Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Drachenelfen. Die gefesselte Göttin
Drachenelfen. Die gefesselte Göttin - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Drachenelfen. Die gefesselte Göttin

Электронная книга - «Drachenelfen. Die gefesselte Göttin». Краткое содержание книги:

Bernhard Hennens Elfen sind die coolsten Helden der Fantasy!

Ob in den Ländern der Menschen oder in den magischen Wäldern Albenmarks, überall drohen seit Langem schwelende Konflikte offen auszubrechen. In ihrem Kampf um Macht schrecken Unsterbliche und Drachen nicht davor zurück, ihre besten Krieger, den Herrscher Aaron oder die Drachenelfen Nandalee und Gonvalon, für ihre Zwecke einzuspannen. Doch dann soll die gefesselte Göttin Nangogs erweckt werden – und mit ihr eine Magie, von der niemand weiß, was sie bewirken wird ...

Nandalee und Gonvalon, die Verwegensten unter den Drachenelfen, werden vor den Rat der mächtigen Himmelsschlangen gerufen, um nach dem Überfall auf die legendäre Blaue Halle Albenmarks einen ungeheuerlichen Racheakt vorzubereiten: Sie sollen die Menschen und ihre Götter an ihrer schwächsten Stelle, auf Nangog, treff en. Und so machen sie sich auf die gefährliche Reise, die gebannte Herrin dieser Welt, die gefesselte Göttin, zu befreien. Währenddessen versucht der Herrscher Aaron verzweifelt, dem Spiel aus Intrigen, Mord und Krieg an seinem Hof Diplomatie und Vernunft entgegenzusetzen. Aber wem wird in diesem Wettlauf um Macht der nächste, alles entscheidende Schachzug gelingen? Eines scheint klar – es sind die Elfen und Menschen, von denen die Zukunft aller abhängt!
1 ... 101 102 103 104 105 106 107 108 109 ... 219
Перейти на страницу:

Eleborn wurde hochgezogen und über die Mauerkrone gewuchtet. Die Lederriemen an seinen Beinen wurden durchtrennt.

»Kannst du laufen?«

Jetzt erkannte er auch den Elfen, der ihn befreit hatte. »Gonvalon?«

Der Schwertmeister sah ihn scharf an und wiederholte: »Kannst du laufen?«

Eleborn nickte. Auf der Mauerkrone erschien Nandalee. Sie gab einen Schuss ab und sprang zu ihnen hinunter. »Schnell! Da kommen mehr Katzen, als ich Pfeile habe.«

Eleborn wurde wieder hochgezogen. »Lasst das, ich kann laufen.«

»Wenigstens das«, murrte der Elf, den er nicht kannte. »Ich möchte wissen, wer dich das Kämpfen gelehrt hat. Gehört verprügelt, der Kerl.« Mit diesen Worten drückte er ihm einen Dolch in die Hand. »Fang mal damit an. Die großen Klingen sind noch nichts für dich.«

Die tiefen Schatten eines Torbogens gebaren Jaguarmänner. Wie aus dem Nichts waren sie plötzlich auf der Gasse vor ihnen. Nandalee hob den Bogen und zog in fließender Bewegung die Sehne zurück. »Wir gehen durch sie hindurch«, befahl sie knapp.

Schon hatten die beiden Elfen wieder ihre Klingen in der Hand. Eleborn wollte ihnen folgen, doch Nandalee hielt ihn zurück. »Du sicherst unseren Rücken. Da, wo die beiden sind, ist der Tod, und dich brauche ich lebend.«

Eleborn setzte zu einem Protest an, als keine fünf Schritt hinter ihnen zwei Jaguarmänner über die Mauerkrone stiegen. Nandalee hob den Bogen. Ein Pfeil schnellte von der Sehne und nagelte einen Zapotekrieger an die weiß getünchte Steinmauer. Der zweite hatte sie fast erreicht. Eleborn hob den Dolch, doch er spürte noch immer das Gift in seinen Adern. Seine Glieder waren immer noch halb betäubt. Er würde es nicht schaffen, ihn aufzuhalten.

