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READ-E-BOOK » Космическая фантастика » Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]
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Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]

Электронная книга - «Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]». Краткое содержание книги:

Seit längerer Zeit wird vom besiedelten Teil der Galaxis aus ein rätselhafter Stern beobachtet: Nicht nur, dass er auf einer engen Bahn um den Mittelpunkt der Milchstraße läuft und hoch in den galaktischen Halo aufsteigt, nach jeweils 215 Jahren Dunkelperiode strahlt er auch plötzlich für 35 Jahre hell auf, um sich dann wieder zu verdunkeln. Als man feststellt, dass der einzige Planet, der ihn umkreist, von intelligenten Wesen bewohnt ist, rüsten die Dschöng Ho, eine friedliche Händlerzivilisation, ein Raumschiff aus, um Kontakt zu der fremden Spezies aufzunehmen. Zugleich jedoch startet das Schiff einer skrupellosen Aufsteiger-Zivilisation — Menschenabkömmlinge, die während der Isolation in die Barbarei abgesunken waren und inzwischen wieder zu Hochtechnologie und Raumfahrt fähig sind. Doch sie sind Barbaren geblieben: Sie überrumpeln die Händler, töten etliche von ihnen und versklaven den Rest. Und genau so gedenken sie mit der Bevölkerung des Planeten zu verfahren, um ihr wissenschaftliches Know-how zu erbeuten. Sie gehen in eine orbitale Lauerstellung und warten ab, bis die Sonne erneut in die Lichtphase tritt und die Bewohner in ihren ›Tiefen‹ aus dem Kälteschlaf erwachen. Aber sie ahnen nicht, dass auf dem Planeten auch jemand lebt, der von ihrer Anwesenheit weiß…
›Eine Tiefe am Himmel‹ wurde mit dem Hugo Gernsback Award und dem John W. Campbell Award als bester Roman des Jahres ausgezeichnet.
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»Du bist dir sicher, dass sie mich wird sehen können?«

Marli schaute von seinen Geräten hoch. »Jawohl. Und ich habe Sprechbereitschaft von ihrer Datenbrille.«

Du bist am Zug, Hülsenmeister. Der größte Auftritt deines Lebens. »Qiwi! Bist du da?«

»Ja, ich…«, und er hörte, wie Qiwi rasch Luft holte. Hörte. Ein Bild kam nicht zurück; die verzweifelte Lage war nicht gestellt. »Vater!«

Nau hielt Ali Lins Kopf und Schultern in seinen Armen. Die Wunden des Blitzkopfes waren tiefe Schnitte, die einen Morast von Blut durch provisorische Verbände sickern ließen. Pest, ich hoffe, der Kerl ist nicht tot. Aber vor allem musste es echt aussehen; Marli hatte sein Möglichstes getan.

»Das war Vinh, Qiwi. Er und Trinli haben uns angefallen, Kal Omo getötet. Sie hätten Ali getötet, wenn… wenn ich sie nicht hätte entkommen lassen.« Die Worte stürzten heraus, gespeist von echter Wut und echter Furcht und gelenkt von taktischen Notwendigkeiten. Der brutale Überfall von Verrätern zu einem Zeitpunkt, wo alles am kritischsten war, wo eine ganze Zivilisation auf dem Spiel stand. Die Zerstörung der Nordpfote. »Ich habe gesehen, wie zwei von den Kätzchen ertrunken sind, Qiwi. Es tut mir Leid, wir kamen nicht nahe genug heran, um sie zu retten…« Die Stimme versagte ihm, und das gekonnt.

Er hörte leise, gleichsam erstickte Geräusche vom anderen Ende der Verbindung, Geräusche, wie sie Qiwi in Augenblicken absoluten Entsetzens machte. Verdammt, das konnte die Erinnerungskette auslösen. Er unterdrückte seine Angst und sagte: »Qiwi, wir haben noch eine Chance. Haben sich die Verräter bei Benny blicken lassen?« Ist Pham Nuwen in den Salon vorgedrungen?

