Timeline. Eine Reise in die Mitte der Zeit
- Автор: Крайтон Майкл
- Язык: немецкий
- Жанр: Триллеры
Электронная книга - «Timeline. Eine Reise in die Mitte der Zeit». Краткое содержание книги:
This is the plight of the heroes of Timeline, Michael Crichton's thriller. They're historians in 1999 employed by a tech billionaire-genius with more than a few of Bill Gates' most unlovable quirks. Like the entrepreneur in Crichton's Jurassic Park, Doniger plans a theme park featuring artefacts from a lost world revived via cutting-edge science. When the project's chief historian sends a distress call to 1999 from 1357, the boss man doesn't tell the younger historians the risks they'll face trying to save him. At first, the interplay between eras is clever but Timeline swiftly becomes a swashbuckling old-fashioned adventure, with just a dash of science and time paradox in the mix. Most of the cool facts are about the Middle Ages and Crichton marvellously brings the past to life without ever letting the pulse-pounding action slow down. At one point, a time-tripper tries to enter the Chapel of Green Death. Unfortunately, its custodian, a crazed giant with terrible teeth and a bad case of lice, soon has her head on a block. She saw a shadow move across the grass as he raised his axe into the air. Try not to turn the page!
Through the narrative can be glimpsed the glowing bones of the movie that may be made from Timeline and the high tech computer game that should hit the market in 2000. Expect many clashing swords and chase scenes through secret castle passages. But the book stands alone, tall and scary as a knight in armour shining with blood.
Stern schüttelte den Kopf. »Wenn man die Wahrscheinlichkeiten berechnet -«
»Wir wollen uns nicht in die Mathematik flüchten. Bleiben wir bei der
Wirklichkeit. Schließlich wurde dieses Experiment bereits durchgeführt
- mit realen Photonen, die reale Detektoren treffen. Und etwas Reales interferiert mit ihnen. Die Frage ist, was?«
»Es müssen andere Photonen sein«, sagte Stern.
»Ja«, sagte Gordon, »aber wo sind sie? Wir haben Detektoren,
aber die registrieren keine anderen Photonen. Wo sind also die
Photonen, die diese Interferenz produzieren?«
Stern seufzte. »Okay«, sagte er und warf die Hände in die Höhe.
Chris fragte: »Was soll das heißen, okay. Was ist okay?«
Gordon nickte Stern zu. »Sagen Sie es ihnen.«
»Was er damit sagen will, ist folgendes. Diese Einphotoneninter-ferenz beweist, daß die Wirklichkeit viel mehr ist als das, was wir in unserem Universum sehen. Die Interferenz passiert, aber in unserem Universum sehen wir keine Ursache dafür. Deshalb müssen die Photonen, die diese Interferenz erzeugen, in anderen Universen sein. Und das beweist, daß andere Universen existieren.«
»Richtig«, sagte Gordon. »Und manchmal gibt es Wechselwirkungen mit unserem Universum.«
»Entschuldigung«, sagte Marek. »Können Sie das noch einmal erklären? Warum gibt es Wechselwirkungen zwischen unserem Universum und einem anderen?«
»Das ist das Wesen des Multiversums«, sagte Gorclon. »Denken Sie daran, in diesem Multiversum verzweigen sich die Universen ständig, das heißt, daß es viele Universen gibt, die dem unseren sehr ähnlich sind. Und zwischen diesen ähnlichen Universen gibt es Wechselwirkungen. Jedesmal, wenn wir in unserem Universum einen Lichtstrahl erzeugen, werden in vielen ähnlichen Universen simultan ebenfalls Lichtstrahlen erzeugt, und die Photonen aus diesen anderen Universen interferieren mit den Photonen in unserem Universum und produzieren das Muster, das wir sehen.« »Und Sie wollen uns sagen, daß das alles wahr ist?« »Absolut wahr. Das Experiment wurde schon viele Male durchgeführt.«
Marek runzelte die Stirn. Kate starrte auf den Tisch. Chris kratzte sich den Kopf.
Schließlich sagte David Stern: »Nicht alle Universen sind ähnlich wie unseres.«
»Nein.«
»Existieren sie gleichzeitig mit unserem?« »Absolut nicht, nein.«
»Das heißt, einige Universen existieren zu einer früheren Zeit?« »Ja. Und da es unendlich viele Universen gibt, existieren sie zu allen früheren Zeiten.«
Stern überlegte einen Augenblick. »Und Sie wollen uns sagen, daß ITC", die Technologie hat, um in diese anderen Universen zu reisen.« »Ja«, sagte Gordon. »Genau das will ich Ihnen sagen.« »Wie?«
»Wir schaffen Wurmlochverbindungen im Quantenschaum.«
»Sie meinen den Wheeler-Schaum? Subatomare Fluktuationen der
Raumzeit?«
»Ja.«
»Aber das ist unmöglich.«
Gordon lächelte. »Sie werden es selbst sehen, und zwar ziemlich bald.«
»Wir werden es sehen? Was soll das heißen?« fragte Marek. »Ich dachte, Sie hätten verstanden«, erwiderte Gordon. »Professor Johnston ist im vierzehnten Jahrhundert. Wir wollen, daß Sie ebenfalls dorthin reisen und ihn zurückholen.«
Keiner sagte etwas. Die Stewardeß drückte auf einen Knopf, und alle Fenster verdunkelten sich gleichzeitig. Sie ging in der Kabine herum, verteilte Decken und Kissen auf den Couchen und richtete sie als Betten her. Neben jede Couch legte sie einen großen, gepolsterten Kopfhörer. »Wir gehen zurück?« sagte Chris Hughes. »Wie?« »Es ist einfacher, wenn wir es Ihnen zeigen«, sagte Gordon und gab jedem von ihnen ein kleines Zellophantütchen mit Tabletten. »Im Augenblick will ich, daß Sie die nehmen.« »Was ist das?« fragte Chris.
