Drachenelfen
- Автор: Хеннен Бернхард
- Серия: Drachenelfen #1
- Год: 2011
- Язык: немецкий
- Жанр: Фэнтези
Электронная книга - «Drachenelfen». Краткое содержание книги:
Ihr Sturz endete mit einem Ruck, der seine Gelenke krachen ließ. Artax stöhnte auf. Etwas hatte sein Bein gepackt und hob ihn empor, dicht vorbei an der verwüsteten Schiffswand, aus der zwischen lodernden Flammen zerfetzte Stoffbahnen und zerschlagene Möbel hingen. Kurz sah er eine Frau, die sich an einen Türrahmen klammerte. Wie ein Plünderer fuhr der Sturmwind in das aufgebrochene Schiff.
Artax wurde über die Reling gehoben. Er wand sich und blickte hinauf. Ein roter Tentakel hatte sich um sein Bein gewunden, einer jener dünneren Stränge mit dem blattähnlichen Ende. Ein zweiter Fangarm hatte Juba gepackt. Sie wurden durch die offene Tür des Geschützturms geschoben und etliche Hände griffen nach ihnen. Die Tentakel lösten sich. Artax lag in den Armen des bärtigen Wolkenschiffers. Der Mann küsste den Saum seines Gewandes.
»Ihr seid wahrlich ein Unsterblicher!«, rief er. »Ein Gott unter Menschen!«
Von den Elfen
…Sie kommen in der Nacht, obwohl Tageslicht ihnen nicht zu schaden scheint. Von sinnenverwirrender Schönheit sind zu schaden scheint. Von sinnenverwirrender Schönheit sind sie. Und grausam! Sie lieben es, die Menschen zu quälen. Allein dazu wurden sie erschaffen, von Daimonen, von verfluchten Göttern, die ihren Brüdern, den Devanthar, ihre Schöpfung neiden.
Hüte dich vor einsam stehenden Felsen oder vor Pilzkreisen im Mondenlicht. Dort treten sie in unsere Welt. Sie sehen uns ähnlich genug, dass es ihnen leichtfällt, die Arglosen zu umgarnen. Nur ihre Ohren verraten sie. Widernatürlich spitz. Dazu geschaffen, in die Finsternis zu lauschen. Daimonenohren!
Meist verbergen sie sie unter ihrem langen Haar, Kapuzen oder Mützen. Schafft man es, einem Elfen eines seiner Ohren abzuschneiden, so ist er dazu verdammt, seinem Peiniger auf ewig zu dienen. Doch sucht nicht ihre Nähe. Sie sind voller List und Heimtücke. Und auf einen Glücklichen, der einen Elfen übertölpelt, kommen hundert, die ins Unglück stürzen.
Vielfältig ist die Art, auf die sie das Leben der Menschen vergiften. Da sind die Klingenelfen. Sie stürmen herbei in wildem Zorn, ihre Schwerter wie Dreschflegel schwingend. Kein Krieger ist ihnen gewachsen, so schnell schlagen sie zu. Sie kommen, um grausames Gemetzel anzurichten.
Heimtückischer aber sind jene, die sich einschleichen. Die Kinder austauschen und uns ihre Wechselbälger unterschieben. Sie verstehen es, uns blind zu machen für die wahre Natur der Kreaturen, die sie uns Menschen in die Wiege legen. Trägt aber ein Kind ein Amulett der Tempel, so können sie es nicht berühren. Und sind alle Fenster und Türen bei Mondenschein verschlossen, können die Elfen nicht über die Schwelle treten, es sei denn, sie würden hereingebeten.
So versuchen sie die Menschen zu täuschen und dies sind wohl jene, die am gefährlichsten werden. Jene, die unerkannt in unserer Mitte leben und mit Geduld und wohldurchdachtem Plan den Menschen schaden.
Der Philosoph mag sich fragen, warum sie so sind. Vergeudete Gedanken! Die Antwort ist so einfach wie ernüchternd. Sie sind zum Bösen geboren. Es bereitet ihnen Freude, den Menschen zu schaden. Deshalb seid fest im Glauben und hütet euch vor allem Fremden!«