»Nein. Aber wir wissen, dass etwas schrecklich schief gegangen ist. Wir haben die Bildverbindung zur Nordpfote verloren, und unten auf der Arachna sieht es nach Krieg aus. Das hier ist eine private Verbindung, aber alle haben gesehen, wie ich Bennys Salon verlassen habe.«

»In Ordnung. In Ordnung. Das ist gut, Qiwi. Wer immer mit Vinh und Trinli unter einer Decke steckt, ist noch verwirrt. Wir haben eine Chance, wir beide…«

»Aber sicherlich können wir doch…« Qiwis Einspruch verlor sich, und sie stritt nicht mit ihm. Gut. So kurz nach einer Gehirnwäsche war Qiwi am unsichersten. »In Ordnung. Aber ich kann helfen. Wo hältst du dich versteckt? Einer der Schleusengänge?«

»Ja, wir sitzen hinter der Außenluke fest. Aber wenn wir herauskommen, können wir die Lage retten. L1-A hat…«

»Welcher Schleusengang?«

»Äh…« Er schaute zur Luke hin. In Marlis Licht war eine Nummer gerade noch sichtbar. »S-sieben-vier-fünf. Genügt das?«

»Ich weiß, wo das ist. Ich treffe dich in zweihundert Sekunden. Mach dir keine Sorgen, Tomas.«

Herrgott! Es war ungeheuer beeindruckend, wie rasch sich Qiwi erholt hatte. Nau wartete einen Moment, dann schaute er Marli fragend an.

»Die Verbindung ist unterbrochen, Herr Hülsenmeister.«

»In Ordnung. Stell sie neu ein. Sieh zu, ob du zu Ritser Brughel durchdringen kannst.« Das war vielleicht die letzte Gelegenheit, die Planetenoperation zu überprüfen, bevor alles gelaufen war, so oder so.

Die Unsichtbare Hand hatte den Horizont von Südende überquert, als die Raketen dort eintrafen. Dennoch zeigten Jaus Bildschirme Blitze in die obere Atmosphäre hinauf. Und ihre nachfolgenden Satelliten übertrugen eine detaillierte Analyse der Zerstörung. Alle drei Kernsprengköpfe waren im Ziel.

Aber Ritser Brughel war nicht vollends zufrieden. »Zeitlich war es nicht richtig abgestimmt. Die Sprengköpfe hatten nicht die bestmögliche Tiefenwirkung.«

Bil Phuongs Stimme kam über den allgemeinen Sprechkanal der Brücke. »Ja, Herr Hülsenmeister. Das hing von hochkomplizierten topographischen Berechnungen ab — die L1 momentan nicht liefert.«

»In Ordnung. In Ordnung. Wir kriegen es hin. Xin!«

»Ja, Herr Hülsenmeister?« Jau schaute von seinem Pult auf.

»Sind Ihre Leute bereit für den Schlag gegen die Raketenstellungen?«

»Ja, Herr Hülsenmeister. Die Kurskorrektur, die wir soeben abgeschlossen haben, wird uns über den meisten davon vorüberführen. Wir werden einen Gutteil der Einklang-Raketen ausschalten.«

»Pilotenverwalter, ich möchte, dass Sie persönlich…« Ein Ton erklang auf Brughels Pult. Es gab kein Bild, doch der Vize-Hülsenmeister lauschte einer einlaufenden Information. Nach einem Moment sagte Brugheclass="underline" »Jawohl, Herr Hülsenmeister. Das können wir ausgleichen. Wie ist die Lage bei Ihnen?«

