Percy Jackson 02 - Im Bann Des Zyklopen
- Автор: Риордан Рик
- Серия: Percy Jackson #2
- Язык: немецкий
- Жанр: Прочая древняя литература
Электронная книга - «Percy Jackson 02 - Im Bann Des Zyklopen». Краткое содержание книги:
Unsere Gastgeberin lächelte. »Du hast einen guten Geschmack, meine Liebe. Ich freue mich sehr, dass du gekommen bist. Ich heiße C.C.«
Die Tiere im Käfig fingen an zu quieken. So wie sie sich anhörten, handelte es sich offenbar um Meerschweinchen.
Wir stellten uns C.C. vor. Sie musterte mich mit leichtem Missfallen, als ob ich bei irgendeinem Test versagt hätte. Sofort fühlte ich mich sehr unwohl in meiner Haut. Aus irgendeinem Grund wollte ich dieser Frau gefallen.
»Ach du meine Güte«, seufzte sie. »Du brauchst wirklich meine Hilfe.«
»Ma’am?«, fragte ich.
C.C. rief der Frau mit dem Klemmbrett zu: »Hylla, bitte, führst du Annabeth herum? Zeig ihr, was wir anzubieten haben. Sie braucht andere Kleidung. Und die Haare, o Götter! Wir werden das alles in Ruhe durchsprechen, wenn ich mich mit diesem jungen Herrn unterhalten habe.«
»Aber …« Annabeth klang verletzt. »Was ist an meinen Haaren auszusetzen?«
C.C. lächelte wohlwollend. »Meine Liebe, du bist reizend. Wirklich. Aber du bringst dich oder deine Talente einfach nicht richtig zur Geltung. So viele vergeudete Möglichkeiten!«
»Vergeudet?«
»Na ja, so wie du bist, bist du bestimmt nicht glücklich. Bei den Göttern, kein Mensch ist das. Aber mach dir keine Sorgen. Wir können hier in unserem Wellness-Center wirklich jede verbessern. Hylla wird dir zeigen, was ich meine. Du, meine Liebe, musst dein wahres Ich freisetzen.«
Annabeths Augen leuchteten jetzt sehnsüchtig. Ich hatte sie noch nie so sprachlos erlebt. »Aber … was ist mit Percy?«
»Ach, der«, sagte C.C. und musterte mich mit trauriger Miene. »Percy braucht eindeutig meine persönliche Betreuung. Bei ihm muss sehr viel mehr gemacht werden als bei dir.«
Wenn mir das unter normalen Umständen jemand erzählt hätte, wäre ich sauer geworden, aber jetzt, bei C.C., machte es mich traurig. Ich hatte das Gefühl, sie enttäuscht zu haben, und musste herausfinden, wie ich mich bessern könnte.
Die Meerschweinchen quiekten, als ob sie schrecklichen Hunger hätten.
»Na ja«, sagte Annabeth. »Ich glaube …«
»Hier lang, Liebes«, sagte Hylla. Und Annabeth ließ sich in die von Wasserfällen umkränzten Gärten des Kurortes führen.
C.C. nahm meinen Arm und führte mich zu der Spiegelwand. »Verstehst du, Percy … um deine Möglichkeiten freizusetzen, brauchst du effektive Hilfe. Der erste Schritt besteht darin zuzugeben, dass du so, wie du bist, nicht glücklich bist.«
Ich zappelte vor dem Spiegel hin und her. Ich fand es schrecklich, über mein Aussehen nachdenken zu müssen – wie über den ersten Pickel, der zu Anfang des Schuljahrs auf meiner Nase aufgetaucht war, oder die Tatsache, dass meine beiden Vorderzähne nicht ganz gleichmäßig waren oder dass meine Haare einfach nie glatt liegen wollten.
C.C.s Stimme machte mir das alles klar, als ob sie mich unter ein Mikroskop gelegt hätte. Und meine Klamotten waren auch nicht gerade cool. Das wusste ich.
Na und?, dachte ein Teil von mir. Aber hier vor C.C.s Spiegel konnte ich an mir nur mit Mühe etwas Gutes sehen.
»Aber, aber«, sagte C.C. tröstend. »Wie wäre es mit … dem hier?«
Sie schnippte mit den Fingern und ein himmelblauer Vorhang senkte sich über den Spiegel. Er sah aus wie der Stoff auf ihrem Webstuhl.
»Was siehst du?«, fragte C.C.
Ich betrachtete den blauen Stoff, wusste aber nicht, was sie meinte. »Ich weiß nicht …«
Dann änderte der Stoff seine Farbe. Ich sah mich … ein Spiegelbild und doch kein Spiegelbild. Auf dem Stoff schimmerte eine coolere Version von Percy Jackson – mit genau der richtigen Kleidung und einem selbstsicheren Lächeln. Meine Zähne waren gerade. Keine Pickel. Eine perfekte Sonnenbräune. Sportlicher als sonst. Vielleicht ein paar Zentimeter größer. Ich sah mich ohne meine Schwächen.
