Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Исторические детективы » Das Kloster der toten Seelen
Das Kloster der toten Seelen - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das Kloster der toten Seelen

Электронная книга - «Das Kloster der toten Seelen». Краткое содержание книги:

Peter Tremayne ist das Pseudonym eines anerkannten Historikers, der sich auf die versunkene Kultur der Kelten spezialisiert hat. In seinen im 7. Jahrhundert spielenden historischen Romanen löst Schwester Fidelma, eine irische Nonne von königlichem Geblüt und gleichzeitig Anwältin bei Gericht, auf kluge und selbstbewußte Art die schwierigsten Fälle. Wegen des großen internationalen Erfolgs seiner Serie um Schwester Fidelma wurde Peter Tremayne 2002 zum Ehrenmitglied der Irish Literary Society auf Lebenszeit ernannt.
Aus einer kleinen religiösen Gemeinschaft sind sämtliche Mönche verschwunden, im Refektorium steht noch ihr beinahe unberührtes Mahl. Es ist, als hätte sich die Erde geöffnet und die Klosterbrüder verschlungen. Da entdeckt man sieben der Mönche ermordet auf den Klippen am Meer und unweit davon ein angelsächsisches Schiff. Trotzdem liegen die Dinge weniger klar, als sie scheinen. Und es wird entschieden gefährlich für Schwester Fidelma und Bruder Eadulf, ehe sie wissen, welche handfesten irdischen Absichten und Interessen hinter dem mystisch anmutenden Vorfall und einigen weiteren Morden in der Gegend stecken.
Aus dem Englischen von Susanne Olivia Zylla
Die Originalausgabe unter dem Titel »Smoke in the Wind« erschien 2001 bei Headline Book Publishing, London.
1 ... 16 17 18 19 20 21 22 23 24 ... 77
Перейти на страницу:

Fidelma lief zurück in den Stall. »Idwal, es gibt noch eine Frage. Die Botschaft betreffend ...«

»Ich habe dir doch schon gesagt, daß ich nichts darüber verraten werde«, entgegnete der Junge entschlossen.

Fidelmas Stimme klang ruhig, aber sicher. »Nun gut. Ich nehme an, daß du auf die Bitte nicht eingegangen bist, weil du etwas gegen Mairs Liebhaber hattest? Ist es so?«

Idwals Gesichtsausdruck verriet ihr, was sie wissen wollte.

»Siehst du, Idwal«, fuhr Fidelma freundlich fort, »die Wahrheit kommt immer von allein ans Tageslicht. Wer war dieser Mann?«

Der Junge machte eine abwehrende Geste. »Ich habe einen Eid geschworen.«

»Deine Zukunft kann davon abhängen, ob du mir den Namen des Mannes nennst oder nicht.«

»Ich habe einen Eid geschworen.«

Fidelma hatte viel Übung darin, den Charakter eines Menschen einzuschätzen, und erkannte, daß Idwal dabei bleiben würde. »Nun gut, dann lassen wir das, Idwal.«

Kopfschüttelnd kehrte sie zu Bruder Meurig und Eadulf zurück. »Eadulf hatte recht. Der Junge beharrt zwar darauf, uns nicht zu verraten, für wen die Nachricht war, aber sein Gesicht verriet mir die Wahrheit, als ich ihm auf den Kopf zusagte, daß sie wohl für Mairs Liebhaber bestimmt war. Seinen Namen konnte ich jedoch nicht in Erfahrung bringen.«

»Eins übersehen wir«, stellte Bruder Meurig klar. »Wir reden hier nur von platonischer Liebe, nicht von körperlicher. Die Indizien belegen, daß Mair noch Jungfrau war. Damit hätte der Junge immer noch ein Mordmotiv. Rache, weil das Mädchen ihn um des anderen willen ablehnte.«

»Ich glaube, wir warten mit weiteren Fragen besser bis morgen«, erwiderte Fidelma. »Heute abend scheint Idwal entschlossen zu sein, seinen Schwur nicht zu brechen. Bis morgen hat er es sich vielleicht anders überlegt.«

Sie machten sich endgültig auf den Weg zum Haus; plötzlich blieb Bruder Meurig stehen. Im Schein der Laterne, die er trug, konnte man sein besorgtes Gesicht erkennen. »Vielleicht ist der Junge doch schlauer, als wir denken. Es könnte sein, daß er uns an der Nase herumführt.«

»Falls er das nicht tut«, entgegnete Fidelma, »könnte seine Aussage nicht nur klarstellen, warum Iestyn sah, wie sich der Junge und das Mädchen stritten, sondern auch - und das ganz zum Vorteil des Jungen -, daß ein anderer ein Motiv hatte, Mair umzubringen.«

Bruder Meurig äußerte Zweifel.

»Aber zu diesem Zeitpunkt«, beruhigte ihn Fidel-ma, »geht es nicht so sehr darum, die richtigen Antworten zu erhalten, sondern darum, den richtigen Personen die richtigen Fragen zu stellen. Habt ihr gehört, daß Elen, Gwndas Tochter, sagte, sie sei eine Freundin von Mair? Sie schien auch um Idwal Angst zu haben. Vielleicht weiß sie etwas? Wenn ich dir also einen Rat geben darf, so müßtest du versuchen, mit ihr zu reden, ohne daß Gwnda dabei ist. Es schien ihm nicht zu passen, daß sich seine Tochter Sorgen um Idwal macht.«

Bruder Meurig sah sie anerkennend an. »Und da ist noch die Haushälterin Buddog«, fügte er hinzu. »Es war ziemlich hart, was sie Mair bezüglich äußerte.«

»Das habe ich auch bemerkt. Noch ehe wir uns zur Nacht zurückziehen, wollen wir kurz mit ihr sprechen.«

Buddog war in der Küche. Sie war gerade dabei, mit ihren kräftigen Händen einem Huhn den Hals umzudrehen. Als sie eintraten, blickte sie mürrisch auf. Sie legte das getötete Huhn zu drei weiteren, die noch bis morgen gerupft werden mußten.

