Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Wer die Wahrheit sucht - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Wer die Wahrheit sucht

Электронная книга - «Wer die Wahrheit sucht». Краткое содержание книги:

An einem frühen Dezembermorgen wird Guy Brouard — Millionär, Mäzen und Frauenheld — ermordet an einem Strand der englischen Kanalinsel Guernsey aufgefunden. Verdächtige und Motive gibt es mehr als genug. Nur die junge Amerikanerin China River hat keines. Doch alle Indizien weisen ausgerechnet auf sie. China hatte ihren Bruder aus Kalifornien nach Guernsey begleitet, um Guy Brouard die Architekturpläne für ein von ihm gestiftetes Museum zum Gedenken an die deutsche Besatzung der Insel im Zweiten Weltkrieg zu übergeben. Eine andere Verbindung existiert augenscheinlich nicht.
Simon St. James, engster Vertrauter von Chief Inspector Thomas Lynley, reist mit seiner Frau Deborah auf die winterliche Kanalinsel, um die Unschuld von China, einer alten Freundin Deborahs, nachzuweisen. Doch je tiefer sie in die verschworene Inselgemeinschaft eintauchen, desto mehr Personen entdecken sie, die dem wohltätigen Mitbürger Guy Brouard alles andere als freundschaftliche Gefühle entgegenbringen — und die auf irgendeine Weise in den Mord verstrickt sind: seine Exfrau, sein Sohn, seine Geliebte, seine Schwester, seine jugendlichen Schützlinge, der tragisch ausgebootete einheimische Architekt. Liegen die Motive in Brouards undurchsichtiger Vergangenheit? Oder reichen sie zurück bis in Guernseys wechselvolle Geschichte?
1 ... 136 137 138 139 140 141 142 143 144 ... 182
Перейти на страницу:

«Dann benimm dich auch — «Er brach ab und hob die Hände, eine Geste, die besagte: Komm, lassen wir das. Er zwang sich, ruhig und vernünftig zu sprechen.»Was ich glaube, ist überhaupt nicht wichtig.«

«Dann glaubst du also — «

«Und«, unterbrach er sie, ohne sich beirren zu lassen,»was du glaubst, das ist auch nicht wichtig. Wichtig sind allein die Fakten. Gefühle dürfen in eine Situation wie diese nicht hineinspielen. «

«Mein Gott, du hast deine Entscheidung schon getroffen, nicht? Auf welcher Grundlage bitte?«

«Ich habe überhaupt keine Entscheidung getroffen. Es ist nicht meine Sache, etwas zu entscheiden.«

«Dann sag mir, was los ist.«

«Es sieht nicht gut aus.«

«Was weißt du? Was hat die Polizei in der Hand?«Als er nicht sofort antwortete, rief sie:»Herrgott noch mal, vertraust du mir nicht? Was denkst du denn, dass ich mit der Information anfange?«

«Was würdest du mit ihr anfangen, wenn sie den Bruder deiner Freundin belastete?«

«Was für eine Frage! Was glaubst du denn? Dass ich es ihm sagen würde?«

«Bei dem Ring. «St. James sagte es ungern, aber es musste gesagt werden.»Wie sich zeigte, hat er ihn gekannt, aber er sagte kein Wort davon. Wie erklärst du das, Deborah?«

«Es ist nicht meine Sache, das zu erklären. Das muss er tun. Und er

wird es tun.«

«So fest glaubst du an ihn?«

«Er ist kein Mörder.«

Aber die Fakten sprachen eine andere Sprache, auch wenn St. James nicht riskieren konnte, sie ihr mitzuteilen. Eschscholzia califor- nica, eine Flasche auf einem Feld, Fingerabdrücke auf der Flasche. Und außerdem alles, was sich in Orange County, Kalifornien abgespielt hatte.

Er überlegte einen Moment. Alles deutete auf River hin, nur eines nicht: Die Verschiebung der Gelder von Guernsey nach London.

