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Indiana Jones und das Geheimnis der Sphinx

Электронная книга - «Indiana Jones und das Geheimnis der Sphinx». Краткое содержание книги:

Buch Als Professor Jones von einem sterbenden Arktisforscher eine Holzkiste mit einem Stein aus Island erhalt, sind unversehens Naziagenten hinter ihm her Der mysteriöse Stein verfugt offenbar über okkulte Kräfte und weist den Weg zum legendären Ultima Thule Bald stoßt Indy mit der dänischen Forscherin Ulla Tornaes auf eine uralte Zivilisation am Rand der Welt Doch das ist erst der Beginn einer unglaublichen Reise, denn von hier führt ein Weg ins unerforschte Innere der Erde.
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»Also schön«, sagte Indy und rieb sich mit der Hand über das stoppelige Kinn. »Wir machen entschlossen weiter -hoffen weiter auf das Beste und erwarten das Schlimmste. Und noch etwas: Da wir die Strapazen dieser Expedition zu gleichen Teilen auf uns nehmen, werden wir auch allen Lohn, der dabei ans Licht kommt, gleichmäßig aufteilen. Abgemacht?« »Abgemacht, Dr. Jones.« Dann hielt Faye inne. »Aber nur unter der Voraussetzung, dass Mystery im Falle meines Ablebens ... meinen vollen Anteil erhält, und Sie alles daransetzen, sie sicher zurück nach Oklahoma zu bringen.« »Das wäre das Mindeste«, sagte Indy. »Ich kann alleine auf mich aufpassen, Sie altes Fossil«, protestierte Mystery und schlug Indy seinen Filzhut vom Kopf. »Und was Mutter betrifft, sie ist ebenso fähig wie ich, ihr wird nichts zustoßen. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass doch, werde ich Sie persönlich dafür verantwortlich machen, Dr. Jones, dass Sie mich zur Waise gemacht haben.«

KAPITEL SIEBEN

Kinder des Satans

Der große, silberne Doppeldecker mit dem roten Emblem der Firma Standard Oil auf den geriffelten Seitenwänden segelte im Gleitflug hinab bis auf ein, zwei Meter über dem Wüstenboden. Der 360-PS-Wright-Sternmotor stotterte und erstarb schließlich, nachdem er den letzten Tropfen Treibstoff aus dem 90-Gallonen-Tank gesaugt hatte. Die großen Ballonreifen sprangen zweimal auf dem harten, verkrusteten Boden auf, ließen ein Staubwolkenpaar zurück, und schließlich spürte man einen Stoß, als das Heckrad auf dem Boden aufsetzte. Faye, die auf dem Fußboden des Frachtraumes der PT6-Transportmaschine hockte, verlor das Gleichgewicht und wäre um ein Haar auf Indys Schoß gelandet. »Entschuldigung«, murmelte sie, plötzlich befangen. Als das Flugzeug ausgerollt war, entriegelte Mystery die hintere Frachtluke und sprang hinunter auf die Erde. Sowohl sie als auch ihre Mutter trugen Khakikleidung, die sie zwei Wochen zuvor auf einem Basar in einem namenlosen Dorf am Ufer des Indus erstanden hatten.

Über ihren Köpfen brannte die irakische Sonne, und mit Ausnahme einiger dunstiger blauer Berge im Norden gab es nichts zu sehen als unversöhnliche Wüste. »Wo sind wir?«, fragte Mystery.

»Irgendwo in der Oberen Ebene«, sagte Indy, als er mit einer hölzernen Planke aus dem Flugzeug hervorkam. »Hier, bring das auf dem Boden in Stellung, ja?«

Indy bestieg eines der beiden Motorräder im Frachtraum, löste die Kupplung und ließ es über die Planke bis zur Erde hinunterrollen. Dann kletterte er ins Flugzeug zurück und wiederholte den Vorgang mit dem anderen Motorrad, an dem ein Beiwagen befestigt war.

Beide Motorräder waren rote, in Amerika hergestellte Indians, und beide waren bereits längere Zeit in Gebrauch gewesen, als Indy sie tags zuvor einem Händler im Lager der Ölgesellschaft in der pakistanischen Wüste mit dem letzten Geld abgekauft hatte. Das erste Motorrad war eine 1929er Indiana 4 mit vier schwarzen, an der linken Seite austretenden Auspuffrohren sowie einem ausladenden Sitz, der aussah, als gehörte er auf einen Traktor. Das Motorrad mit dem Beiwagen war eine 1928er Indiana Scout. Auf dem Beiwagen stand, aufgemalt in Englisch und Arabisch: Eigentum des britischen Vermessungsamtes. Faye schleppte Lebensmittel und Ausrüstung heraus, die sie auf den Motorrädern festzurrten und im Gepäckfach des Beiwagens verstauten. Die leinenen Wasserschläuche hängten sie an die vorderen Kotflügel der Motorräder. Anschließend hievten Indy und Mystery das Benzin nach draußen, von dem zehn Kanister für den Rückflug der Maschine bis zur indischen Grenze vorgesehen waren. Die anderen acht Kanister wurden hinten auf den Motorrädern festgezurrt. Der Pilot öffnete die große, dreieckige, mit Glasscheiben versehene Klappe und sprang aus der Pilotenkanzel. »Das war ein bisschen knapp, finden Sie nicht?«, fragte Indy.

