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Fußfall

Электронная книга - «Fußfall». Краткое содержание книги:

Als die Sonde VOYAGER 1 am 12. November 1980 den Planeten Saturn passiert, trauen die Wissenschaftler des berühmten Jet Propulsion Laboratory in Pasadena ihren Augen nicht, als die ersten Aufnahmen der Saturnringe hereinkommen: rätselhafte zopfartige Muster wie von Turbulenzen, hervorgerufen durch gigantische Raumschiffantriebe.
Es SIND Turbulenzen von Antrieben eines Sternenschiffs, das sich im SaturnSystem verborgen hält und eine Invasion der Erde vorbereitet.
Jahre später ist es soweit: ein Objekt nähert sich der Erde. Die Großmächte schließen sich zusammen und bereiten sich auf einen friedlichen Erstkontakt mit einer raumfahrenden außerirdischen Rasse vor. Doch die Aliens reagieren nicht auf die begrüßenden Funksprüche, sondern schlagen brutal zu und vernichten die international bemannte Raumstation KOSMOGRAD.
Die Erde schlägt mit Atomraketen zurück und provoziert so den »Fußfall«, den vernichtenden Abwurf von Planetoiden auf die Erdoberfläche und gleichzeitig die Geste, die absolute Unterwerfung fordert. Die Aliens sind Herdenkrieger, das bedeutet absoluten Gehorsam und die Achtung vor Gesten. Die Menschen sind Einzelkämpfer, unberechenbar, todesmutig und verschlagen.
Ein verzweifelter Kampf auf beiden Seiten mit einem Gegner beginnt, dessen Motive man nicht begreift.
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»Auf jeden Fall Einehe, Sherry, das hat er deutlich hervorgehoben. Wäre interessant zu wissen, ob sie ein paar nicht jugendfreie Filme gesehen haben.«

»Wie auch immer«, sagte Curtis. »Dawson ist ein ganz gerissener Bursche. Können wir das noch mal hören?«

* * *

Die Luftkanäle verengten sich. Alice kam sich eingesperrt vor und überlegte kurz, ob sie umkehren sollte. Dann biß sie die Zähne zusammen und verfolgte ihren ursprünglichen Weg.

Sie kam um eine Biegung. Er war da.

Wes Dawson hatte sich zusammengerollt. Wie ein Fötus im Mutterleib. Das tun die ganz Kranken. In den Filmen werden die immer gewalttätig.

Er rührte sich nicht, als sie näher kam.

»Wes?«

Er gab keine Antwort.

»Wes, ich bin’s, Alice.«

»Damit, daß ich das Schutzsymbol erklärt hab, bin ich ihnen in den Arsch gekrochen.«

Sie schwieg.

»Jedenfalls werde ich berühmt werden.«

»Sie waren großartig. Sie haben doch alles über die Scheusale durchblicken lassen – und die ahnen nicht im entferntesten…«

Er streckte sich. Alice schob sich ein wenig fort.

»Alice, Sie verstehen, was ich vorhabe«, sagte Wes, immer noch ohne sie anzusehen, »aber die anderen werden es nicht begreifen. Jetzt können sie Hitler vergessen, weil sie einen viel schlimmeren haben: Wes Dawson.«

»Wir waren alle einverstanden«, sagte Alice, »daß Sie es tun sollten.«

»Ja. Wie bei den Fithp. Alle tun alles zusammen. Es kommt sicher wieder alles ins Lot, Alice.« Endlich sah er sie an. »Vielen Dank, daß Sie mich aufgestöbert haben.« Er lächelte. Es wirkte nicht gespielt. »Mir fehlt nichts, es geht schon wieder.«

Er kam so unvermittelt auf sie zu, daß sie nicht rasch genug ausweichen konnte, schlang die Arme um sie und zog sie an sich. Panik stieg in ihr auf. Wenn ich mich jetzt wehre, kommt er nie darüber weg.

Er drängte sich an sie, verhielt sich aber sonst ganz ruhig, nur sein Atem kam stoßweise. Er hielt sie fest, ohne sich zu bewegen. Allmählich wich die Anspannung aus ihr. Seine Tränen benetzten ihr Haar und ihre Kopfhaut. Fast gegen ihren Willen legte sie nun ebenfalls die Arme um ihn und preßte ihn an sich. »Es ist alles gut«, sagte sie, »es ist ja alles gut.«

»Ich brauchte das, daß mich mal jemand in die Arme nahm. Großer Gott. Vielen Dank, Alice.«

»Es ist alles gut.«

32. Schlammbad

Wir werden nicht wanken noch weichen! Wir werden ausharren, wir werden in Frankreich kämpfen, wir werden auf den Meeren und Ozeanen kämpfen… Wir werden auf den Dünen kämpfen, wir werden auf den Landungsplätzen kämpfen, wir werden auf den Feldern und in den Straßen kämpfen, wir werden auf den Hügeln kämpfen; wir werden uns niemals ergeben.

