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Thrall: Drachendämmerung

Электронная книга - «Thrall: Drachendämmerung». Краткое содержание книги:

In den Trümmern lauert das Böse. Das Weltenbeben hat das Antlitz Azeroths für immer verändert. Städte wurden überflutet, ein alter Feind ist erwacht und mit den Worgen und Goblins tauchten zwei neue Völker auf der Bildfläche des World of Warcraft-Universums auf. Der ehemalige Kriegshäuptling der Orcs, Thrall, versucht in diesen Zeiten des Umbruchs zu retten was zu retten ist. Als Azeroth noch jung war, wiesen die erhabenen Titanen die fünf großen Drachenschwärme an, die aufblühende Welt zu beschützen. Die Anführer der Schwärme wurden dazu mit einem Teil der gewaltigen Macht der Titanen ausgestattet. Gemeinsam verpflichteten sich diese majestätischen Drachenaspekte dazu, jegliche Bedrohung von der neugeborenen Welt abzuwenden, jener Welt, bekannt als: World of Warcraft.
Vor über zehntausend Jahren erschütterte der Verrat des wahnsinnigen schwarzen Drachenaspekts Todesschwinge die Stärke und Einheit der Drachenschwärme. Sein jüngster Angriff auf Azeroth – das Weltenbeben – hat die Welt ins Chaos gestürzt. Am Mahlstrom – dem Zentrum der Instabilität – setzen der frühere Kriegshäuptling Thrall und andere fähige Schamanen alles daran, Azeroth vor dem wütenden Ansturm Todesschwinges zu bewahren. Doch auch in Thrall tobt eine Schlacht, die ihn daran hindert, seine normalerweise unvergleichlichen Fähigkeiten als Schamane des Irdenen Rings zu nutzen. Unfähig, sich auf seine Pflichten zu konzentrieren, übernimmt Thrall einen scheinbar belanglosen Auftrag vom mysteriösen grünen Drachenaspekt Ysera. Doch dieser Auftrag erweist sich schnell als eine gefahrenvolle Reise durch Azeroth und über die Grenzen der Zeit hinaus, die Thrall in Kontakt mit den alten Drachenschwärmen bringt. Zerrissen durch Konflikte und Misstrauen wurden diese Drachen zur leichten Beute einer furchtbaren neuen Waffe, die von den Schergen Todesschwinges entfesselt wurde. Ein lebender Albtraum, der die geflügelten Wächter Azeroths auslöschen soll. Eine noch viel größere Gefahr geht allerdings von einer möglichen Zukunft aus, deren Zeuge Ysera in einer Vision wurde: die Stunde des Zwielichts. Bevor diese apokalyptische Weissagung zu bitterer Wahrheit werden kann, muss Thrall seine eigenen Zweifel besiegen und seine Bestimmung erkennen. Nur dann kann er den Drachenschwärmen Azeroths bei ihrer größten Prüfung beistehen. Diese wird in die Annalen Azeroths eingehen als: Drachendämmerung
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„Wir grüßen unsere bronzene Schwester“, sagte einer von ihnen, während sie in einem offensichtlich lässigen, nichtsdestotrotz einschüchternden Kreis um Tick herumflogen. „Doch der Nexus ist kein Zeitweg, den du erforschen sollst. Warum bist du zu unserem Heiligtum gekommen? Niemand hat dich eingeladen.“

„Ich bin nicht hergekommen, sondern der Orc, den ich trage“, erklärte Tick. „Und ich habe ihn auch nicht hierher geschickt. Er wurde ursprünglich von Ysera, der Erwachten, ausgesandt – und dann von Nozdormu, dem Zeitlosen. Er heißt Thrall.“

Die blauen Drachen tauschten Blicke. „Ein kurzlebiges Wesen, das auch uns bekannt ist“, sagte einer.

„Thrall“, sagte ein anderer, als versuche er sich zu erinnern. „Der Kriegshäuptling der Horde.“

„Nicht mehr“, ergriff Thrall das Wort. „Ich bin jetzt ein Schamane, der mit dem Irdenen Ring zusammenarbeitet. Wir wollen diese von Todesschwinge verwundete Welt heilen.“

Kurz fragte er sich, ob er das hätte sagen sollen. Die Augen der blauen Drachen blitzten augenblicklich wütend und einer von ihnen flog los und drehte mehrere Schleifen, bevor er zurückkehrte. Ganz offensichtlich hatte er sich erst beruhigen müssen.