»Boa«, brachte ich heraus.
»Willst du das?«, fragte C.C. »Oder soll ich ein anderes …«
»Nein«, sagte ich. »Das ist … das ist umwerfend. Können Sie wirklich …«
»Ich kann dir eine komplette Generalüberholung anbieten«, sagte C.C.
»Aber was ist der Haken an der Sache?«, fragte ich. »Muss ich zum Beispiel … eine besondere Diät halten?«
»Ach, das ist ganz einfach«, versprach C.C. »Jede Menge frisches Obst, Sport und natürlich … das hier.«
Sie ging an ihre Zimmerbar und füllte ein Glas mit Wasser. Dann riss sie eine Packung auf und gab rotes Pulver hinein. Die Mischung fing an zu glühen. Als das Glühen sich gelegt hatte, sah es aus wie ein Erdbeershake.
»Dies hier als Ersatz für eine normale Mahlzeit«, sagte C.C. »Ich verspreche dir, du wirst sofort ein Ergebnis sehen.«
»Wie kann das sein?«
Sie lachte. »Warum Fragen stellen? Ich meine, willst du nicht gleich dein perfektes Ich sehen?«
Irgendetwas nagte in meinem Hinterkopf. »Warum … warum sind hier keine Männer?«
»Natürlich sind hier Männer«, versicherte C.C. »Du wirst sie sehr bald kennenlernen. Aber jetzt trink einfach. Du wirst schon sehen.«
Ich schaute den blauen Vorhang an – mein Spiegelbild, das nicht mich zeigte.
»Also, Percy«, sagte C.C. auffordernd. »Der schwierigste Teil bei der Generalüberholung ist es, die Kontrolle abzugeben. Du musst dich entscheiden: Willst du deinem Urteil folgen, wie du sein solltest, oder meinem?«
Meine Kehle war wie ausgedörrt. Ich hörte mich sagen: »Ihrem.«
C.C. lächelte und reichte mir das Glas. Ich hob es an die Lippen.
Es schmeckte so, wie es aussah – wie ein Erdbeershake. Fast sofort wurde mir innerlich ganz warm: zuerst angenehm, dann wurde es heiß und tat weh, als ob die Mixtur in meinem Magen zu kochen anfing.
Ich krümmte mich und ließ das Glas fallen. »Was haben Sie … was ist hier los?«
»Keine Sorge, Percy«, sagte C.C. »Die Schmerzen hören bald auf. Sieh nur! Wie ich versprochen habe: augenblickliche Ergebnisse!«
Irgendetwas war hier ganz entsetzlich falsch.
Der Vorhang verschwand und im Spiegel sah ich, wie meine Hände schrumplig wurden, sich krümmten, lange schmale Krallen entwickelten. Fell wuchs in meinem Gesicht, unter meinem Hemd, an jeder Stelle, die man sich überhaupt nur vorstellen kann. Meine Zähne kamen mir in meinem Mund zu schwer vor. Meine Kleider wurden zu weit oder C.C. wurde zu groß – nein, ich schrumpfte.
Einen entsetzlichen Moment lang versank ich in einer Höhle aus dunklem Stoff. Ich war in meinem eigenen Hemd begraben. Ich versuchte wegzulaufen, aber Hände packten mich – Hände, die so groß waren wie ich. Ich versuchte, um Hilfe zu rufen, aber aus meinem Mund kam nur ein Uiiiie, uiiiie, uiiiie!
Die riesigen Hände packten mich um die Mitte und hoben mich in die Luft. Ich zappelte und strampelte mit Beinen und Armen, die mir viel zu kurz vorkamen, und dann starrte ich voller Entsetzen in das riesengroße Gesicht von C.C.
»Perfekt«, dröhnte ihre Stimme. Ich zappelte ängstlich, aber sie schloss nur ihren Griff fester um meinen pelzigen Bauch. »Siehst du, Percy? Du hast dein wahres Ich freigesetzt!«
Sie hielt mich vor den Spiegel und der Anblick, der sich mir bot, ließ mich in wilder Panik »uiiiie, uiiiie, uiiie« schreien.
Ich sah die schöne, lächelnde C.C., die ein flauschiges Wesen mit Überbiss, winzigen Krallen und orange-weißem Fell hochhielt. Wenn ich zappelte, dann zappelte auch das bepelzte Etwas im Spiegel.
Ich war … ich war …
»Ein Meerschweinchen«, sagte C.C. »Niedlich, was? Männer sind Schweine, Percy Jackson. Früher habe ich sie in echte Schweine verwandelt, aber die haben gestunken und waren so groß und schwierig zu halten. Eigentlich nicht viel anders als vor der Verwandlung. Meerschweinchen sind da doch viel angenehmer. Und jetzt komm, ich stelle dir die anderen Männer vor.«
»Uiiiie!«, protestierte ich und versuchte sie zu kratzen, aber C.C. drückte mich so fest, dass ich fast das Bewusstsein verloren hätte.