SIR WINSTON CHURCHILL nach Dünkirchen
Zeit: Sechs Wochen nach dem Fußfall

Nat maß die Zutaten ab und gab sie in den Mixer. Es ging ihm flott von der Hand. Limonensaft, Zucker, Rum, das Fruchtfleisch einer halben Melone, Eisstückchen. Der Mixer lief langsam, weil sonst die Messer am Eis zerbrochen wären. Nat trat neben Harpanets Kopf und sagte, um den lauten Mixer zu übertönen, mit erhobener Stimme: »Ihr seid an lange Kriege gewöhnt.«

»Wir wissen aus den Überlieferungen der Heimatwelt, daß die Gestaltkriege fünf Generationen dauerten. Es hat weitere gegeben.« Harpanet machte eine Pause, um nachzudenken, und fuhr dann fort: »Vom Verliererstandpunkt aus kann ich nichts sagen. Ich habe erst darüber nachgedacht, nachdem ihr es mir beigebracht habt. Für SiegerFithp sind Kriege lang. Verlierer sind keine Fithp mehr. Die Ziehende Herde selbst hat jetzt den ersten Krieg geschmeckt.«

»Und gefällt euch der Geschmack?« Nat schaltete das Gerät aus.

Grifflinge fuhren ratlos umher: Woher soll ich das wissen? »Ich bin vom Himmel gefallen, habe meine Fithp verloren und mich zu unterwerfen versucht. Niemand hat das verstanden. Ihr habt Krieger aus Kansas da, nicht wahr? Fragt sie!«

»Sie sind nicht ganz richtig im Kopf«, sagte Curtis, der hinzugetreten war. »Vielleicht waren sie zu lange allein.«

Harpanet ließ seine Grifflinge sinken und schlug die Augenlider nieder. Sie wußten inzwischen, daß diese Haltung Bekümmernis ausdrückte.

Ransom hielt Reynolds ein Glas hin. »Dawson tut mir leid.«

Der Angesprochene nickte. »Ja. Der arme Kerl riskiert Kopf und Kragen, um uns ein paar Informationen zuzuspielen, und die Dummköpfe halten ihn für ‘nen Überläufer. Mir machen die Sorgen, die seinen Rat befolgen wollen, weil sie glauben, es wäre ihm ernst.«

»Wär doch vielleicht gar nicht schlecht«, sagte Sherry. »Aber es würde wohl nicht klappen. Es gibt zu viele wie dich und Ransom.«

»Sei doch froh.«

»He.« Reynolds trat zwischen sie. »Hier, trinkt einen!« Er goß ein. »Sherry, du willst dich doch nicht etwa unterwerfen?«

»Nein, aber auch nicht kämpfen!«

»Hat von dir ja auch keiner verlangt«, sagte Curtis.

»Genug«, gebot Ransom. »Die Frage ist, was wird der Präsident tun? Er hat es gut aufgenommen. Vielleicht will er ja klein beigeben.«

»Ach was«, sagte Curtis. »Mir persönlich wäre zwar ein anderer lieber, aber so schlapp ist er nun auch wieder nicht.«

»Bist du da sicher?«

»Ich möchte ihm das Gegenteil nicht geraten haben.«

Harpanet sprach mit Nachdruck. »Was habt ihr vor?«

»Wie?«

»Ihr bestreitet eurem Herrn der Herde den Führungsanspruch.«

»Na hör mal!«

Sherry legte ihre Hand auf Harpanets Stirn. »Sie meinen es nicht so, wie es klingt«, sagte sie.

»Aber sie haben doch gesagt…«

»Wir sind die TräumerFithp «, sagte Reynolds. »Wir sagen, was uns in den Sinn kommt. Aber wir stellen das Amt des Präsidenten nicht in Frage, nicht einmal im Traum, haha.« Mit scharfer Stimme fragte er: »Siehst du das etwa anders, Wade?«

»Natürlich nicht«, sagte Curtis mit spöttischem Grinsen. »Außerdem würde es nichts nützen.«

Nat füllte einen großen Becher mit dem Rest aus dem Mixer: er war noch etwa halbvoll.

»Schwimmen, Harpanet?«

»Gern.«

Ohne ihr Gespräch zu unterbrechen, betraten Reynolds und Harpanet den Schlammraum und stiegen in das schlammgefüllte Becken. Die Unterhaltung geriet ins Stocken, als sie die dritte Person sahen. Der Präsident der Vereinigten Staaten ließ sich mit geschlossenen Augen in der warmen Schlammbrühe auf dem Rücken treiben.

Harpanet tunkte seine Nüster ein. »Nicht ins Gesicht«, sagte Nat. »Zum Spielen ist er vermutlich zu müde.«

»Stimmt«, sagte der Präsident. »Ich bin müde.«

Harpanet drückte mit seiner Flanke so gegen die Wassermasse, daß eine sanfte Woge den Präsidenten überrollte, und dieser lächelte entspannt. Er öffnete ein Auge und sah Harpanet an. »Ihr habt uns schwer getroffen.«

Harpanet fragte: »Mit dem FUSS?«

»Ja. Ihr habt viele Menschen getötet.«

»Nicht ich. Ich gehöre jetzt zur TräumerFithp. Kann ich helfen?«

Der Präsident bewegte sich. »Reynolds, werden wir das überleben?«

»Als Gattung schon. Ausrotten können sie uns nicht. Eine bestimmte Anzahl wird auf jeden Fall weiterleben – wie Parasiten im Umfeld der Außerirdischen. Wir haben immer noch eine Chance, weil wir klein genug sind, um uns zu verstecken, wohin sie nicht gelangen. Aber so weit kommt es gar nicht. Es ist unser Planet, mit allen Ecken und Winkeln. Nach Sibirien, Grönland oder in die Sahara können sie uns nicht folgen.«

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