»Drei unterschiedliche Beruhigungsmittel«, sagte er. »Dann will ich, daß Sie sich hinlegen und dem lauschen, was aus den Kopfhörern kommt. Sie können schlafen, wenn Sie wollen. Der Flug dauert nur zehn Stunden, Sie werden also sowieso nicht viel aufnehmen können. Aber wenigstens gewöhnen Sie sich ein wenig an die Sprachen und ihre Aussprache.«
»Was für Sprachen?« fragte Chris und nahm seine Tabletten. »Altenglisch und Mittelfranzösisch.«
Marek sagte: »Ich kenne diese Sprachen bereits.«
»Ich glaube nicht, daß Sie die korrekte Aussprache kennen. Setzen Sie die Kopfhörer auf.«
»Aber niemand kennt die korrekte Aussprache«, entgegnete Marek. Doch kaum hatte er das gesagt, besann er sich eines Besseren. »Ich glaube, Sie werden merken«, sagte Gordon, »daß wir sie kennen.« Chris legte sich auf eine der Couchen. Er zog die Decke hoch und setzte sich den Kopfhörer auf. Wenigstens war so der Lärm des Jets nicht mehr zu hören.
Die Tabletten müssen sehr stark sein, dachte er, denn plötzlich fühlte er sich sehr entspannt. Er konnte die Augen nicht offenhalten. Plötzlich setzte eine Stimme ein. »Atmen Sie tief ein«, sagte sie. »Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem wunderschönen, warmen Garten. Alles ist vertraut und behaglich. Direkt vor sich sehen Sie eine Tür, die in den Keller führt. Sie öffnen die Tür. Sie kennen den Keller gut, weil er Ihr Keller ist. Sie gehen die Steintreppen hinunter, in den warmen, behaglichen Keller. Mit jedem Schritt hören Sie deutlicher Stimmen. Sie finden es angenehm, ihnen zuzuhören, es fällt Ihnen leicht, ihnen zuzuhören.«
Nun sprachen abwechselnd eine Männer- und eine Frauenstimme.
»Gib mir meinen Hut. Yiffmay mean heht.«
»Hier ist dein Hut. Hair baye thynhatt.«
»Danke. Grah mersy.«
»Bitte. Ayepray thee.«
Die Sätze wurden länger. Chris fand es schwer, ihnen zu folgen. »Mir ist kalt. Ich hätte gern einen Mantel. Aycam chillingcold, ee wolld leifer half a coot.«
Chris sank langsam, unmerklich in den Schlaf und hatte dabei den Eindruck, er würde noch immer eine Treppe hinuntergehen, tiefer und tiefer hinunter zu einem geräumigen, hallenden, behaglichen Ort. Alles war sehr friedlich, obwohl der letzte Satz, den er hörte, ihn ein wenig besorgt machte.
»Mach dich bereit zu kämpfen. Dicht theeselv to ficht.« »Wo ist mein Schwert? IVliar beest mcc sitvarde?« Doch dann atmete er aus und schlief vollends ein.
BLACK ROCK
Wage alles, oder gewinne nichts.
GEOFFREY DE CHARNEY, 1358
Die Nacht war kalt und der Himmel voller Sterne, als sie aus dem Flugzeug auf die nasse Rollbahn traten. Im Osten sah Marek unter tiefhängenden Wolken die Umrisse von Tafelbergen. Ein Stückchen entfernt wartete ein Landcruiser auf sie.
Bald fuhren sie auf einem Highway durch dichten Wald, der auf beiden Seiten bis an den Straßenrand heranreichte. »Wo genau sind wir?« fragte Marek.
»Eine Stunde nördlich von Albuquerque«, sagte Gordon. »Die nächste Stadt ist Black Rock. Und dort ist unsere Forschungseinrichtung.« »Sieht aus wie das Ende der Welt«, sagte Marek. »Nur bei Nacht. Tatsächlich gibt es in Black Rock fünfzehn Forschungsfirmen. Und natürlich liegt Sandia gleich um die Ecke. Los Alamos ist eine Stunde entfernt. Ein bißchen weiter weg White Sands und so weiter.«