Margaret stand am Fenster. Jedes Mal, wenn sich draußen etwas bewegte, und sei es nur ein vorbeiflatternder Vogel, kreischte sie aufgeregt. Sie hatte noch zweimal bei der Polizei angerufen und zu wissen verlangt, wann man endlich gegen diesen» elenden kleinen Dieb «vorgehen würde, und erwartete jetzt die Ankunft einer Amtsperson, die sich ihre Geschichte anhören und die angebrachten Maßnahmen ergreifen würde.

Ruth versuchte, sich auf ihre Stickerei zu konzentrieren, aber das ließ Margaret nicht zu. Sie machte unaufhörlich irgendwelche Bemerkungen wie» In spätestens einer Stunde wird dir dein frommer Glaube an die Unschuld dieses Früchtchens vergehen«, oder:»Ich werde dir beweisen, was Wahrheit und Ehrlichkeit ist«, während sie warteten. Worauf sie warteten, wusste Ruth nicht, denn ihre Exschwägerin hatte nach ihrem ersten Anruf bei der Polizei nur gesagt:»Sie kümmern sich sofort darum.«

Das Warten zog sich in die Länge, und Margaret wurde immer ungeduldiger. Sie war auf dem besten Weg, ein weiteres Mal zum Telefon zu greifen, um sofortiges Handeln zu verlangen, als draußen ein Streifenwagen vorfuhr.»Sie haben ihn«, jubelte sie und eilte zur Tür.

Ruth versuchte, ihr zu folgen. Sie stemmte sich mühevoll aus ihrem Stuhl hoch und hinkte Margaret mit steifen Gliedern hinterher. Diese stürmte schon ins Freie hinaus, wo einer der zwei uniformierten Constables die hintere Tür des Streifenwagens öffnete. Sie drängte sich zwischen den Polizisten und den Insassen auf dem Rücksitz des

Autos. Als Ruth endlich ankam, hatte sie Paul Fielder schon am Kragen gepackt und versuchte, ihn aus dem Wagen zu ziehen.

«Das hast du dir so gedacht, was, mein Freundchen?«, sagte sie.

«Augenblick mal, Madam«, mischte sich der Constable ein.

«Her mit dem Rucksack, du Dieb!«

Paul wehrte sich gegen ihren Zugriff und drückte den Rucksack fest an seine Brust. Er trat nach ihren Füßen. Sie schrie:»Er will fliehen«, und fuhr die beiden Polizisten an:»Tun Sie endlich was, verdammt noch mal. Nehmen Sie ihm den Rucksack ab.«

Der zweite Constable kam um den Wagen herum. Er sagte:»Sie greifen hier — «

«Ja, verdammt noch mal, wenn Sie beide ihre Arbeit täten, müsste ich es nicht tun.«

«Treten Sie zurück, Madam«, befahl Constable Nummer eins.

Ruth sagte:»Margaret, du machst ihm nur Angst. Paul, mein Junge, komm mit mir ins Haus, ja? Constable, würden Sie ihn bitte hineinbringen?«

Widerstrebend ließ Margaret den Jungen los, und Paul rannte mit ausgestreckten Armen zu Ruth. Was das hieß, war klar: Ihr und niemand anderem würde er seinen Rucksack anvertrauen.

Ruth führte den Jungen und die beiden Polizisten ins Haus. In einem Arm hielt sie den Rucksack, mit dem anderen hängte sie sich bei Paul ein. Es war eine Demonstration. Er zitterte von Kopf bis Fuß, und sie wollte ihn wissen lassen, dass er nichts zu fürchten hatte. Die Behauptung, der Junge habe irgendetwas aus ihrem Haus gestohlen, war einfach lachhaft.

Es tat ihr Leid, dass er solche Angst ausstehen musste, und sie wusste, dass die Anwesenheit ihrer Exschwägerin die Angst nur verschlimmerte. Sie hätte Margaret nicht bei der Polizei anrufen lassen dürfen. Aber wie sie das hätte anstellen sollen, ohne sie entweder auf dem Speicher einzusperren oder die Telefonleitungen zu durchtrennen, wusste sie nicht.

