Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Ужасы » Highway ins Dunkel. Stories
Highway ins Dunkel. Stories - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Highway ins Dunkel. Stories

Электронная книга - «Highway ins Dunkel. Stories». Краткое содержание книги:

Ebenso wie seine Romane bürgen auch die Kurzgeschichten des Meisters hautnahen Horrors für Schreckensqualitäten vom Feinsten. Namenlose Kreaturen, mörderische Ratten, mysteriöse Erscheinungen halten Einzug in die geheimsten Winkel unseres Nervensystems ...
Das Buch
Dean Koontz gilt als Meister hautnahen Horrors, und er versäumt es auch in seinen schaudererregenden Kurzgeschichten nicht, den Leser in eine eiskalte Welt puren Entsetzens zu entführen.
Namenlose Kreaturen, die einem notorischen Dieb das Fürchten lehren, mörderische Ratten, entkommen aus einem Versuchslabor, und Wesen aus anderen Welten erschüttern unser Vertrauen in das Erdendasein nachhaltig ...
Der Autor
Dean Koontz, 1946 in Bedford/Pennsylvania geboren, besuchte das Shippensburg State College und nahm 1966 eine Lehrerstelle in Appalachia an. Wenig später heiratete er und veröffentlichte seinen ersten Roman und einige Kurzgeschichten. 1976 zog er mit seiner Familie nach Orange County/Kalifornien. In mehr als 20 Jahren schrieb Koontz 55 Bücher, die in einer Weltauflage von 60 Millionen Exemplaren in 18 Ländern verbreitet ist.
Titel der Originalausgabe STRANGE HIGHWAYS STORY COLLECTION
1 ... 19 20 21 22 23 24 25 26 27 ... 129
Перейти на страницу:

»In Ordnung.«

Tiefes eintöniges Grau.

Beruhigendes Grau.

»Du und ich, Joey! Nichts und niemand auf der Welt ist stärker als du und ich, wenn wir nur zusammenhalten. Wir sind Brüder, und dieses Band ist stärker und unverbrüchlicher als Stahl. Stärker als alles andere. Für mich ist das überhaupt das Allerwichtigste von der ganzen Welt - unsere enge Beziehung. Zwei Brüder - das ist etwas Wunderbares!«

Sie sitzen eine Weile schweigend da.

Jenseits der nassen Fenster ist die Dunkelheit schwärzer als jemals zuvor, so als wären die höchsten Berggipfel miteinander verschmolzen, so als würde nie wieder ein Streifen Himmel mit Sternen zu sehen sein, so als müßten Mom und Dad nun für immer in einem Steingewölbe ohne Fenster und Türen leben.

»Du mußt dich bald auf den Weg ins College machen«, sagte P. J. »Du hast eine weite Fahrt vor dir.«

»Ja.«

»Undich auch.«

Joey nickt.

»Du mußt mich in New York besuchen.«

Joey nickt.

»Wir werden uns ein bißchen amüsieren.«

»Ja.«

»Hier, das möchte ich dir geben«, sagt P. J. und versucht, Joey etwas in die Hand zu drücken.

»Was denn?«

»Ein bißchen zusätzliches Taschengeld.«

»Ich will es nicht haben.« Joey ballt seine Hand zur Faust.

P. J. drückt ihm trotzdem mehrere Geldscheine zwischen die Finger. »Ich möchte es dir aber geben. Ich weiß doch, daß man im College ein paar Extradollar immer gut gebrauchen kann.«

Joey schüttelt das Geld ab.

P. J. gibt nicht auf, versucht das Geld in Joeys Tasche zu stecken. »Na komm, es sind doch nur dreißig Dollar, kein Vermögen, nur eine Kleinigkeit. Laß mir doch den Spaß, den reichen Mann zu spielen. Es ist ein tolles Gefühl, und ich habe so selten die Gelegenheit, etwas für dich zu tun.«

Widerstand ist so schwierig und scheint so sinnlos - nur dreißig Dollar, eine unbedeutende Summe -, daß Joey sich das Geld in die Tasche schieben läßt. Er ist viel zu erschöpft, um sich zu wehren.

P. J. klopft ihm freundschaftlich auf die Schulter. »Du solltest jetzt packen und losfahren.«

Sie gehen ins Haus.

Ihre Eltern sind neugierig.

»He, warum steht ihr zwei Blödhammel denn ewig im Regen herum?« fragt Dad.

P. J. legt einen Arm um Joeys Schultern. »Ach, das war nur ein Plausch zwischen großem und kleinem Bruder. Über den Sinn des Lebens und all das.«

»Na klar - dunkle Geheimnisse!« scherzt Mom lächelnd.

Joey liebt sie in diesem Moment so sehr, daß die Kraft dieser Liebe ihn fast in die Knie zwingt.

Verzweifelt zieht er sich in das Schneckenhaus aus ewigem Grau zurück, wo alle Schmerzen betäubt werden.

