Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Триллеры » Im Abgrund
Im Abgrund - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Im Abgrund

Электронная книга - «Im Abgrund». Краткое содержание книги:

Ein schweres Unwetter zwingt den Himalaya-Führer Ike Crockett und seine Gruppe von Abenteuerurlaubern in eine abgelegene Höhle in den Bergen. Dort stoßen sie auf die Leiche eines Mannes, der mit mysteriösen Schriftzeichen bedeckt ist. Stunden später sind alle Bergsteiger verschwunden - irgendwo im unterirdischen Reich der geheimnisvollen Hadal. Jahre später, Ike konnte inzwischen aus seiner Gefangenschaft bei den Hadal entkommen, wird eine wissenschaftliche Expedition in die Tiefen gesandt. Unter den Teilnehmern befindet sich die junge Nonne und Sprachwissenschaftlerin Ali, die die Schriftzeichen der Hadal erforschen soll. Mit Ike als Kundschafter dringen sie in das Reich des Bösen vor ...
Buch
Der erfahrene Himalaya-Experte Dwight David Crockett, genannt Ike, sucht mit seiner Expeditionsgruppe Schutz vor einem Unwetter in einer Höhle in Nepal. Zu ihrem Entsetzen stoßen sie dort auf die Leiche eines Mannes, die über und über mit unbekannten Schriftzeichen bedeckt ist. Wenig später sind alle Mitglieder der Expeditionsgruppe tot, und Ike wird für lange Monate Gefangener der »Hadals«. Jahre später ist es fast schon zur Selbstverständlichkeit geworden, dass die Erde von einem tief liegenden Tunnelsystem unterminiert ist, das von den Hadals bewohnt wird. Niemand weiß, wer - oder was - sie sind, aber wenn sie erscheinen, verheißt das nichts Gutes. Eines Tages wird eine wissenschaftliche Expedition zusammengestellt, mit dem Auftrag, das Tunnelsystem zu kartografieren, Ressourcen zu entdecken - und das Geheimnis des Lebens in der ewigen Dunkelheit zu ergründen. Gibt es eine natürliche Erklärung, wie die Wissenschaftler hoffen? Oder hat das Phänomen übernatürliche Ursachen? Ist der rätselhafte Anführer der Hadals nur ein charismatischer Freak oder tatsächlich Satan, die Verkörperung des Bösen? Die junge Nonne Ali, die sich seit Jahren mit primitiven Sprachen und Kulturen beschäftigt, nimmt an dieser Reise in die steinerne Unterwelt teil. Und in diesen gefährlichen Abgründen, in denen Wissenschaftler und Militärs nicht nur Opfer ihrer Angreifer werden, sondern auch ihrer eigenen Gier und Unmenschlichkeit, trifft sie den einen Mann, der einen klaren Kopf behält: Ike ...
Autor
Jeff Long ist ein erfolgreicher Extrem-Bergsteiger, der seine eigenen Erfahrungen im Himalaya in seine Romane einfließen lässt. Jeff Long lebt in Boulder, USA.
1 ... 28 29 30 31 32 33 34 35 36 ... 134
Перейти на страницу:

»Die Hölle existiert.« Er hob das Kinn. »Es gibt sie wirklich, es ist ein geologischer, historischer Ort direkt unter unseren Füßen. Und sie ist bewohnt. Von grausamen Kreaturen.« Seine Lippen wurden ganz schmal. »Den grausamsten überhaupt«, fügte er hinzu, und einen Augenblick war sein unbändiger Zorn sichtbar.

»Das ganze vergangene Jahr über führten die Vereinigten Staaten, in Absprache und in Allianz mit anderen Staaten, die systematische Untersuchung der Ränder dieses gewaltigen unterirdischen Territoriums durch. Auf meinen Befehl machten sich 43 000 amerikanische Soldaten an seine Erforschung und Durchsuchung. Unsere Erkundungen ergaben, dass das Gebiet jenseits dieser Grenzen von unbekannten Lebensformen bewohnt ist. Daran ist nichts Übersinnliches. Im Laufe der kommenden Tage und Wochen werden Sie sich wahrscheinlich fragen, wie es möglich ist, dass wir diese Wesen noch nie zuvor bemerkt, keines von ihnen je zu Gesicht bekommen haben. Die Antwort lautet: Wir haben sie gesehen. Seit Anbeginn der Menschheit haben wir ihre Anwesenheit mitten unter uns vermutet. Wir haben sie gefürchtet. Gedichte über sie geschrieben, Religionen gegen sie errichtet. Bis vor kurzem wussten wir nicht, wie viel wir tatsächlich wissen. Bis vor wenigen Tagen galten diese Kreaturen entweder als längst ausgestorben oder aber man ging davon aus, dass sie sich vor unseren militärischen Stoßtrupps zurückzogen. Jetzt wissen wir es besser.«