Was geht dort oben vor sich? Was passiert mit Rita? Jau zwang sich, seine Aufmerksamkeit von dem Ferngespräch abzuwenden, und schaute auf seine eigenen Situationsanzeigen. Er trieb seine Blitzköpfe jetzt wirklich zum Äußersten. Raffinement war jetzt nicht mehr möglich. Sie konnten die Operation gegenüber den Datennetzen der Spinnen nicht tarnen. Die Raketenstellungen des Einklangs erstreckten sich über einen breiten Streifen des Nordkontinents und folgten nur annähernd dem Kurs der Unsichtbare Hand. Jaus Piloten koordinierten ein Dutzend Vermessungs-Blitzköpfe. Das Flickwerk von Kampflasern, über das die Hand verfügte, konnte oberflächennahe Startanlagen ausschalten, doch nur, wenn sie das Ziel fünfzig Millisekunden lang bestreichen konnten. Alles zu treffen, wäre ein unglaubliches Ballett von Feuerkraft gewesen. Einige der tiefsten Ziele, Angriffsraketen, würden sie mit Bunker brechenden Bomben belegen. Die waren bereits gestartet worden und gingen jetzt hinter ihnen im Bogen nieder.

Jau hatte alles getan, damit das funktionierte. Ich hatte keine Wahl. Alle paar Sekunden stieg das Mantra in seinem Bewusstsein auf, die Antwort auf das ebenso hartnäckige Ich bin kein Schlächter.

Doch jetzt… jetzt gab es vielleicht eine sichere Möglichkeit, Brughels schreckliche Befehle zu umgehen. Sei ehrlich, du bist immer noch ein Schlächter. Aber von Hunderten, nicht von Millionen.

Ohne eingehende geographische und topologische Zuarbeit von L1 konnten alle möglichen kleinen Fehler vorkommen. Der Schlag gegen Südende zeigte das. Jaus Finger huschten über seine Tastatur, schickten letzte Hinweise an seine Gruppe. Der Fehler war sehr geringfügig. Doch er würde einen Fächer zufälliger Abweichungen in ihren Angriff auf die Abwehrraketen bringen. Die meisten von diesen Schlägen würden jetzt das Ziel verfehlen. Der Einklang würde eine Chance gegen die Kernwaffen der Sinnesgleichen haben.

Rachner Thrakt ging in dem Besuchervorbau auf und ab. Wie lange konnte Unterberg brauchen, um herauszukommen? Vielleicht hatte der Kupp seine Meinung geändert oder einfach vergessen, was er hatte tun wollen. Der Wachposten sah auch verärgert aus. Er sprach über eine Art Nachrichtenverbindung, die Worte waren unhörbar.

Schließlich ertönte das Jaulen verborgener Motoren. Einen Augenblick später glitten die alten Holztüren zur Seite. Ein Geleitkäfer kam heraus, dicht gefolgt von Scherkaner Unterberg. Der Wachposten kam um seinen Wachvorbau herumgerannt. »Herr Professor, könnte ich einen Moment mit Ihnen sprechen? Ich erhalte gerade…«

»Ja, aber lassen Sie mich erst einmal kurz mit dem Oberst hier reden.« Unterberg schien unter dem Gewicht seiner Parka zusammenzusinken, und jeder Schritt zog ihn ein Stück seitwärts. Der Geleitkäfer zog Unterberg geduldig zurück auf einen mehr oder weniger geraden Weg zu Thrakt hin.

Unterberg erreichte den Besuchervorbau. »Ich habe jetzt ein paar Minuten Zeit, Oberst. Es tut mir sehr Leid, dass Sie ihren Posten verloren haben. Ich möchte…«

»Das ist jetzt nicht wichtig, Herr Professor! Ich muss Ihnen etwas sagen.« Es war ein Wunder, dass er zu Unterberg vorgedrungen war. Wenn ich ihn jetzt nur überzeugen kann, ehe dieser Wachposten sich aufrafft und dazwischengeht. »Unsere Befehlsautomatik ist korrupt, Herr Professor. Ich habe Beweise!« Unterberg hob protestierend die Arme, doch Rachner redete fieberhaft weiter. »Es klingt verrückt, aber es erklärt alles: Es gibt eine…«

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