Der Zauber des Dunkels. Die Jäger der Wüste
- Автор: Daniell Tina
- Серия: Der Bund der Drachenlanze #6
- Год: 1996
- Язык: немецкий
- Переводчик: Imke Brodersen
- Жанр: Фэнтези
Электронная книга - «Der Zauber des Dunkels. Die Jäger der Wüste». Краткое содержание книги:
Ohne einen besonderen Plan stürmten Flint, Kirsig, Yuril und ich auf das Tier ein und stachen zu. Wir landeten nur ein paar harmlose Treffer. Andere Seeleute schlossen sich uns an. Die Riesenschnecke drehte und wand sich und warf dabei mehrere Seeleute zu Boden und bedeckte einen mit ihrem ätzenden Speichel. Wir konnten sie eigentlich nur beschäftigen und uns Mühe geben, außerhalb ihrer Reichweite zu bleiben.
Ich sah, daß Raistlin am anderen Ende des Schiffs an etwas arbeitete. Er drehte sich um und rief nach Flint.
Der Zwerg eilte zu ihm hin: Gemeinsam bückten sie sich und begannen, etwas zu uns und zu der Riesenschnecke zu zerren. Als noch zwei Matrosen hinliefen, verließ Raistlin Flint und rannte zum Ruder, wo Kapitän Nugeter damit beschäftigt war, das schief liegende Schiff unter Kontrolle zu behalten.
Raistlin beriet sich kurz mit Nugeter, welcher dem jungen Zauberer zunickte.
Jetzt konnte ich sehen, daß Flint und die Seeleute den Anker auf uns zu schleppten. Kirsig, Yuril und ich liefen hin, um ihnen beim Hochheben zu helfen. Dann warfen wir ihn auf ein Zeichen von Flint zum Kopf der Riesenschnecke.
Wie Raistlin gehofft hatte, machte der Nacktkiemer – der nicht für seine Intelligenz bekannt ist – den Mund weit auf für das, was wir in seine Richtung stießen. Im letzten Moment ließen wir los und eilten in Sicherheit.
Ein fast überraschter Ausdruck glitt über das rudimentäre Gesicht der Schnecke, als Kapitän Nugeter das Ruder scharf herumwarf und von ihr fortsteuerte. Durch die plötzliche Bewegung rutschte sie vom Deck zurück in die See. Flints Anker zog sie rasch in die Tiefe, bis wir nichts anderes mehr von ihr sahen als die Luftblasen, die an die Oberfläche blubberten.
Nach dem Angriff mußte die Castor dringend repariert werden. Drei Matrosen waren tot, woran uns nur die Blutflecken auf dem Deck erinnerten, und Flint mußte sich an die Arbeit machen, einen weiteren Anker aus Metallresten herzustellen.
Kapitän Nugeter sagt, wir sind nur noch einen halben Tag von der Küste von Karthay entfernt, selbst bei dem langsamen Tempo, das wir jetzt vorlegen müssen. Die Castor ist ein halbes Wrack. Nur pausenloses Rudern hält uns über Wasser, was für die Mannschaft, die nach all den Ereignissen halbiert ist, sehr anstrengend ist. Flint, Raistlin, Kirsig und ich helfen aus.
Obwohl die Reise über das Blutmeer an Geschwindigkeit jede Hoffnung erfüllt hat, sagt der Kapitän, daß er nicht sicher ist, ob der Preis den Schaden an seinem Schiff und die Verluste seiner Mannschaft ausgleicht.
»Ich werde nicht versuchen, in Karthay zu landen«, hat Kapitän Nugeter erklärt. »Ich gehe kein weiteres Risiko ein. Ich gebe euch ein kleines Boot, in dem ihr an Land rudern könnt. Damit könnt ihr euch noch glücklich schätzen.«
Trotz Kirsigs besten Überredungskünsten weigert sich Kapitän Nugeter, von dieser Haltung abzurücken.
Raistlin hat ihm den doppelten Preis gezahlt und ihn nicht wegen der Landung bedrängt. Der Kapitän hat seinen Teil der Abmachung mehr als erfüllt, meint Raistlin, und hat sich bei ihm bedankt.
Kirsig hat die Absicht geäußert, uns zu begleiten. Flint hat versucht, es ihr auszureden – vergeblich. Sie besteht darauf, daß sie ihren »hübschen Zwerg« nicht verlassen will.
Überraschender ist, daß Yuril verkündete, daß sie auch Lust hatte, sich uns anzuschließen. Kapitän Nugeter stritt heftig mit ihr, jedoch erfolglos. Yuril sagt, sie verdankt uns ihr Leben – mindestens zweimal –, und sie will uns helfen, unsere Aufgabe zu erfüllen. Der Kapitän wirkte ebenso traurig wie wütend über diese Entscheidung. Nicht zum ersten Mal kam es mir so vor, als ob diese beiden füreinander einmal mehr als Kapitän und Steuermann waren.
Drei Matrosinnen, die alle mehr Yuril als Kapitän Nugeter ergeben waren, sagten, auch sie würden mitkommen.
Damit sind wir acht, und der wütende Nugeter mußte uns zwei kleine Boote zusagen.