Der Präsident verstummte. Der Kameramann zog das Bild auf und wollte gerade ausblenden, als der Präsident noch einmal die Stimme erhob: »Verstehen Sie mich nicht falsch«, sagte er. »Wir werden dieses Reich der Finsternis niederzwingen. Wir werden diesen Erzfeind besiegen. Wir werden unser schreckliches Schwert auf die Mächte der Dunkelheit niederfahren lassen. Und wir werden gewinnen. Im Namen Gottes und der Freiheit! Wir werden siegen!«

Das Bild wechselte sofort zum Presseraum eine Etage tiefer. Der Sprecher des Weißen Hauses und ein PentagonBulle standen vor den sich dort drängenden Journalisten. Selbst im Fieber erkannte Branch General Sandwell, vier Sterne und eine Brust wie ein Fass.

»Elender Drecksack«, murmelte er dem Fernseher zu.

Eine Dame von der L. A. Times erhob sich, sichtlich erschüttert:

»Befinden wir uns im Krieg?«

»Bislang hat niemand einen Krieg erklärt«, antwortete der Sprecher.

»Krieg gegen die Hölle?«, fragte der Miami Herald.

»Kein Krieg.«

»Aber gegen die Hölle?«

»Wir sprechen von einer oberen lithosphärischen Umgebung. Einer abyssalen, von Löchern durchzogenen Region.«

General Sandwell drängte den Sprecher zur Seite. »Vergessen Sie alles, was Sie zu wissen glauben«, sagte er ins Mikrofon. »Es ist einfach nur ein Ort. Aber ohne Licht. Ohne Himmel. Ohne Mond. Die Zeit läuft ganz anders dort unten.« Sandy hat schon immer großen Unterhaltungswert gehabt, dachte Branch.

»Haben Sie Verstärkung losgeschickt?«

»Momentan verhalten wir uns abwartend und halten die Augen offen. Niemand wird runtergeschickt.«

»Müssen wir eine Invasion befürchten, Herr General?«

»Negativ.« Er blieb hart. »Jeder Eingang ist streng bewacht.«

»Aber . Kreaturen, Herr General?« Der Reporter von der New York Times schien beleidigt zu sein. »Sprechen wir hier von Teufeln und Dämonen mit Mistgabeln und Zangen? Haben unsere Widersacher Hufe und Schwänze und Hörner auf dem Kopf? Haben sie Flügel? Wie würden Sie diese Monster beschreiben, General?«

»Das ist noch geheim«, antwortete Sandwell. Aber die Bezeichnung »Monster« schien ihm sehr zu gefallen. Die Medien fingen bereits an, den Feind zu dämonisieren. »Letzte Frage.«

»Glauben Sie an den Satan, Herr General?«

»Ich glaube nur an den Sieg.« Der General schob das Mikro zur Seite und verließ den Raum mit energischen Schritten.

Branch fiel in ständig neue Fieberträume. Ein junger Kerl mit einem gebrochenen Bein im Nachbarbett schaltete pausenlos durch die Kanäle. Die ganze Nacht über, jedes Mal, wenn Branch die Augen öffnete, zeigte das Fernsehbild ein anderes Stadium der Surrealität. Der Tag brach an. Die örtlichen Nachrichtensprecher waren gut vorbereitet worden. Sie verbannten jegliche Hysterie aus der Stimme und hielten sich strikt an den vorgefassten Text. Momentan haben wir nur sehr wenige Informationen. Bleiben Sie dran, wir geben jede neue Meldung sofort weiter. Bitte verhalten Sie sich ruhig. Am unteren Rand des Bildschirms lief pausenlos eine Textzeile durch, auf der für die Öffentlichkeit zugängliche Kirchen und Synagogen angezeigt waren. Zur Beratung der Angehörigen der vermissten Soldaten wurde von Seiten der Regierung eine Webseite eingerichtet. Die Börsenkurse stürzten radikal ab. Eine unselige Mixtur aus Kummer, Angst und Ausgelassenheit machte sich breit.