Nandalee hakte die Nocke eines neuen Pfeils ein, als der Krieger sprang. Als seine Obsidiankrallen die Sehne zerschnitten, versetze sie ihm einen Hieb mit dem Bogen, doch der Zapote ließ sich nicht aufhalten. Eleborn wurde bewusst, dass der Krieger ihn ignoriert hatte, weil Nandalee gefährlicher war. Er kniff die Augen zusammen. Sein Kopf schmerzte, ihm war schwindelig, und sein Mund schmeckte noch immer nach Galle.

»Katzengesicht!«

Der Zapote ignorierte ihn. Seine Krallen hinterließen tiefe Kerben auf Nandalees Bogen. Eleborn hob noch einmal seine Waffe und warf sie. Die Klinge traf dicht unter dem Schädelansatz und verschwand bis zum Heft im Hals des Zapote.

Nandalee öffnete eine Tasche am Deckel ihres Köchers und zog eine neue Sehne heraus. Sie schob den Bogen unter ihren Schenkel und nutzte das ganze Gewicht ihres Körpers, um die Sehne aufzuziehen.

Gonvalon winkte ihnen, alle Angreifer lagen tot am Boden. »Schnell, es kommen noch mehr.«

Die drei Elfen zogen Eleborn in das Labyrinth aus Treppen, Tunneln und Brücken, das sich unterhalb der Palastgärten ausbreitete. Bald hatte er jegliche Orientierung verloren. Zweimal mussten sie noch kämpfen, dann stiegen sie in einen Kanal hinab.

Der Gestank des knietiefen Morasts, durch den sie wateten, ließ Eleborn fast ohnmächtig werden. Er war dankbar, dass er in der Finsternis nicht sehen konnte, was es war. Er hörte die Laute kleiner Tiere, und einmal sah er, wie sich etwas Weißes durch den Schlamm wand, so lang und dick wie ein Unterarm.

Nach einer Weile schob Nandalee ihn in einen Tunnel, der so niedrig war, dass er kriechen musste. Über sich hörte er schnell fließendes Wasser im Stein. Es tröpfelte von der Decke. Der Tunnel wurde noch niedriger. Ein elendes Rattenloch. Wenn hier Wasser eindrang, dann würden sie alle ertrinken! Auf die Ellenbogen gestützt, kämpfte sich Eleborn Zoll um Zoll voran. Vollkommene Finsternis umfing ihn.

Plötzlich hielt der schwarzäugige Elf, der ihm vorangekrochen war, an, und sagte: »Hier endet der Tunnel. Kannst du schwimmen?«

»Natürlich«, antwortete Eleborn gekränkt.

»Es ist kalt.«

Eleborn bekam etwas in die Hand gedrückt. Ein zäher Lederriemen. Ein Gürtel?

»Lass das nicht los. Wir können noch kein Licht machen.«

Es platschte. Das Leder in seiner Hand ruckte, er wurde nach vorne gezogen, verlor den Boden unter den Füßen und schlug der Länge nach ins Wasser.

»Leise!«, zischte es irgendwo vor ihm in der Finsternis.

»Wo sind Nandalee und Gonvalon?«

»Die sichern unseren Rückzug und nehmen später einen anderen Weg.«

Eleborn richtete sich auf. Das Wasser war nur hüfthoch.

»Bind den Riemen an deinem Gürtel fest, damit du die Hände frei hast. Das Wasser wird gleich tiefer.«

Er gehorchte, zu benommen und erschöpft, um Widerspruch zu leisten. Sie schwammen weit. Langsam kroch die Kälte des Wassers tief in seine Knochen. Es fiel ihm immer schwerer durchzuhalten, aber er würde sich lieber die Zunge abbeißen, als den Fremden um Hilfe zu bitten, der sich so vollkommen gleichmäßig bewegte, als kenne er keine Müdigkeit.

