Der Alchimist
- Автор: Коэльо Пауло
- Язык: немецкий
- Жанр: Современная русская и зарубежная проза
Электронная книга - «Der Alchimist». Краткое содержание книги:
Der brasilianische Geschichtenerzähler Paulo Coelho macht uns mit Santiago bekannt, einem andalusischen Hirtenjungen, der eines Nachts von einem fernen Schatz in den ägyptischen Pyramiden träumt. Und so macht sich Santiago auf den Weg: er verläßt Spanien, um buchstäblich seinem Traum zu folgen.
Unterwegs trifft er auf viele spirituelle Boten, die in bescheidenen Formen auftreten -- zum Beispiel als Kameltreiber oder als belesener Engländer. In einem der Bücher des Engländers erfährt Santiago zum ersten Mal von den Alchimisten -- Männern, die glaubten, daß, wenn man ein Metall jahrelang erhitzt, es sich von all seinen individuellen Eigenschaften befreien würde, und daß das, was übrigbliebe, die Seele der Welt sei. Natürlich trifft er irgendwann tatsächlich auf einen Alchimisten, und die daraus entstehende Lehrer-Schüler-Beziehung rückt das irrige Weltbild des Jungen zurecht, während sie ihn gleichzeitig dazu ermutigt, seinen Träumen treu zu bleiben. Mein Herz fürchtet sich davor, zu leiden, vertraut der Junge dem Alchimisten eines Nachts an, als sie in den mondlosen Himmel schauen.
Sag deinem Herz, daß die Furcht vor dem Leiden schlimmer ist, als das Leiden selbst, antwortet der Alchimist. Und daß noch nie ein Herz auf der Suche nach seinen Träumen gelitten hat, weil jede Sekunde der Suche eine Sekunde der Begegnung mit Gott und der Ewigkeit ist.
Und sie sind sehenswert, findest du nicht auch?« Es war die Stimme des Alchimisten. Der Jüngling lächelte und grub weiter.
Nach einer halben Stunde stieß der Spaten auf etwas Hartes.
Eine Stunde später hatte er eine alte Truhe vor sich, gefüllt mit alten spanischen Goldmünzen. Es waren auch Edelsteine, mit weißen und roten Federn verzierte Goldmasken und Götzenbilder mit Brillanten darin. Es war die Beute aus einer Eroberung, die das Land längst vergessen hatte und von der die Eroberer ihren Nachkommen nichts erzählt hatten.
Der Jüngling nahm Urim und Thummim aus seinem Rucksack. Er hatte die beiden Steine nur ein einziges Mal um Rat gefragt, damals, an jenem Morgen auf dem Markt. Das Leben und sein Weg waren immer voller Zeichen gewesen. Er verstaute die Steine in der Schatzkiste. Sie waren auch ein Teil seines Schatzes, denn sie erinnerten ihn an einen alten König, dem er nie wieder begegnen würde.
›Das Leben ist wirklich sehr großzügig mit dem, der seinem persönlichen Lebensweg folgt‹, dachte der Jüngling.
Dann erinnerte er sich, daß er nach Tarifa gehen mußte, um der Zigeunerin ein Zehntel des Schatzes abzugeben.›Wie schlau doch die Zigeuner sind‹, dachte er. Vielleicht kam es daher, weil sie so viel reisten.
Da erhob sich wieder der Wind. Es war der Wind der Levante, der von Afrika her kam. Diesmal brachte er weder den Geruch der Wüste noch die Bedrohung einer maurischen Invasion. Er trug vielmehr einen Duft herbei, den er nur allzugut kannte, und einen Kuß, der sich ganz sachte auf seine Lippen legte, und er wußte nicht, wie ihm geschah. Der Jüngling lächelte.
»Ich komme zu dir, Fatima«, sagte er.