Nach und nach tauchten die ersten Überlebenden an der Oberfläche auf. Militärhospitäler nahmen blutbefleckte Soldaten auf, die wie kleine Kinder von Untieren, Vampiren, Zombies und Scheusalen plapperten. Aus Mangel an Worten für die finsteren Ungeheuerlichkeiten tief unten in der Erde, behalfen sie sich mit Bibelgeschichten, Horrorfilmen und Phantasien aus der Kindheit. Chinesische Soldaten sahen Drachen, buddhistische Dämonen. Jungs aus Arkansas sahen Beelzebub und Außerirdische.

Die Schwerkraft trug den Sieg über menschliche Zeremonien davon. In den Tagen, die auf die große Dezimierung folgten, sah man ein, dass man einfach nicht über die Möglichkeiten verfügte, alle Leichen an die Oberfläche zu transportieren, nur um sie anschließend wieder zwei Meter tief in der Erde zu vergraben. Es war nicht einmal genug Zeit, um in den Höhlen Massengräber auszuheben. Stattdessen wurden die Leichen in Seitentunnels aufgeschichtet und die Eingänge mit Plastiksprengstoff versiegelt. Bei den wenigen Beerdigungen mit richtigen Leichen blieben die Särge verschlossen, die Deckel unter dem Sternenbanner waren fest angeschraubt. »Keine Besichtigung.«

Die Aufklärung der Zivilbevölkerung wurde der Bundesnotstandsbehörde übertragen. Aus Mangel an handhabbaren Informationen holte man bei der BNB die antiquierten Broschüren mit den Verhaltensmaßregeln für Atomangriffe aus den siebziger Jahren aus der Mottenkiste und verteilte sie an Gouverneure, Bürgermeister und Stadträte. Lassen Sie Ihr Radio angeschaltet. Legen Sie sich Lebensmittelvorräte an. Sorgen Sie für ausreichend Wasser. Halten Sie sich von den Fenstern fern. Bleiben Sie im Keller. Beten Sie.

Diese Ratschläge hatten als böses Omen leer gekaufte Lebensmittelläden und Waffengeschäfte zur Folge. Bald begleiteten Kamerateams Nationalgardisten, die sich entlang der Schnellstraßen aufstellten und Ghettos einkreisten. Umleitungen führten zu Straßensperren, an denen Kraftfahrer durchsucht und um Waffen und Alkohol erleichtert wurden. Die Dämmerung senkte sich herab. Polizei- und Armeehubschrauber patrouillierten über den Himmel und tauchten potenzielle Krisengebiete in grelles Scheinwerferlicht.

Zuerst brach es eines Nachts in South Central Los Angeles los, was niemanden sonderlich überraschte. Dann kam Atlanta an die Reihe. Feuersbrünste und Plünderungen. Schießereien. Vergewaltigungen. Bandenkriminalität. Die ganze Palette. Es folgten Detroit und Houston. Miami. Baltimore. Die Garde sah dem Treiben aufmerksam zu, gemäß ihres Befehls, den tobenden Pöbel in seinen eigenen Stadtvierteln zu belassen und sich nicht einzumischen.

Dann gingen die Vorstädte in Flammen auf, und darauf war niemand vorbereitet gewesen. Von Silicon Valley bis Highlands Ranch und Silver Springs ließen die Pendler aus den Schlafstädten mal so richtig die Sau raus. Jetzt wurden die Gewehre ausgepackt, und mit ihnen der ganze unterschwellige Hass und Neid. Die so genannte Mittelschicht brach auseinander. Es begann mit Terroranrufen von Haus zu Haus, und der ungläubige Schrecken verwandelte sich rasch in die Gewissheit, dass der Tod direkt unter den Rasensprengern lauerte. Wie sich herausstellte, hatte sich auch in den besseren Wohnsiedlungen so einiges angestaut, was jetzt herauswollte. Die Brandstiftungen und Gewalttaten in den Vororten stellten sogar die Ghettos in den Schatten. Im Nachhinein blieb den Befehlshabern der Garde nichts anderes zu berichten, als dass sie gerade von den Leuten, die einen sauber gemähten Vorgarten ihr Eigen nannten, ein derartig unzivilisiertes Benehmen nicht erwartet hätten.

1 ... 28 29 30 31 32 33 34 35 36 ... 134
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)