»Es war die erste ebene Stelle, die ich finden konnte, die nicht mit Steinen übersät war«, erwiderte der Pilot. »Außerdem sagten Sie, Sie wollten so nahe an Lalesh heran wie möglich. Bitte, es liegt ungefähr einhundert Meilen in dieser Richtung.«

Der Pilot deutete mit dem Daumen über seine Schulter nach Norden.

Als sie mit dem Wiederauftanken des Flugzeugs fertig waren, holte Indy die Karte aus seiner Mappe, breitete sie auf der Erde aus und legte seinen Kompass darauf.

»Also gut«, sagte er, auf seinen Fersen hockend. »Der Tigris liegt genau westlich, die Berge befinden sich Richtung Nordosten, und Sie sagen, Lalesh liegt einhundert Meilen weit im Norden. Damit dürften wir uns etwa hier befinden.«

Indy stieß mit seinem Zeigefinger auf die Karte.

»Eher ein Stück weiter hier drüben, glaube ich«, meinte der Pilot.

»Na gut«, sagte Indy. »Wenn wir quer durch die Wüste im Schnitt dreißig Meilen pro Stunde schaffen, müssten wir bei Einbruch der Nacht in Lalesh eintreffen. Gibt es irgendwas Besonderes, das wir wissen sollten?«

»Der Irak ist zwar britisches Protektorat«, erklärte der Pilot, »aber hier oben auf der Oberen Ebene sind Sie völlig auf sich gestellt.

Der Irak verfügt über eine eigene Armee, aber denen würde ich an Ihrer Stelle nicht trauen, falls Sie ihnen über den Weg laufen sollten. Die Offiziere haben einen Hang zum Faschismus, außerdem sind sie damit beschäftigt, einen Krieg gegen die Briten anzuzetteln. Sie werden Amerikanern nicht gerade wohlgesinnt sein. Halten Sie sich von den Stämmen der Yezedi fern, denn die stehen im Ruf, überaus unangenehm werden zu können.«

»Das habe ich gehört«, sagte Indy.

»Bagdad liegt ungefähr dreihundert Meilen südlich«, fuhr der Pilot fort. »Wenn Sie sich verirren, suchen Sie einfach den Tigris und folgen Sie ihm flussabwärts. Außerdem müsste es den einen oder anderen Außenposten der britischen Ölgesellschaften geben, bei denen Sie sich auf dem Rückweg mit Treibstoff versorgen können.«

Indy faltete die Karte zusammen und stopfte sie wieder in seine Mappe.

»Danke«, sagte er, erhob sich und schüttelte dem Piloten die Hand.

»Das ist das erste Mal, dass ich jemanden in die Mitte des Nirgendwo geflogen und dort abgesetzt habe«, antwortete der.

»Viel Glück. Ich weiß. Sie werden es brauchen.«

Indy bestieg die Indian 4, während Faye und Mystery sich darum stritten, wer im Beiwagen fahren sollte. Schließlich einigten sie sich darauf, eine Münze zu werfen, und Mystery gewann. Sie kletterte in den Sattel der Scout, während ihre Mutter es sich im

Beiwagen bequem machte.

»Weißt du, wie man dieses Ding fährt?«, fragte Indy, während er seine Motorradbrille überstreifte.

Mystery lächelte ihn bloß an und trat auf den Anlasser. Die Maschine der Scout erwachte tuckernd zum Leben, dann rutschte das Hinterrad seitlich im Staub weg, als sie die Kupplung plötzlich kommen ließ und das Gas aufdrehte.

»He!«, rief er. »Das Motorrad muss viele hundert Meilen halten.

Hier draußen gibt es keine Werkstatt!«

Doch Mystery hörte ihn nicht.

»Kinder«, sagte Indy kopfschüttelnd bei sich.

Dann ließ er sein Motorrad an und fuhr ihr hinterher.

Eine Stunde lang durchquerten sie die Hochebene, gelegentlich Findlingen ausweichend oder einen Wasserlauf hinaufkraxelnd, während ihre Staubfahnen in der heißen Nachmittagssonne hinter ihnen hingen.

Indy sah oft auf den Kompass, um sich zu vergewissern, dass sie noch immer in die richtige Richtung fuhren. Einmal hielten sie zum Mittagessen an, danach tauschten Faye und Mystery die Plätze, und sie fuhren entschlossen weiter. Im Laufe des Nachmittags wurde das Gelände unebener, und sie stellten fest, dass sie sich einer hohen Erhebung näherten, die den Tigris überblickte. Auf dem höchstgelegenen Punkt der Erhebung stand eine Gruppe sehr alter Ruinen, von denen einige offenkundig vor nicht allzu langer Zeit ausgegraben worden waren.

Indy brachte sein Motorrad zum Stehen, und Faye hielt neben ihm.

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