Elfenlicht
- Автор: Хеннен Бернхард
- Год: 2006
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne Verlag
- ISBN: 978-3-453-52218-3
- Жанр: Фэнтези
Электронная книга - «Elfenlicht». Краткое содержание книги:
Und plötzlich scheint nicht dem Schwertmeister Ollowain, sondern den Kindern des Menschenkönigs Alfadas die Schlüsselrolle im Kampf gegen den uralten Feind, der sich in den Schatten verbirgt, zuzufallen: Melvyn, dem Wolfselfen, der seinen Vater nie kennen lernte, Ulric, dem geheimnisvollen Thronerben, und der jungen Jägerin Kadlin, die nicht ahnt, welch Blut in ihren Adern fließt. Sie alle werden in ein Abenteuer verstrickt, das Menschen und Elfen vor eine schreckliche Wahl stellt, denn ein Reich ist dem Untergang geweiht — Albenmark oder Fjordland ...
»... Der Herbst war schon fortgeschritten, als der Vormarsch der Trolle begann. Nur wenige Bewohner Feylanvieks waren dem Befehl der Königin gefolgt und hatten die Stadt verlassen. Ich glaube, viele von denen, die blieben, konnten sich nicht wirklich vorstellen, dass man ihre Stadt aufgegeben hatte. Bis zuletzt hielt ich mit einer Nachhut der Reiterei Stellung. Ich war gefangen zwischen meinen Befehlen und der militärischen Notwendigkeit, den Vormarsch des Feindes so schwer wie möglich zu machen. Ich entschied mich gegen die Königin ...
Die letzten Elfen, die Feylanviek verließen, setzten die Lagerhäuser am Mika in Brand. Es geschah noch, während die ersten Trolle über den Mika übersetzten. Die Eroberer hätten die Vorräte an sich genommen, so sagt es die Logik des Krieges. Sie brauchten alle Lebensmittel, um ihr riesiges Heer über die weite, karge Steppe zu bringen. Ich wusste ja nicht, wie es in Talsin kommen würde. Ich war überzeugt, das Richtige zu tun. Mir war klar, dass Feylanviek den ganzen Winter über abgeschnitten sein würde. Kein Schiff aus Vahlemer würde kommen, und kein Stamm der Pferdemänner würde seine Herden zu den Schlachthäusern der Stadt führen, solange die Trolle dort regierten.
Die Königin zwang mich später, die Berichte zu lesen. Und ich musste die Überlebenden besuchen. An jenem Tag, als ich befahl, die Brände zu legen, hatte ich mir nicht vorstellen können, wozu Hunger führen mag. All die geöffneten Gräber und die Morde an jenen, die zu schwach waren, das bisschen Fleisch zu schützen, das sie noch auf den Knochen trugen ... Die Albenkinder sind entsetzt über den Kannibalismus der Trolle. Nur wenige ahnen, wie dünn die Wand ist, die uns von ihnen trennt. Ich habe keinen Gedanken an die Bewohner jener Stadt verschwendet, deren Gast ich so lange war. Ich dachte nur an den Winterkrieg in der Steppe, der uns erwartete.
Vierzig Meilen südlich von Feylanviek sammelte Orimedes die wenigen Kentauren, die er zu den Waffen rufen konnte. Erst als das Heer der Trolle die Ruinen von Jerash erreichte, war der Fürst des Windlands bereit gewesen, die Verfolgung seines Sohnes aufzugeben.
Wir wähnten uns in Sicherheit, da wir davon ausgingen, dass die Plünderung von Feylanviek das Heer der Trolle mindestens einen Tag lang aufhalten würde. Doch Orgrim führte auf andere Weise Krieg, wie wir noch oft erfahren sollten. So waren wir völlig überrascht, als aus dem Frühnebel Trolle hervorbrachen und unser Lager umzingelten. Nie zuvor hatte ich ein so verzweifeltes und blutiges Gefecht erlebt. Und nie sah ich so viele Männer sterben, um einen dem Tod Geweihten in Sicherheit zu bringen ...«