„Dieser Verräter wollte unseren ganzen Schwarm vernichten“, knurrte einer von ihnen. Seine Stimme war kalt wie das Eis, dem er so ähnlich war. „Wir werden die anderen von Eurem Eintreffen unterrichten. Wartet hier, bis wir Euch bitten, näher zu treten oder zu gehen.“

Die blauen Drachen tauchten ab, wurden zu blauen Silhouetten vor dem dunkelblau und lavendelfarbenen Himmel.

Zu Thralls Überraschung landeten sie nicht auf einer der schwebenden Ebenen des Nexus, sondern flogen stattdessen zum Eis und Schnee unter ihnen.

Kalecgos seufzte. Es geht wieder los, dachte er und blickte zur eisigen Decke, die sich über der tief liegenden Versammlungshalle wölbte.

Der blaue Drachenschwarm hatte viel geredet und es kamen weitere Drachen zum Nexus und erhöhten stetig die zuvor magere Anzahl. Doch er fühlte nicht, dass sie einer Entscheidung näher gekommen wären.

Die meisten waren der Meinung, dass die Konjunktion der beiden Monde günstig war. Einer oder zwei hatten alte Zauber ausgegraben, die sie ausprobieren wollten, doch bei weiterer Untersuchung hatten diese sich als unzureichend erwiesen. Es schien, als reiche es den blauen Drachen, jemanden aus ihrer Mitte zu „erwählen“. Und auch wenn das sicherlich ein bewegender astronomischer Moment war, lag doch kein echtes Gefühl darin. Kein Sinn, der zeigte, dass sie das einzig Richtige taten.

Arygos pochte immer noch auf seine Abstammung. Er war schließlich der Sohn des Malygos und allein schon deshalb die beste Wahl. Kalec hatte das bereits einmal gehört und war zu niedergeschlagen, um ihn zu unterbrechen. Er blickte auf, als zwei weitere blaue Drachen eintrafen, und runzelte die Stirn. Sein Interesse war geweckt.

Das waren keine Neuankömmlinge, sondern zwei der Beschützer des Nexus. Sie landeten neben Arygos, unterbrachen den Drachen in seiner Ansprache und redeten leise mit ihm.

Arygos sah wütend drein. „Unter keinen Umständen!“, sagte er barsch.

„Narygos“, rief Kalec, „was ist los?“

„Halte dich da raus“, sagte Arygos schnell. An Narygos gewandt befahl er schroff: „Tötet ihn.“

„Wen töten?“, wollte Kalec wissen, ignorierte die an ihn gerichtete Warnung und eilte zu Arygos und den anderen beiden Drachen. „Narygos, was ist geschehen?“

Narygos sah von Arygos zu Kalec und sagte dann: „Da ist ein Fremder, der mit uns reden will. Er gehört zu den niederen Völkern. Ein Orc, einst Kriegshäuptling der Horde: Thrall. Er und der Bronzedrache, der ihn trägt, behaupten, dass Ysera und Nozdormu sie zu uns geschickt haben.“

Kalecs Ohren richteten sich auf. „Nozdormu? Ist er wieder zurück?“

„Anscheinend“, erwiderte Narygos.

Kalec warf Arygos einen ungläubigen Blick zu. „Ihr wollt ihn töten?“, fragte Kalecgos laut. „Einen Orc, den zwei Aspekte geschickt haben? Der freiwillig von einem Drachen getragen wird?“

Sie zogen allmählich die Aufmerksamkeit der anderen auf sich und Arygos runzelte die Stirn. „Nun gut, tut ihm nichts“, sagte er. „Doch ein Mitglied der niederen Völker hat keinen Grund, hier zu sein. Ich werde ihn nicht empfangen.“

Wütend wandte sich Kalec an Narygos. Ich empfange den Orc“, sagte er. „Bringt ihn her.“

„Mir wäre es egal, auch wenn die Titanen selbst ihn herbrächten. Ich werde keinen Kurzlebigen an unserem privaten Rückzugsort empfangen!“ Arygos war außer sich vor Wut. Er lief auf und ab, sein großer Schwanz zuckte, seine Flügel falteten sich auseinander und wieder zusammen. Andere hatten den Streit zwischen den beiden mitgehört und begannen das Wort zu ergreifen.

