Jenseits des dunklen Portals
- Автор: Голдэн Кристи, Розенберг Аарон
- Год: 2008
- Язык: немецкий
- Переводчик: Mick Schnelle
- Жанр: Фэнтези
Электронная книга - «Jenseits des dunklen Portals». Краткое содержание книги:
Er atmete scharf ein, als er ein paar kleine Hände spürte, die sich um seine Hüfte legten. Und eine schlanke Gestalt presste sich gegen seinen Rücken. Turalyon bewegte sich nicht. Dann nahm er ganz langsam ihre kalten Hände in seine, führte sie sanft nach oben und drückte sie an sein Herz. Es raste. Er zitterte, als ihre kühlen Lippen einen sanften Kuss auf seine Schulter hauchten, und er schloss die Augen.
Wie lange hatte er sich das gewünscht? Davon geträumt? Er hatte schon früh erkannt, dass er sich Hals über Kopf in Alleria verliebt hatte. Aber bis gerade eben hatte er nie damit gerechnet, dass diese Liebe erwidert werden könnte. Während der letzten Wochen schien es, dass sie seine Gesellschaft gesucht hatte. Sie hatte es arrangiert, dass sie sich oft berührten, allerdings immer in einer neckischen Art. Und jetzt...
„Mir ist k-kalt“, flüsterte sie, ihre Stimme klang belegt. „So kalt.“
Unfähig, es noch länger zu ertragen, wandte sich Turalyon in ihren Armen um, legte seine Hände um ihren nackten Hals und war erstaunt, wie sanft ihre bleiche Haut unter seinen vernarbten Händen war. Das schwache Licht des Feuers fing das Leuchten von drei Edelsteinen ein, die an einer Kette um ihren schwanengleichen Hals hingen, und ließ ihre Haut warm und golden erscheinen. Sein Blick verschwamm, als sie ihm ihr Gesicht zuwandte, und er hielt die Tränen aus einem so tiefen Gefühl zurück, dass es seine Seele erschütterte.
„Alleria“, flüsterte er in ihre langen, spitzen Ohren. Plötzlich nahm er sie fester in die Arme, hielt sie eng an sich gepresst. „Lass mich dich wärmen“, sagte er unbeholfen. „Lass mich alles von dir wegnehmen, was dir wehtun kann, was dich verängstigt. Ich kann es nicht ertragen, wenn du leidest.“
Er würde nicht mehr tun, nicht nach mehr verlangen. Er hatte Angst, dass sie sich jede Minute eines Besseren besinnen würde und ihm sagte, dass sie nur mit ihm gespielt hatte – und sich zurückzog, um mit ihm über Taktiken oder Strategien zu sprechen.
Turalyon würde es zulassen, wenn es das war, was sie wollte. Wenn sie das brauchte, damit das Licht und das Leben wieder in ihren Augen leuchteten. Um diese schreckliche Stille loszuwerden.
Sie entzog sich ihm nicht. Stattdessen berührte sie sein Gesicht.
„Turalyon“, flüsterte sie und dann in ihrer Heimatsprache: „Wendel’o eranu.“
Er behielt ihr Gesicht in seiner Hand, spürte die zarten Knochen ihrer Wangen. Er erkannte, dass sie trotz all ihres Könnens, der Energie und des Feuers, das sie in sich trug, doch verletzlich war. Sie hatte ihm nie zuvor ihre Zerbrechlichkeit gezeigt. Wasser lief ihre Wangen hinab, und ganz kurz glaubte er, dass sie weinen würde. Einen Moment später sah er aber, dass es nur Regentropfen aus ihrem nassen Haar waren.
Langsam, zögernd beugte er sich vor, um sie zu küssen. Sie reagierte sofort, leidenschaftlich, legte ihre Arme um seinen Hals. Turalyon fühlte sich benommen, als er sich zurückzog und sie flüsterte: „Kalt, so kalt...“
Er nahm sie in die Arme, erstaunt, wie leicht sie war, setzte sie auf das Feldbett und zog die Felle über sie beide.
Und dann wärmten sie einander.