Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Reptilia - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Reptilia

Электронная книга - «Reptilia». Краткое содержание книги:

Mitten im afrikanischen Dschungel, auf dem Grunde eines Sees, verbirgt er sich: Mokele M'Bembe, der sagenumwobene letzte Saurier. Emily Palmbridge war auf der Jagd nach ihm - und ist seither verschwunden. Aber wo verliert sich ihre Spur?
Der junge Londoner Genetiker David Astbury geht am liebsten in Ruhe seinen Forschungen nach. Doch als ihn Emilys verzweifelte Mutter um Hilfe bittet, kann er sich nicht entziehen: Emily war seine erste große Liebe.
So wird David Teil eines hochgerüsteten Expeditionsteams, dem außerdem ein skrupelloser australischer Großwildjäger, dessen Assistent und eine afrikanische Biologin angehören. Angekommen am Lac Tele, einem Urwaldsee im undurchdringlichsten Teil des Kongo, stößt das Team bald auf Spuren grausamer Kämpfe. Die erste Konfrontation mit dem monströsen Reptil ist nahe - und fordert ein Todesopfer.
Von da an eskaliert alles. Widerwillig begreift David, dass Mokele ein ganz besonderer Gegner ist - dass er Fähigkeiten besitzen muss, die von unschätzbarem Wert für die Menschheit sind. Emily scheint alles darangesetzt zu haben, die Bestie vor Entdeckung zu bewahren. Da beschließt David gegen alle Vernunft, das Tier vor seinem rachedurstigen Team zu schützen. Er wird dabei der Verlierer sein. Wenn nicht ein Wunder geschieht ...

Thomas Thiemeyer, geboren 1963, studierte Geografie und Geologie in Köln. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Stuttgart und arbeitet als selbständiger Illustrator und Umschlagdesigner. Reptilia ist sein zweiter Wissenschaftsthriller nach dem Bestseller Medusa.
1 ... 24 25 26 27 28 29 30 31 32 ... 89
Перейти на страницу:

»Möchten Sie?«

Ich schüttelte den Kopf.

Der Mann nahm einen tiefen Zug und begann dann, mit warmer, freundlicher Stimme zu sprechen: »Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Josephe Manou, Leiter des Sicherheitsdienstes«, er tippte auf sein Schulterabzeichen. »Mr. Astbury, verzeihen Sie die Unannehmlichkeiten, aber die Sicherheitsbestimmungen sind zu unser aller Schutz. Wir sind das Land in Äquatorialafrika mit den härtesten Einreisebestimmungen, und das aus gutem Grund.« Er nahm einen weiteren

Zug. »Sehen Sie, jährlich sterben viele tausend Menschen an den Folgen von Vireninfektionen. Wir dürfen daher mit unseren Vorsichtsmaßnahmen nicht nachlässig sein und müssen jeden zurückweisen, der nicht über den nötigen Impfschutz verfügt.« Er stand auf und begann im Zimmer auf und ab zu gehen. »Und als ob das nicht schon genug wäre, haben wir auch noch Probleme mit der inneren Sicherheit. Seit jeher schon stehen wir im Zentrum des Interesses internationaler terroristischer Vereinigungen, doch seit dem 11. September 2001 hat sich die Lage beträchtlich verschärft. Sie haben die Wachmannschaften sicherlich bemerkt.« Er klopfte mit der Hand gegen eine Fotowand, auf der die Köpfe der meistgesuchten Terroristen zu sehen waren. »Wir sind hier alle sehr angespannt, das werden Sie sicher verstehen. Verzeihen Sie, wenn Mandegu vorhin etwas grob vorgegangen ist. Tja, und was Sie betrifft ...«, er setzte sich wieder und blätterte noch einmal in meinem Pass herum, als wäre es ein Buch, in dem aufregende Dinge zu lesen waren, ». Sie haben Besuch.« Er schlug den Pass zu und schob ihn mir wieder hin.

Von wem, wollte ich fragen, aber da öffnete sich schon die Tür, und der Mann, den der Leiter des Sicherheitsdienstes als Mandegu bezeichnet hatte, trat ein. In Begleitung einer jungen schwarzen Frau. Sie trug Blue-jeans und ein T-Shirt, auf dem das verwüstete Gesicht des Rocksängers Iggy Pop zu sehen war. Ihr Haar war zu vielen kleinen Zöpfen geflochten, und ihr Gesicht war schmal und von außerordentlicher Schönheit. Die Frau wirkte zunächst verschüchtert und ängstlich, doch ich erkannte schnell, dass das eine Fehleinschätzung war. Als sie den Mund öffnete, ging ein Wortgewitter über dem Sicherheitsleiter nieder, dass diesem Hören und Sehen verging. Während sie auf ihn einschimpfte, fuchtelte sie ihm mit einem Dokument vor der Nase herum. Zwar verstand ich kein Wort, aber ihre Gestik und Mimik deuteten an, dass sie über meine Behandlung äußerst verstimmt war. Josephe Manou hob abwehrend die Hände und versuchte sich zu rechtfertigen, aber gegen die resolute Frau hatte er keine Chance. Er entriss ihren Fingern das Dokument, überflog es, stempelte es ab und gab es ihr zurück, den Durchschlag behielt er für sich.

