jedoch zu verhindern, weil ich ihm aus irgendeinem Grund, den er mir nicht verraten will, behilflich sein soll, meine Schwester zu finden. Ich verlebe eine schöne Zeit und Wünschte, Sie wären hier. Diesen Brief habe ich nie geschrieben. Vielleicht, so hoffte ich, würde ich bald in der Lage sein, Dr. Kellerman persönlich darüber zu berichten.

Als Achmed Raschid endlich nach Hause kam, war ich froh, ihn zu sehen. Die Nervenprobe im Muski hatte mich ängstlich und unruhig gemacht, so daß ich mich den ganzen Tag nicht aus meiner Anspannung hatte lösen können. Ich war viel auf und ab gelaufen, hatte ein paarmal durch die Fensterläden gespäht und mich mit zahllosen Plänen beschäftigt, die ich für mich selbst ins Auge fassen mußte. An erster Stelle stand die Frage: Wie lange kann das so weitergehen? Ich versteckte mich nun schon den dritten Tag in der Wohnung Raschids, und es war keine Änderung der Lage absehbar. Wie sollte ich Adele je finden, wenn ich so untätig und nutzlos herumsaß? Und immer wieder ertappte ich mich bei der Überlegung, was dieser Achmed Raschid in der Angelegenheit eigentlich unternahm. Statt des gewohnten Anzugs trug er diesmal ein Sweatshirt und Jeans, was ihm ein lässiges, fast amerikanisches Aussehen verlieh. Er begrüßte mich herzlich, lächelte ungezwungen und schien in keiner Weise bekümmert zu sein. Sofort setzte er heißes Wasser für Tee auf.

»Haben Sie etwas Neues in Erfahrung bringen können, Mr. Raschid?«

»Ihre Schwester ist noch nicht ins Shepheard’s Hotel zurückgekehrt.«

Das überraschte mich nicht, und ich hatte daran auch gar nicht gedacht. »Sonst nichts?«

Er zuckte lässig die Schultern, und endlich war er mit der Zubereitung des Tees fertig. »Miss Harris, bitte setzen Sie sich. Zuerst werden wir Tee trinken. Danach muß ich Ihnen etwas berichten.« Da ich nicht damit vertraut war, den Klang seiner Stimme zu deuten, vermochte ich nicht zu sagen, ob damit die Ankündigung von etwas Ernstem gemeint war, oder ob er nur höflich war. Doch ich erkannte, daß ich mich nach ihm richten mußte, und so ging ich zurück ins Wohnzimmer und wartete geduldig, bis er sich mit dem Tee zu mir gesellte.

1 ... 38 39 40 41 42 43 44 45 46 ... 65
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)