Als sie endlich ein Ufer aus eingestürztem Mauerwerk erreichten, waren Eleborns Hände so kalt, dass er den Knoten der Lederschnur nicht zu lösen vermochte.

»Schneid den Riemen einfach durch.« Zum ersten Mal klang Nandalees Kamerad ein wenig versöhnlicher.

»Ich hab keine Waffe mehr«, gestand er müde.

»Was?«

»Sie steckt im Nacken eines Zapote, der Nandalee aufschlitzen wollte.«

»Ich geb dir einen Dolch, und du wirfst ihn weg!«

»Kam er aus der Weißen Halle?«, fragte Eleborn zerknirscht.

Sein Gegenüber schnaubte. »Natürlich nicht. Warum hätte ich dir eine wirklich gute Waffe geben sollen? Und obendrein noch eine, die unseren Feinden verrät, wer wir sind. Der Dolch stammte von einem Basar in der Stadt. Aber für die Arbeit von Menschenkindern war er erstaunlich gut.«

»Glaubst du nicht, dass sie ohnehin vermuten, wer wir sind? Dieser Kampf …«

»Zwischen Vermuten und Wissen besteht ein großer Unterschied. Und nun sei vorsichtig, vor uns liegt ein Schutthaufen, über den wir klettern müssen.«

Das Wasser wurde immer niedriger, bis Eleborn sich auf allen vieren vorwärtstasten musste. Die Steine des Haufens lagen locker und rutschten unter ihm. Plötzlich wurde seine Rechte ergriffen. Der Fremde zog ihn hoch. Türangeln kreischten. »Bleib da stehen!«

Einen Augenblick später flammte eine kleine, blaue Flamme auf. Sie zehrte an einem Docht, gewann an Kraft und verwandelte sich in ein warmes Gelb.

Eleborn blickte zurück. Hinter ihm lag ein Durcheinander grob behauener Steinquader, das sich in der Dunkelheit verlor. Vor ihm befand sich eine offene Tür, die mit grün angelaufenen Bronzebändern beschlagen war. Rote Farbe blätterte in breiten Streifen von dem alten Holz.

»Ein aufgegebener Keller«, erklärte der Fremde. »Nicht leicht zu finden.«

Eleborn trat nach ihm in ein niedriges Gewölbe. In den Ecken lagen Decken und abgewetzte, fleckige Ledertaschen. Es roch nach Moder und nasser Wolle.

»Schließ die Tür! Das Licht kann man noch am anderen Ende der Zisterne sehen.«

Der Elf gehorchte und ließ sich erschöpft auf eine Decke fallen, während sich sein unbekannter Retter auszog und mit einem Lumpen trocken rieb.

»Du bist der erste Elf, den ich kenne, dem ein Bart sprießt.«

»Und du? Spricht man dich oft auf deine Augen an?«, entgegnete Eleborn gereizt.

»Die meisten sind zu vorsichtig, um das zu tun«, entgegnete er und wickelte das schwarze Tuch ab, das sein weißblondes Haar verborgen hatte. »Übrigens, ich heiße Nodon.«

Eleborn schluckte. Nodon, der Schwertmeister des Dunkeln! Jeder Drachenelf hatte schon von ihm gehört. Er galt als kaltblütiger Mörder, der es liebte, sich wegen Nichtigkeiten zu duellieren.

»Mir scheint, du hast schon von mir gehört.« Nodon schenkte ihm ein schmallippiges Lächeln. »Und nun sag mir, welche Himmelsschlange hat einen wie dich erwählt?«

Er würde sich nicht provozieren lassen, dachte Eleborn. Er würde ihm keinen Grund für ein Duell liefern, ganz gleich, wie beleidigend er wurde. »Ich diene dem Himmlischen«, sagte er voller Stolz.

Der Gesichtsausdruck des Schwertmeisters änderte sich. Die unnahbare Kälte wich aus seinem Blick, ja, es kam Eleborn so vor, als sähe Nodon ihn mitleidig an.

1 ... 101 102 103 104 105 106 107 108 109 ... 219
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)