Aber da der Schaden nun mal angerichtet war, musste sie wenigstens jetzt dafür sorgen, dass Margaret nicht an dem Gespräch teilnahm, das für den Jungen sicherlich eine Tortur werden würde. Als sie in die steinerne Vorhalle traten, sagte sie deshalb:»Bitte kommen Sie. Paul, meine Herren — würden Sie solange im Frühstückszimmer Platz nehmen? Es ist gleich diese zwei Stufen hinunter auf der anderen Seite des offenen Kamins. «Und als sie bemerkte, wie Paul den Rucksack fixierte, klopfte sie leicht darauf und sagte:»Ich bringe ihn gleich mit. Geh du inzwischen mit ihnen, mein Junge. Du brauchst keine Angst zu haben.«

Nachdem die Constables mit Paul im Frühstückszimmer verschwunden waren und die Tür geschlossen hatten, wandte Ruth sich Margaret zu.»Ich habe mich bis hierher nach dir gerichtet, Margaret. Jetzt wirst du dich nach mir richten.«

Margaret war nicht dumm. Sie merkte sofort, dass aus ihrem Plan, den Jungen zur Rede zu stellen, der das Geld ihres Sohnes gestohlen hatte, nichts werden würde. Sie sagte:»Mach den Rucksack auf. Dann siehst du die Wahrheit.«

«Das werde ich in Anwesenheit der Polizei tun«, entgegnete Ruth.»Wenn er wirklich etwas genommen hat — «

«- wirst du Entschuldigungen für ihn finden«, fiel Margaret ihr mit Bitterkeit ins Wort.»Natürlich. Du findest immer für jeden eine Entschuldigung. Das ist bei dir ein Lebensstil, Ruth.«

«Wir können uns später unterhalten. Falls es noch etwas zu sagen gibt.«

«Du sperrst mich da nicht aus. Das kannst du gar nicht.«

«Das ist wahr. Aber die Polizei kann. Und sie wird.«

Margaret straffte den Rücken. Sie wusste, dass sie geschlagen war, aber sie suchte nach einem letzten Wort, um zu veranschaulichen, was sie von den schändlichen Brouards erduldet hatte und immer noch erdulden musste. Da ihr keines einfiel, begnügte sie sich mit brüsker Abkehr und schnellem Rückzug.

Ruth wartete, bis sie Margarets Schritte auf der Treppe hörte, dann ging sie ins Frühstückszimmer. Sie sah Paul mit einem gütigen Lächeln an.»Setz dich, mein Junge«, sagte sie zu ihm und bat auch die Polizisten, sich zu setzen, wobei sie auf Sessel und Sofa wies. Paul wählte das Sofa, und sie setzte sich zu ihm. Sie tätschelte seine Hand und murmelte:»Es tut mir so Leid. Sie regt sich immer so sehr schnell auf.«

«Madam, der Junge wurde beschuldigt, einen Diebstahl — «

Ruth hob eine Hand, um den Constable zum Schweigen zu bringen.»Ich kann das nur für ein Hirngespinst meiner ehemaligen Schwägerin halten. Sie hat eine rege Fantasie. Wenn hier etwas fehlt, so weiß ich nicht, was es sein sollte. Ich vertraue diesem Jungen und würde ihm jederzeit mein Haus und meinen Besitz anvertrauen. «Und zum Beweis gab sie den Rucksack ungeöffnet an Paul zurück.»Ich bedauere nur die Unannehmlichkeiten, die für alle Beteiligten entstanden sind. Der Tod meines Bruders hat Mrs. Chamberlain sehr erschüttert. Sie ist im Moment nicht fähig, vernünftig zu handeln.«

1 ... 136 137 138 139 140 141 142 143 144 ... 182
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)