Электронная книга - «Charlie und die Schokoladenfabrik». Краткое содержание книги:
Roald Dahl, 1916-1990, war Mitarbeiter der Shell Company in Ostafrika, im Zweiten Weltkrieg Pilot bei der Royal Air Force. Er schrieb folgende Kinderbücher: «Danny oder Die Fasanenjagd» (rotfuchs 315); «Der Zauberfinger» (rotfuchs 422); «James und der Riesenpfirsich» (rotfuchs 858); «Sophiechen und der Riese» (Deutscher Jugendliteraturpreis, rotfuchs 582); «Hexen hexen» (rotfuchs 587); «Die Zwicks stehen kopf» (rotfuchs 609); «Der fantastische Mr. Fox» (rotfuchs 615); «Matilda» (rotfuchs 855, März 97); «Ottos Geheimnis», 1991; «Das Konrädchen bei den Klitzekleinen», 1992; «Die Giraffe, der Peli und ich», 1993, u.a.
«Und wie wirkt das?» fragte Herr Schießer mißtrauisch.
«Davon wachsen seine Zehen, bis sie so lang wie seine Finger sind.»
«Um Himmels willen!» rief Frau Schießer entsetzt.
«Seien Sie nicht dumm. Das ist äußerst nützlich. Dann kann er mit den Füßen Klavier spielen.»
«Aber Herr Wonka...»
«Keine unnötigen Debatten, bitte!» Herr Wonka drehte sich um und schnippte dreimal mit den Fingern. Sofort erschien ein Umpa-Lumpa. «Halte dich genau an dieses Rezept», sagte Herr Wonka und gab dem Umpa-Lumpa ein Stück Papier, auf das er in aller Eile ausführliche Anweisungen geschrieben hatte. «Der
Junge steckt in der Jackentasche seines Vaters. Jetzt ab mit dir! Auf Wiedersehen, Frau Schießer! Auf Wiedersehen, Herr Schießer! Und machen Sie bitte nicht so besorgte Gesichter! Es wird alles wieder gut!» Die Umpa-Lumpas an der schwarzen Kamera am anderen Ende des Raumes schlugen schon leise ihre kleinen Trommeln und fingen an, sich alle im selben Rhythmus zu wiegen.
«Jetzt singen sie wieder!» sagte Herr Wonka. «Man kann es ihnen, fürchte ich, nicht abgewöhnen.»
Der kleine Charlie nahm Großvater Josefs Hand, und so standen die beiden ganz allein neben Herrn Wonka in dem langen, leeren, hell erleuchteten Saal und hörten sich das Lied der Umpa-Lumpas an:
«Für den, der Kinder gerne hat, gibt es noch einen guten Rat -der wäre: Laßt sie niemals an den Fernseh-Flimmerkasten ran! (Am besten wär's, in allen Fällen den Kasten gar nicht aufzustellen.) Doch vielfach achtet man nicht drauf und läßt den Dingen ihren Lauf: der halbe Tag, die halbe Nacht wird vor dem Bildschirm zugebracht. Natürlich zieht es Kinder immer zu jeder Art von Bildgeflimmer. Wenn sich nur irgendwas bewegt, schon sind sie davon angeregt und sind bereit, sich voll Vertrauen den größten Blödsinn anzuschauen. Es staunt das Kind, es starrt und stiert und ist schon ganz hypnotisiert. -Es treten - viel scheint nicht zu fehlen -ihm fast die Augen aus den Höhlen.O ja, dann sind sie <brav> und <nett>,sie klettern nicht aufs Fensterbrettund streiten nicht und sind nicht wild -sie starren unverwandt aufs Bild.Da kann Mama die Haushaltssachenin aller Ruhe fertig machenund kann die freie Zeit benutzenzum Tellerwaschen, Schuheputzen...Doch habt ihr niemals recht bedacht,was das aus euren Kindern macht?Die Sinne nehmen schweren Schaden,und der Verstand wird überladen.Die Phantasie wird nicht geübt,die Kraft zu denken wird getrübt,und schließlich wird der Kinderkopfmit lauter Plunder vollgestopft!Was wird, so könnte man sich fragen,denn aber dafür vorgeschlagen?Mal angenommen, es gelingt,daß man das Ding beiseite bringt,damit das Kind nicht fernsehn kann -womit beschäftigen wir es dann?Die Antwort will uns leicht erscheinen:Was machten sie denn sonst, die Kleinen?Was hielt sie damals denn auf Trab,als es das Fernsehn noch nicht gab?Ihr habt's vergessen? Wißt's nicht mehr?Dann hört noch einmal alle her:Sie lasen nämlich! Ja, sie lasen!Von Rittern auf dem grünen Rasen,von Drachen, Königen und Elfen,von Bärenfängern und von Wölfen,von Schmugglern, die mit schweren Schätzenbei Nacht durch dunkle Wälder hetzen, von Kapitänen, Segelschiffen,von Inseln und Korallenriffen,von Riesenhaien, Riesenwalenund fürchterlichen Kannibalen...So war das - früher gab es immerviel Bücher in dem Kinderzimmer,am Boden und im Kinderbettund oben auf dem Bücherbrett.Die Kleinen hatten ihre Märchenvom Osterhasen und vom Bärchen,vom Hans im Glück, der Vogelschuleund von der grauen Regenjule,vom Tischleindeckdich und vom Mond,vom Schloß, in dem Dornröschen wohnt,vom Ruprecht und vom Nikolaus,von Onkel Fuchs und Tante Maus.Wie wußte man in früherer Zeitin Märchenbüchern gut Bescheid!Nehmt unsern Rat! Es ist am besten,ihr trennt euch von den Flimmerkästenund an der Stelle, gleich darauf,baut ein Regal für Bücher aufVerzichtet auf die bösen Blicke,Revolver, Messer, Ketten, Stricke,das Schreien, Stöhnen und das Schießen.Bald wird das Kind sich neu entschließen,die alten Dinge abzustreifen,nach einem schönen Buch zu greifen.Und hat es damit erst begonnen,dann haben wir schon halb gewonnen:Es wird von sich aus interessiert -was dann allmählich dazu führt,daß es die neue Welt entdeckt,die in den schönen Büchern steckt.Es lernt und staunt und ändert sich -kaum ist ihm mehr erinnerlich, wie's damals seine Zeit verlor vor dem verrückten Flimmerrohr. PS: Was nun den Micky anbelangt, um den ein jeder von euch bangt: Wir wollen tun, was an uns liegt, daß er die alte Größe kriegt, mit Sorgfalt, Umsicht und Geduld -wenn nicht, hat er alleine schuld.»