Der falsche Apostel
- Автор: Тримейн Питер
- Год: 2010
- Язык: немецкий
- Жанр: Исторические детективы
Электронная книга - «Der falsche Apostel». Краткое содержание книги:
Informationen zum Autor
PETER TREMAYNE ist das Pseudonym eines anerkannten Historikers, der sich auf die versunkene Kultur der Kelten spezialisiert hat. In seinen im 7. Jahrhundert spielenden historischen Romanen löst Schwester Fidelma, eine irische Nonne von königlichem Geblüt und gleichzeitig Anwältin bei Gericht, auf kluge und selbstbewusste Art die schwierigsten Fälle. Wegen des großen internationalen Erfolgs seiner Serie um Schwester Fidelma wurde Peter Tremayne 2002 zum Ehrenmitglied der Irish Literary Society auf Lebenszeit ernannt.
Im Aufbau Verlag erschienen bisher seine Romane Die Tote im Klosterbrunnen (2000), Tod im Skriptorium (2001), Der Tote am Steinkreuz (2001), Tod in der Königsburg (2002), Tod auf dem Pilgerschiff (2002), Nur der Tod bringt Vergebung (2002), Ein Totenhemd für den Erzbischof (2003), Vor dem Tod sind alle gleich (2003), Das Kloster der toten Seelen (2004), Verneig dich vor dem Tod (2005), Tod bei Vollmond (2005), Tod im Tal der Heiden (2006), Der Tod soll auf euch kommen (2006), Ein Gebet für die Verdammten (2007), Das Flüstern der verlorenen Seelen (2007), Tod den alten Göttern (2008), Das Konzil der Verdammten (2008) und Eine Taube bringt den Tod (2010).
Die Originalausgabe unter dem Titel »Hemlock at Vespers« erschien 2000 bei Headline Book Publishing, London.
Aus dem Englischen von Irmhild und Otto Brandstädter, Meike Braun und Ulrike Seeberger
»Da hat er mit uns hier im Gasthof gehaust?« Belach war fassungslos.
Fidelma wies auf die offene Falltür in den Dielen hin. »Anscheinend hat er mehr geheime Gänge im Gasthof gekannt als ihr beide. War ja kein Wunder, wenn er hier aufgewachsen ist.«
Alle schwiegen. Schließlich meinte Monchae kleinlaut: »Und das alles, obwohl es gar keinen versteckten Schatz gab. Der arme Cano. Ein richtig schlechter Kerl war er eigentlich nicht. Musstest du ihn wirklich umbringen, Schwester?«
Fidelma sah betrübt drein. »Unser aller Leben liegt in Gottes Hand«, sagte sie schicksalsergeben. »Er hat mich mit dem Messer bedroht, ich musste mich wehren. In meiner Not hab ich die Statuette Unserer Lieben Frau gegriffen und damit nach ihm geschlagen. Die hat ihn an der Schläfe getroffen und ist dabei zerbrochen.«
»Die war doch nur aus Alabaster und hätte ihn nicht erschlagen können.«
»Erschlagen hat ihn das, was in ihr steckte. Nämlich das, wonach er die ganze Zeit suchte. Es liegt dort auf dem Boden.«
»Was mag das sein?«, flüsterte Monach. Ihr Mann bückte sich und griff beherzt nach dem runden Gegenstand in Sacktuch.
»Eine Rolle Münzen. Mugráns Schatz. Der hat Cano wie eine Eisenstange getroffen und ihn erschlagen. All die Jahre hat Unsere Liebe Frau den Schatz gehütet und zu guter Letzt dem den Tod gebracht, der nicht der rechtmäßige Erbe des Schatzes war.«
Durch die Fensterläden kroch das Licht des neuen Tages. »Es wird schon hell. Ich muss mein Fasten brechen und mich auf den Weg nach Cashel machen«, erklärte Fidelma. »Für euren bó-aire lasse ich ein Schreiben hier, in dem ich ihm darlege, was vorgefallen ist. Ich muss unverzüglich nach Cashel. Wenn er mich braucht, findet er mich dort.«
Versonnen blickte Monchae auf die Trümmer der Statuette. »Ich werde mir ein neues Standbild Unserer Lieben Frau anfertigen lassen«, sagte sie leise.
»Das kannst du dir nun auch leisten«, erwiderte Fidelma in vollem Ernst.