Er packt hastig und fährt einige Minuten vor P. J. ab. Alle umarmen ihn zum Abschied; die Umarmung seines Bruders ist besonders herzlich, besonders innig.

Einige Kilometer außerhalb von Asherville fallt Joey ein Auto auf, das hinter ihm auf der Bundesstraße rasch näher kommt. An der großen Kreuzung überholt es ihn plötzlich und biegt mit hoher Geschwindigkeit in die Coal Valley Road ab.

Schmutzige Wasserfontänen bespritzen Joeys Mustang, doch als die Windschutzscheibe wieder klar ist, sieht er, daß der andere Wagen auf dem Highway stehengeblieben ist.

Er weiß, daß es P. J. ist.

P. J. wartet.

Noch ist es nicht zu spät.

Noch gibt es Raum, noch ist Zeit.

Alles hängt nur davon ab, ob er nach links abbiegt.

Das ist der Weg, den er sowieso einschlagen wollte.

Er braucht nur nach links abzubiegen und zu tun, was getan werden muß.

Rote Rücklichter in der Dunkelheit. Signale im Regen. Das Auto wartet.

Joey fährt geradeaus auf der Bundesstraße weiter, vorbei an der Coal Valley Road, in Richtung Interstate.

Und auf der Interstate fallen ihm - obwohl immer noch der Teufel der Gefühllosigkeit in seinem Herz sitzt - unwillkürlich einige Bemerkungen ein, die P. J. gemacht hat, Bemerkungen, die jetzt einen tieferen Sinn bekommen. »Es ist so leicht, mich zu vernichten, Joey, aber noch leichter ist es, einfach zu glauben ...« So als wäre die Wahrheit keine objektive Größe, so als könnte alles, was jemand glauben möchte, die Wahrheit sein. Und: »Mach dir wegen der Fingerabdrücke keine Sorgen. Ich habe keine hinterlassen. Ich war sehr vorsichtig.« Vorsicht setzt ein absichtliches Handeln voraus. Ein zu Tode erschrockener, verwirrter, unschuldiger Mann wird nicht so rational handeln, wird nicht alle Spuren beseitigen, die ihn mit einem Verbrechen in Verbindung bringen könnten.

Hatte es überhaupt einen bärtigen Mann mit schmierigen Haaren gegeben - oder war das nur eine durch Charles Manson inspirierte Erfindung? Und wenn das Auto die Frau auf der Pine Ridge so heftig gerammt hatte, daß sie auf der Stelle tot gewesen war - warum war es dann völlig unbeschädigt?

Joey fährt immer schneller durch die Nacht; er braust dahin, so als könnte er auf diese Weise alle Fakten und die daraus resultierenden Folgerungen hinter sich lassen. Dann findet er das Glas, verliert die Kontrolle über seinen Mustang, rast gegen den Wegweiser .

. und stellt fest, daß er an der Leitplanke steht und auf ein Feld voller Unkraut und Gestrüpp starrt, ohne zu wissen, was er hier macht. Der Wind heult über die Interstate.

Graupeln peitschen sein Gesicht, seine Hände. Blut. Eine Schnittwunde an der rechten Schläfe.

Eine Kopfverletzung. Er berührt die Wunde, und ein greller Blitz durchzuckt seine Stirn, ein heißes Feuerwerk von Schmerz.

Eine Kopfverletzung, sogar eine kleine, kann alle möglichen Folgen haben, bis hin zum Gedächtnisschwund. Die Erinnerung kann ein Fluch sein und Glück verhindern. Hingegen kann Vergessen ein Segen sein und sogar mit der bewundernswertesten aller Tugenden verwechselt werden - mit dem Verzeihen.

Er kehrt zum Wagen zurück. Fährt ins nächste Krankenhaus, um die blutende Wunde nähen zu lassen.

Alles wird wieder gut werden.

Alles wird wieder gut werden.

Im College besucht er noch zwei Tage die Vorlesungen, aber er sieht plötzlich keinen Sinn mehr darin, auf den engen Wegen akademischer Bildung zu wandern. Er ist der geborene Autodidakt, und kein Lehrer könnte jemals so viel von ihm verlangen, wie er selbst sich abverlangt. Außerdem muß er, wenn er Schriftsteller werden will, Erfahrung in der realen Welt sammeln, um aus diesem Fundus schöpfen zu können, wenn er seine Kunstwerke zu Papier bringt. Die verdummende Atmosphäre der Hörsäle und die altmodischen Weisheiten der Lehrbücher werden die Entwicklung seines Talents nur behindern, werden seine natürliche Kreativität ersticken. Er muß etwas wagen, er muß die Akademie verlassen und sich in den turbulenten Strom des Lebens stürzen.

Er packt seine Sachen und kehrt dem College für immer den Rücken. Zwei Tage später verkauft er irgendwo in Ohio seinen Mustang einem Gebrauchtwagenhändler und trampt weiter nach Westen.

1 ... 19 20 21 22 23 24 25 26 27 ... 129
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)