»Mr. Astbury, darf ich Ihnen Mademoiselle n'Garong vorstellen? Sie kommt im Auftrag der Universität und wird sich von nun an um Sie kümmern.« Damit warf er mir einen amüsierten Blick zu. »Hiermit entlasse ich Sie aus unserer Obhut und wünsche Ihnen noch einen schönen Aufenthalt in unserem herrlichen Land.« Er streckte mir seine Hand entgegen. »Au revoir, Monsieur.«

Das war alles. Keine Erklärung, keine Entschuldigung, nichts. Au revoir. Ich war so verblüfft ob der Schnelligkeit, mit der auf einmal alles vor sich gegangen war, dass ich nicht mal mehr die Frage stellen konnte, was zur Hölle denn nun eigentlich mit meiner Cholera-Impfung war. Aber dazu blieb keine Zeit. Die Frau drängte mich aus dem Zimmer, und ehe ich mich versah, befand ich mich bereits an Bord eines brandneuen Renault Megane und auf dem Weg nach Brazza-ville.

14

Idioten«, murmelte die Frau neben mir, während sie

mit halsbrecherischem Tempo über die schlecht asphaltierte Straße Richtung Stadtzentrum bretterte. »Hirnverbrannte Idioten.«

»Wen meinen Sie?«

Sie warf mir einen kurzen Blick aus den Augenwinkeln zu, dann konzentrierte sie sich wieder auf das Verkehrschaos vor uns. »Diese verdammten Militärs«, entgegnete sie und setzte trotz des Gegenverkehrs zu einem Überholmanöver an. »Die tun, was sie wollen. Irgendwann werden sie hier den ganzen Laden übernehmen. Sie wussten seit Tagen von Ihrer Ankunft.« Sie schlug mit der Hand auf das Lenkrad. »Ich haben ihnen alle Unterlagen persönlich vorgelegt, einschließlich Ihres Passbilds. Sie wussten, wie Sie heißen, sie wussten, wie Sie aussehen, und sie wussten, wann Sie eintreffen. Es kann also kaum ein Zufall gewesen sein, dass man ausgerechnet Sie herausgefischt hat. Was wollten sie überhaupt?«

»Sie haben behauptet, mein Impfschutz wäre nicht in Ordnung. Ich hätte keinen Choleraschutz - was ja auch stimmt. Aber ich dachte .«

»Cholera, hm? Da hat man Sie reingelegt. Es gibt zurzeit keine Fälle von Cholera im Kongo.«

»Das habe ich ihnen auch gesagt, aber sie haben sich stur gestellt und behaupteten, sie müssten mich zurückschicken, wenn ich mich nicht sofort impfen ließe.« Ich schüttelte den Kopf. »Wenn es hier keine Cholera gibt, was sollte dann die Aktion?«

Aus der Art, wie sie mich ansah, schloss ich, dass sie mich in diesem Moment für ein Wesen von einem anderen Stern hielt. »Es ging natürlich um Geld. Irgendwie haben sie trotz unserer Geheimhaltung erfahren, dass Sie ein Mitglied der Expedition sind. Sie dachten wohl, sie könnten einen Teil unserer Gelder in die eigenen Taschen abzweigen. Wäre ich nicht zur Stelle gewesen, man hätte Ihnen alles abgeknöpft, was Sie besitzen. Man hätte Sie ausgezogen bis aufs Hemd, wie man so schön sagt.« Sie zwinkerte mir zu. »Wäre sicher ein netter Anblick gewesen. Übrigens, nennen Sie mich Elieshi. Ich arbeite an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Brazzaville«, fügte sie hinzu und reichte mir ihre Hand. Dabei unterbrach sie nicht für eine Sekunde ihren kriminellen Fahrstil.

»David«, entgegnete ich mit einem besorgten Blick nach vorn. Zum wiederholten Mal versuchte ich den Gedanken abzuschütteln, was wohl geschehen würde, wenn eines der entgegenkommenden Autos ausnahmsweise nicht ausweichen würde.

Doch der Adrenalinschub machte meinen umnebelten Verstand schlagartig wieder klar. Was war ich doch für ein vergesslicher Dummkopf. »Großer Gott, bitte entschul-digen Sie meine Unaufmerksamkeit«, sagte ich. »Sie sind die Biologin, die uns in den Norden begleiten wird, nicht wahr?« Ich hoffte, Sie merkte nicht, wie peinlich es mir war, dass ich sie im ersten Moment nicht erkannt hatte.

»So ist es. Freut Sie das?«

»Nun ich . äh.« Ich fühlte mich ertappt. »Schon . ja. Ich dachte zuerst, Sie wären nur irgendeine Institutsangestellte.«

Mein Gott, wie sich das anhören musste. Ich stammelte herum wie ein Teenager.

»Klingt nicht sehr überzeugend«, sagte sie in gespieltem Ernst. »Gefällt Ihnen etwas nicht an mir?« Sie blickte mich herausfordernd an.

1 ... 24 25 26 27 28 29 30 31 32 ... 89
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)