Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
Das flammende Kreuz: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
1 ... 24 25 26 27 28 29 30 31 32 ... 424
Перейти на страницу:

»Nun denn, Mr. Goodwin. Nehmt noch einen Tropfen davon, und dann bringen wir diese Angelegenheit hier zu Ende.« Ich drehte mich zu meinem Patienten um und ergriff die Zange.

Kapitel 6

For Auld Lang Syne

Roger wartete am Rand der Lichtung und beobachtete Brianna, die neben Claire stand und Kräuter zerstampfte, Flüssigkeiten in kleine Flaschen abfüllte und Verbandsmaterial abriss. Trotz der Kühle hatte sie die Ärmel aufgekrempelt, und die Kraftanstrengung beim Abreißen der Leinenstreifen ließ die Muskeln unter ihrer sommersprossigen Haut spielen.

Kräftige Handgelenke, dachte er, und der etwas verstörende Gedanke an Estella in Dickens’ »Große Erwartungen« kam ihm in den Sinn. Kräftig von Kopf bis Fuß, unverkennbar; der Wind presste ihren Rock gegen die solide Fläche ihrer Hüften, und beim Umdrehen malte sich ihr langer Oberschenkel kurz unter dem Stoff ab, glatt und rund wie ein Erlenstamm.

Er war nicht der Einzige, der das bemerkte. Die Hälfte der Leute in den Warteschlangen der beiden Ärzte beobachteten Brianna; einige – zum Großteil Frauen – mit leichtem, verwundertem Stirnrunzeln, andere – ausnahmslos Männer – mit einer Mischung aus verstohlener Bewunderung und derber Spekulation, die in Roger das Bedürfnis weckte, auf die Lichtung zu treten und augenblicklich seine Anrechte an ihr klarzustellen.

Ach, sollen sie doch hinsehen, dachte er und unterdrückte das Bedürfnis. Es bedeutet doch nur dann etwas, wenn sie die Blicke erwidert, aye?

Er trat ein kleines Stück aus dem Schutz der Bäume hervor, und ihr Kopf wandte sich in seine Richtung, sobald sie ihn bemerkte. Ihr leichtes Stirnrunzeln schmolz dahin, und ihr Gesicht erhellte sich. Er lächelte zurück, dann ruckte er einladend mit dem Kopf und wandte sich auf den Pfad, ohne auf sie zu warten.

War er wirklich so kleingeistig, dass er den Wunsch hatte, dieser Bande von Gaffern zu beweisen, dass seine Frau auf seinen Wink hin alles stehen und liegen lassen würde? Nun … ja, das war er. Seine Verlegenheit über diese Erkenntnis wurde beim Klang ihrer Schritte auf dem Pfad durch ein angenehm durchdringendes Besitzgefühl abgeschwächt; ja, sie folgte ihm.

Sie hatte ihre Arbeit zurückgelassen, trug aber etwas in der Hand; ein kleines Paket, das in Papier eingepackt und mit einer Schnur umwickelt war. Er streckte die Hand aus und führte sie vom Pfad fort zu einem kleinen Hain, wo ein Vorhang aus zerzausten roten und gelben Ahornblättern ihnen eine Art Zurückgezogenheit bot.

»Tut mir leid, dass ich dich von der Arbeit abhalte«, sagte er, obwohl es nicht stimmte.

»Schon okay. Ich war froh, da wegzukommen. Ich fürchte, Blut und Gedärme liegen mir nicht besonders.« Bei diesem Eingeständnis zog sie ein reumütiges Gesicht.

»Schon gut«, versicherte er ihr. »Das gehört auch nicht zu den Eigenschaften, die ich von meiner Frau erwartet habe.«

»Vielleicht solltest du das aber«, sagte sie und warf ihm einen brütenden Blick zu. »In dieser Gegend kann es gut sein, dass du eine Frau brauchst, die dir die Zähne ziehen kann, wenn sie verfaulen, und dir die Finger wieder annäht, wenn du sie dir beim Holzhacken abschneidest.«

Der graue Tag schien ihr aufs Gemüt geschlagen zu sein – oder vielleicht war es auch die Arbeit, die sie gerade verrichtet hatte. Ein kurzer Blick auf Claires Patientenparade mit ihrer Sammlung von Deformationen, Verstümmelungen, Wunden und grauenhaften Krankheiten war mehr als Grund genug zur Depression – außer für Claire.

Wenigstens würde das, was er Brianna zu sagen plante, sie ein wenig von den gruseligen Einzelheiten des Lebens im achtzehnten Jahrhundert ablenken. Er hob die Hand an ihre Wange und strich mit seinem eiskalten Daumen eine ihrer dichten, roten Augenbrauen glatt. Ihr Gesicht war ebenfalls kalt, doch die Haut hinter ihrem Ohr, unter ihrem Haar war warm – genau wie die anderen verborgenen Stellen ihres Körpers.