„Aber... Ysera und Nozdormu!“, protestierte nun auch Narygos. „Das ist alles andere als ein gewöhnliches Ereignis. Ysera hat viel in ihren Träumen gesehen und Nozdormu den Zeitlosen konnte sein Schwarm allein nicht finden. Es könnte sicher nicht schaden, den Orc anzuhören.“

„Die niederen Völker, wie sie von einigen genannt werden, haben sich beizeiten als überraschend erwiesen. An ihnen ist mehr, als wir ihnen zutrauen. Die Tatsache, dass zwei Aspekte den Orc zu uns geschickt haben, sagt mir alles, was ich wissen muss“, bekräftigte Kalec. „Ich sage, wir lassen ihn zu uns kommen und finden heraus, was er uns zu sagen hat.“

„Du würdest das“, zischte Arygos. „Du spielst gern im Schlamm mit den niederen Völkern. Das habe ich nie verstanden, Kalecgos.“

Kalec musterte Arygos traurig. „Und ich habe nie verstanden, warum du niemals Hilfe oder Informationen angenommen hast, wenn sie von außerhalb unseres Schwarms kamen“, antwortete er. „Warum verachtest du sie so? Es waren die kurzlebigen Völker, die dich aus deiner tausendjährigen Gefangenschaft in Ahn’Qiraj befreit haben! Ich hätte gedacht, du wärst dankbar dafür.“

Bevor Arygos zu einer zweifelsfrei wütenden und empörten Antwort ansetzen konnte, keckerte ein älterer Drache namens Teralygos: „Die Aufgaben unseres Schwarms kennt niemand besser als wir selbst!“

„Das stimmt! Wir müssen uns um unsere eigenen Angelegenheiten kümmern, oder hast du das etwa vergessen, Kalecgos?“, legte Arygos nach. „Die Zeremonie, um einen neuen Aspekt zu erwählen, findet bereits in ein paar Tagen statt. Sie sollten wir vorbereiten und uns nicht vom Plappern eines Orcs ablenken lassen!“

„Tötet ihn und wir sind ihn los“, murmelte Teralygos.

Kalec drehte sich um. „Nein. Wir sind doch keine Schlächter. Und wie wollt Ihr Ysera und Nozdormu ins Gesicht sehen und ihnen beibringen, dass Ihr den Orc umgebracht habt, den sie extra zu uns geschickt haben? Ich will das nicht. Ganz egal, wie verwirrt die erwachte Ysera auch noch sein mag.“

Es entstand etwas Gemurmel unter den Drachen und Kalec sah einige Köpfe nicken.

„Lasst den Orc vor uns treten und seine Gründe nennen, warum er hier ist“, fuhr Kalec fort. „Wenn uns nicht gefällt, was er zu sagen hat, können wir ihn immer noch wegschicken. Aber zumindest sollten wir ihn anhören.“

Arygos starrte finster vor sich hin, doch auch er musste zugeben, dass er Kalecgos im Moment kaum widersprechen konnte. „Ysera und Nozdormu haben anscheinend mehr Einfluss auf den blauen Drachenschwarm als wir selbst“, äußerte er matt.

„Du bist noch nicht unser Aspekt, Arygos“, entgegnete Kalec scharf. „Wenn du erwählt bist, dann hast du das letzte Wort. Bis dahin, ohne Anführer, wird die Mehrheit entscheiden.“

Arygos wandte sich an Narygos. „Bring ihn her“, sagte er.

Narygos nickte und schoss in den Himmel.

Als Arygos sich umwandte, runzelte er die Stirn. Kalecgos hatte Halbelfengestalt angenommen, so wie einige andere Drachen sich ebenfalls in Menschen oder Elfen verwandelt hatten, um weniger bedrohlich zu wirken. Das war ein Zeichen der Höflichkeit gegenüber ihrem Gast. Arygos folgte ihrem Beispiel nicht, sondern behielt seine Drachengestalt.

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