»Ich werde euch eure Schlafräume zeigen«, sagte sie, stand auf und wischte sich die Hände an einem Tuch ab.

Bruder Meurig bat sie, dem Jungen etwas zu essen zu bringen und ihm die Fesseln zu lockern.

»Das Essen werde ich ihm hinbringen«, erwiderte Buddog kühl. »Wegen seiner Fesseln müßt ihr mit Gwnda reden.«

»Das werde ich tun«, sagte Bruder Meurig. »Was hast du damit gemeint, als du sagtest, daß Mair den Tod verdient hat?«

Buddog entglitten die Gesichtszüge. »Ich habe nur meine persönliche Ansicht geäußert«, sagte sie.

»Und worauf stützt sich deine persönliche Ansicht?« Fidelma ließ nicht locker.

Buddog zögerte. Ihre Lippen wurden schmal. Sie lächelte geringschätzig. »Im ganzen Ort ist bekannt, daß das Mädchen gerne kokettierte. Mair bändelte mit jedem Mann an, von dem sie sich etwas versprach.«

»Willst du damit sagen, daß sie sich wahllos mit Männern herumtrieb?« fragte Fidelma ganz direkt.

»Ich dachte, ich hätte mich klar ausgedrückt.«

»Eine Jungfrau, die sich mit Männern herumtreibt? Das ist ein Widerspruch in sich«, murmelte Bruder Meurig.

»Jungfrau?« Buddog brach in schallendes Gelächter aus.

»Du glaubst nicht, daß sie noch Jungfrau war?«

»Ich äußere nur meine Ansichten«, erwiderte die Dienerin schnippisch. »Ich habe sie nicht untersucht.«

»Mit wem hat sie sich denn herumgetrieben?« erkundigte sich Fidelma. »Du hast gesagt, daß sie die Männer herausgefordert hat.«

Buddog schürzte die Lippen, vielleicht bedauerte sie bereits, daß sie etwas darüber hatte verlauten lassen. »Warum fragst du nicht Iestyn? Ich sah, wie er mit einem verzückten Lächeln auf dem Gesicht durch den Wald ging. Später erfuhr ich, daß er von Mair gekommen war.«

»Wann war das?« fragte nun Bruder Meurig.

»Vor ein paar Tagen ... Oh, an dem Tag, an dem sie starb.«

»Und was hattest du zu der Zeit im Wald zu tun?« fragte Fidelma rasch.

»Ich habe Pilze fürs Mittagessen gesammelt.«

»Buddog!« erklang die befehlsgewohnte Stimme von Gwnda, der an der Tür aufgetaucht war. »Vertu die Zeit nicht mit Schwatzen! Führe unsere Gäste sofort in ihre Räume! Siehst du nicht, daß sie müde sind?«

Buddog blickte ihn verärgert an, schwieg aber. Gwnda wollte sich schon entschuldigen, doch Bruder Meurig kam ihm zuvor.

»Wir hatten noch einige Fragen, Gwnda.«

Der Fürst von Pen Caer runzelte die Stirn. »Ihr solltet eure Fragen mir und nicht meinen Bediensteten stellen«, sagte er unfreundlich.

»Das würde uns nicht weiterhelfen, wir wollten etwas von Buddog wissen«, entgegnete Fidelma. Sie mochte den tyrannischen Fürsten von Pen Caer nicht, insbesondere die Art, wie er die Frauen in seinem Haushalt behandelte. »Ich glaube, Bruder Meurig hat eine Bitte an dich.«

Nun war es an Bruder Meurig, Gwnda zu sagen, daß er es für besser hielte, wenn man Idwal etwas zu essen brächte und ihm die Fesseln bis auf die Kette am Fuß abnähme. Gwnda grunzte etwas Unverständliches und drehte sich um. Bruder Meurig betrachtete das als Zustimmung und ließ ihn gehen.

»Sehr bedauerlich«, meinte der Richter kurze Zeit später, als er, Fidelma und Eadulf auf dem Flur vor ihren Räumen standen, zu denen sie Buddog geführt hatte, die kein Wort mehr gesagt hatte.

»Vielleicht kannst du ja morgen weiter mit ihr reden?« schlug Fidelma vor. »Möglicherweise sind es nur Mutmaßungen, die Buddog über Iestyn äußerte. Sicher ist, daß sie Mair nicht mochte. Doch wir sollten uns jetzt zur Ruhe begeben.«

»Vielen Dank, daß du mir Gelegenheit gegeben hast, die Methode, wie du die Fragen stellst, zu studieren«, sagte Bruder Meurig lächelnd. »Ich verstehe jetzt, warum du ein solches Ansehen genießt.« Er zögerte und blickte zu Eadulf. »Ich meine, warum ihr beide ein solches Ansehen genießt.«

Eadulf machte keine Anstalten, auf Meurigs nachträgliche Erwähnung seiner Person etwas zu erwidern.

»Eadulf und ich werden morgen in aller Frühe nach Llanpadern aufbrechen«, erklärte Fidelma.

»Ihr werdet nicht noch bleiben? Wollen wir nicht diesen Fall gemeinsam zu Ende bringen, ehe ihr weiterreitet? Ich dachte, ihr wäret daran interessiert?« Bruder Meurig war überrascht.

1 ... 16 17 18 19 20 21 22 23 24 ... 77
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)