»Ich habe bekommen, was ich wollte«, sagte er fest. »Aber was ist mit dir? Bist du sicher, dass du nicht doch einen Mann willst, der Indianer skalpieren und das Essen mit seinem Gewehr auf den Tisch bringen kann? Ich hab’s auch nicht so mit Blut, aye?«

Ein Funke von Humor blitzte in ihren Augen auf, und sie verlor ihr grüblerisches Aussehen.

Er nahm ihre Hand, um sie zu einem Felsen zu ziehen, der sie zum Sitzen einlud, dann bemerkte er erneut das Päckchen in ihrer Hand.

»Was ist das?«

»Ein Hochzeitsgeschenk«, sagte sie und hielt es ihm angewidert mit zwei Fingern entgegen, als enthielte es eine tote Maus.

Er ergriff es vorsichtig, konnte aber keine Unheil verheißenden Formen unter dem Papier wahrnehmen. Er wog es auf seiner Handfläche; es war leicht, fast gewichtslos.

»Seidenstickgarn«, sagte sie als Antwort auf seinen fragenden Blick. »Von Mrs. Buchanan.« Da war es wieder, das Stirnrunzeln und dieser Ausdruck der … Sorge? Nein, es war etwas anderes, aber der Teufel sollte ihn holen, wenn er es identifizieren konnte.

»Was hast du denn gegen Stickgarn?«

»Nichts. Es geht um das, wozu es gut ist.« Sie nahm ihm das Päckchen ab und steckte es in das Täschchen, das sie an der Taille trug. Sie hielt den Blick gesenkt, während sie die Tasche wieder zuband, doch er konnte sehen, wie angespannt ihre Lippen waren. »Sie hat gesagt, es ist für unsere Leichentücher.«

»Leichen … oh.«

»Genau. Offensichtlich ist es meine eheliche Pflicht, mich am Morgen nach meiner Hochzeit hinzusetzen und mit dem Spinnen des Garns für mein Leichentuch zu beginnen.« Sie spie die Worte mit zusammengebissenen Zähnen aus. »Auf diese Weise soll ich es fertig gewoben und bestickt haben, wenn ich bei der Geburt unseres Kindes sterbe. Und wenn ich mich beeile, bleibt mir noch genug Zeit, auch eins für dich zu machen – sonst muss deine nächste Frau es zu Ende bringen.«

Er hätte gelacht, wenn er nicht so deutlich gesehen hätte, dass das Geschenk sie ernsthaft aus der Fassung brachte.

»Mrs. Buchanan ist ein Dummkopf«, sagte er und ergriff ihre Hände. »Du solltest dir diesen Unsinn nicht zu Herzen nehmen.« Brianna sah ihn mit zusammengezogenen Augenbrauen an.

»Mrs. Buchanan«, sagte sie mit großer Präzision, »ist ignorant, dumm und taktlos. Das Einzige, was man ihr nicht nachsagen kann, ist, dass sie Unsinn redet.«

»Natürlich tut sie das«, sagte er im Brustton der Überzeugung, spürte aber dennoch einen Stich der Unsicherheit.

»Wie viele Frauen hat Farquard Campbell schon unter die Erde gebracht?«, fragte sie herausfordernd. »Gideon Oliver? Andrew MacNeill?«

Neun, alles in allem. MacNeill würde heute Abend zum vierten Mal heiraten – ein achtzehnjähriges Mädchen aus Weaver’s Gorge. Der Stich meldete sich erneut, tiefer, doch er ignorierte ihn.

»Und Jenny van Campbell hat acht Kinder geboren und zwei Männer zu Tode getriezt«, konterte er mit Nachdruck. »Und was das angeht, so hat Mrs. Buchanan selbst fünf Kinder, und sie ist absolut putzmunter. Ich habe sie gesehen; Köpfe wie Runkelrüben, alle miteinander, aber gesund.«

Damit erntete er einen zögerlich zuckenden Mundwinkel, was ihn zu einem weiteren Vorstoß ermunterte.

»Du brauchst keine Angst zu haben, Schatz. Du hattest doch bei Jemmy auch keine Probleme, aye?«

»Ach nein? Tja, wenn du meinst, dass es kein Problem ist, kannst du es ja beim nächsten Mal machen!«, schnappte sie, doch ihr Mundwinkel kräuselte sich sacht. Sie zog an seiner Hand, doch er ließ sie nicht los, und sie versuchte es nicht weiter.

»Dann schließt du also nicht völlig aus, dass es ein nächstes Mal gibt, aye? Trotz der guten Mrs. Buchanan?« Er bewahrte bewusst einen leichten Tonfall, doch er zog sie an sich und hielt sie fest, das Gesicht in ihrem Haar verborgen, damit sie nicht merkte, wie viel ihm diese Frage bedeutete.

Sie ließ sich nicht zum Narren halten. Sie wich ein wenig zurück und sah ihn forschend an, ihre Augen so blau wie Wasser, so klar wie die Wahrheit.

1 ... 24 25 26 27 28 29 30 31 32 ... 424
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)